Polizei Rheinisch-Bergischer Kreis

POL-RBK: Odenthal/Kürten - Kreispolizei bilanziert Altweiberzüge - Randalierer trübte Gesamteindruck

Odenthal/Kürten (ots) - Am heutigen Altweiber (4.2.2016) begann mit den Umzügen in Odenthal-Voiswinkel und Kürten-Bechen der Straßenkarneval im Rheinisch-Bergischen Kreis. Auch deshalb, weil in den vergangenen Jahren teilweise deutlich alkoholisierte Jugendliche die Umzüge verstärkt dazu nutzten, Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zu begehen, galt für beide Züge erneut ein Glasverbot, dessen Einhaltung durch Mitarbeiter der Gemeinden und durch professionelle Security-Kräfte überwacht wurde.

Der heutige Einsatz wurde in diesem Jahr organisatorisch durch den Direktionsleiter Gefahrenabwehr/Einsatz samt seines Führungsstabes geleitet. Daneben wurden vor Ort auch deutlich mehr Kräfte eingesetzt. Hierzu wurde unsere Behörde von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten anderer Behörden unterstützt.

Die diesjährigen Umzüge waren bei weitem nicht so gut besucht wie im Vorjahr, allerdings fielen bereits vor Zugbeginn einige Jugendliche auf, die offensichtlich schon stark unter Alkoholeinfluss standen.

Im Ergebnis wurden in Voiswinkel lediglich 3 Platzverweise (2015: 10) erteilt und 1 Person (2015: 2) nach einem Körperverletzungsdelikt in Gewahrsam genommen. Daneben wurde im Bereich der St.-Engelbert-Straße ein 18-Jähriger festgenommen, gegen den der Verdacht des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln besteht.

Nach Zugende musste ein weiterer jugendlicher Randalierer in Gewahrsam genommen werden (oben nicht berücksichtigt). Eine andere Person versuchte dies zu verhindern und sprang einem Polizeibeamten in den Rücken. Der Beamte wurde glücklicherweise nicht verletzt. Der Täter wurde festgenommen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchter Gefangenenbefreiung eingeleitet.

In Bechen mussten in diesem Jahr keine Personen in Gewahrsam genommen werden (2015: 1). Darüber hinaus wurden gegen Randalierer 2 Platzverweise ausgesprochen (2015: 2). Im Rahmen des Karnevalsumzuges wurden darüber hinaus zwei Strafanzeigen aufgenommen; einmal wegen einfacher Körperverletzung und einmal wegen Drogenbesitzes.

Durch Personengruppen begangene Straftaten wurden bisher nicht bekannt.

Einsatzleiter Polizeidirektor Martin Münchhausen war insgesamt nicht ganz zufrieden: "Durch unsere verstärkte polizeiliche Präsenz und das frühzeitige Ansprechen auffälliger Besucherinnen und Besucher konnten wir Fehlverhalten in vielen Fällen schon im Ansatz verhindern oder sehr schnell korrigieren. Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden sowie den Sicherheits- und Rettungsdiensten war erneut professionell und gut. Geärgert hat mich allerdings, dass sich viele alkoholisierte Jugendliche nach Zugende in Voiswinkel nicht benehmen konnten und sogar einen Kollegen durch einen Sprung in den Rücken angriffen. Wir werden deshalb auch an den kommenden Einsatztagen konsequent gegen Randalierer vorgehen und alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, diesen Personen die Teilnahme an zukünftigen Veranstaltungen zu untersagen." (pr)

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