Polizeidirektion Flensburg

POL-FL: Die Polizei bittet um Mithilfe

POL-FL: Die Polizei bittet um Mithilfe
T-Shirt Fall 1

    Flensburg (ots) - Fall 1

    Am 2. März 2006 wurde in einer Müllsortieranlage in Ahrenshöft, Kreis Nordfriesland, die Leiche eines weiblichen Säuglings aufgefunden. Der Leichnam befand sich auf einem Sortierband für Papiermüll. Zusammen mit der Leiche sind von der bisher unbekannten Mutter verschiedene Gegenstände abgelegt worden.

    Zur Herkunft der Leiche ließ sich lediglich feststellen, dass diese vermutlich in einer grünen Papiermülltonne aus dem Kreisgebiet Nordfriesland (außer Sylt) abgelegt wurde. Das Kind dürfte im Januar/Februar 2006 zur Welt gekommen sein und war bei der Geburt gesund.

    Fall 2

    Am 5. März 2007, gegen 08:00 Uhr, fand ein Zeuge auf dem Parkplatz "Ackerende" an der B201 kurz vor der Ortschaft Silberstedt /Kreis Schleswig-Flensburg die Leiche eines männlichen Säuglings. Die Leiche wurde in einer Lidl-Einkaufstüte verpackt in einem Graben des Parkplatzes abgelegt.  Dieses Kind dürfte am Wochenende 2. - 4.März 2007 zur Welt gekommen sein und war, wie auch im ersten Fall, bei der Geburt gesund.

    Zwischenzeitlich steht fest, dass beide Kinder die gleiche Mutter und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch den gleichen Vater haben. Dieser Pressemitteilung sind Fotos von Gegenständen beigefügt, die im direkten Zusammenhang mit den Leichenfunden einzuordnen sind.

    Die Polizei bittet um Mithilfe bei der Fahndung nach der leiblichen Mutter der zwei getöteten Neugeborenen:

    1.Wem sind die dargestellten Bekleidungsgegenstände und Handtücher aus dem Fall 1 Anfang 2006 aufgefallen oder bekannt? Das blau-grau-weiß gestreifte Handtuch weist bräunliche Flecken sowie Beschädigungen an den Rändern auf, wobei diese möglicherweise auch nach der Ablage entstanden sein könnten. 2.Gesucht wird eine vermutlich kräftig gebaute erwachsene Frau, die zumindest Anfang 2006 die Oberbekleidungsgröße 50-54 hatte. Eine Schwangerschaft müsste insofern nicht unbedingt aufgefallen sein! 3.Weiterhin dürfte die Frau Anfang 2007 mindestens schulterlange Haare mit heraus gewachsener Blondierung getragen haben. 4.Bekannt ist aufgrund rechtsmedizinischer Untersuchungen, dass die Frau vermutlich in den Monaten vor den Geburten keinen oder wenn, nur ganz wenig Alkohol getrunken hat. Ebenfalls ist davon auszugehen, dass die Mutter zur Zeit der Geburten Nichtraucherin gewesen sein dürfte und auch keine Drogen konsumierte. Lediglich der Konsum von Koffein konnte nachgewiesen werden, d.h. sie trinkt vermutlich regelmäßig Kaffee oder Cola. 5.Im Fall 1 besteht der Verdacht, dass das Kind möglicherweise in einem Badezimmer zur Welt gebracht wurde. Aufgrund einer gefundenen Einwegwindel ist nicht auszuschließen, dass die gesuchte Frau bereits Mutter ist oder aber Anfang 2006 zum Zeitpunkt der Geburt des 1. Kindes in einem Haushalt mit einem Kleinkind gelebt hat oder zu Besuch war. 6.Im Fall 1 wurde Geschenkpapier, teilweise mit Kindermotiven, in unmittelbarer Nähe des Leichnams gefunden. Möglicherweise stammt dieses Papier aus der grünen Papiertonne in die das Neugeborene abgelegt wurde. Die Polizei sucht bis heute diese Tonne. Wer kann Angaben zu dem Geschenkpapier machen? Da das Papier rund um den Leichnam aus Januar/Februar 2006 stammt, dürfte es sich hierbei evtl. um Geschenkpapier vom Weihnachtsfest 2005 handeln!

    7.Die bisher unbekannte Mutter dürfte über ein Fahrzeug verfügen bzw. ein Fahrzeug nutzen können. 8.Die Lidl-Tüte aus dem Fall 2 wurde im Jahr 2003 hergestellt und dürfte möglicherweise längere Zeit in dem genutzten Fahrzeug der Kindsmutter gelegen haben. Zudem wurde in diesem Fall auch ein Gästehandtuch entsorgt, dieses könnte evtl. schon einige Zeit vor der Geburt im Fahrzeug gelegen haben und jemanden aus dem Umfeld der Frau aufgefallen sein. Es besteht der Verdacht, dass die Mutter auf einer Fahrt im Bereich Nordfriesland / Schleswig-Flensburg am Wochenende um den 3. März 2007 von der Geburt überrascht wurde und das Kind im oder am Fahrzeug geboren wurde. Von daher dürfte das von ihr genutzte Fahrzeug evtl. im Innenbereich in dieser Zeit stark verschmutzt gewesen sein und es könnte jemanden an den nachfolgenden Tagen eine Fahrzeuginnenreinigung aufgefallen sein. 9. Zu dem hellblauen T-Shirt mit Seitenschlitzen in der Größe 50/52 konnte ermittelt werden, dass dieses im Zeitraum September 2005 bis Januar 2006 nur über die Firma Ulla Popken entweder über den Versandhandel oder aber in einer der Filialen zu erwerben war.

    Wer kennt eine Frau, die möglicherweise aufgrund der vorstehenden Fragen als Mutter in Betracht kommt?

    Die Bilder der benannten Gegenstände sowie weitere Informationen sind auf der Internetseite www.polizei.schleswig-holstein.de  unter der Rubrik "Fahndung / Wir bitten um Mithilfe" zu finden.

    Hinweise erbittet die Polizei Flensburg unter 0461/484-4011 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle. Diese Pressemitteilung ergeht im Einvernehmen mit der Staatsanwaltschaft Flensburg.


ots Originaltext: Bezirkskriminalinspektion Flensburg
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=2593

Rückfragen bitte an:

Bezirkskriminalinspektion Flensburg
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KHK Sönke Büschenfeld
Telefon: 0461-484 30 10/ Mobil: 0160-90 76 39 49]
Fax: 0461-484 30 90
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