Polizeidirektion Oldenburg

POL-OLD: +++ Regionale Kontrollgruppe der Polizeidirektion Oldenburg kontrolliert den gewerblichen Güter- und Personenverkehr +++ 25 Untersagungen der Weiterfahrt +++

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Oldenburg (ots) -


Am gestrigen Dienstag, dem 11.11.2014, in der Zeit von 08:45 bis 
15:30 Uhr, kontrollierten 49 speziell ausgebildete Polizeibeamte der 
Regionalen Kontrollgruppe der Polizeidirektion Oldenburg den 
gewerblichen Güter- und Personenverkehr. Dabei standen die 
Zuständigkeitsbereiche der Polizeiinspektionen Cloppenburg/Vechta, 
Diepholz, Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch und Verden/Osterholz
im Fokus.

Insgesamt kontrollierten die Beamten 136 Fahrzeuge, bei denen 96 
Fahrzeuge zu beanstanden waren. Dies entspricht einer 
Beanstandungsquote von 70 Prozent. 25 Fahrern wurde vor Ort die 
Weiterfahrt untersagt.

Überladung, inkorrekte Ladungssicherung und ein schlechter 
technischer Allgemeinzustand waren die häufigsten Mängel. Ebenfalls 
stellten die Beamten Verstöße gegen das Fahrpersonalrecht fest. 


Besonderheiten:

Ein rumänischer Sattelzug musste seine Fahrt von Frankreich nach 
Dänemark unterbrechen, da im Rahmen der Kontrolle festgestellt wurde,
dass seine Ladung, bestehend aus 24t Tierfutter, nicht ordnungsgemäß 
gesichert war. Die Ladung musste vor Ort nachgesichert werden. Ein 
Bußgeld erwartet den 24-jährigen Fahrer.

Verkehrssicherheitsrelevante Mängel wurden im Rahmen der Kontrolle 
bei einem polnischen Sattelzug, der auf dem Weg von den Niederlanden 
nach Polen war, festgestellt. Eine Nachschau bei einer 
Untersuchungsstelle ergab gravierende Mängel an der Bremsanlage und 
den Stoßdämpfern. Der Sattelzug war mit 24t Stahl beladen. Die 
Weiterfahrt wurde untersagt, ein Bußgeld erwartet den 32-jährigen 
Fahrer und die anderen Verantwortlichen der Firma.

Einem weiteren Sattelzug, der in Belgien gestartet ist und nach 
Hamburg wollte, um Ladung aufzunehmen, wurde die Weiterfahrt 
untersagt, da bei ihm ebenfalls verkehrssicherheitsrelevante Mängel 
an der Bremsanlage festgestellt wurden. Er wurde einer 
Untersuchungsstelle zur Begutachtung vorgeführt. Dort wurden 
insgesamt 3 gebrochene Bremsscheiben und 2 defekte Reifen 
festgestellt. Den 42-jährigen Fahrer erwartet ein empfindliches 
Bußgeld. Die Weiterfahrt darf erst erfolgen, wenn die Mängel behoben 
wurden.

Ein Viehtransporter aus Löningen hatte 150 Schweine geladen, die zum 
Schlachthof nach Cloppenburg gebracht werden sollten. Neben einer 
Überladung von mehr als 5 Prozent wurde festgestellt, dass sich in 
einer Gruppe lediglich drei Schweine befanden, wobei aufgrund des 
großen Platzangebotes bei jedem Brems- und Beschleunigungsvorgang die
Gefahr bestand, dass die Tiere hin und her geschleudert werden.
Der Fahrzeugführer muss nun mit einer Anzeige vom Veterinäramt und 
einem Punkt in Flensburg rechnen.

Ein Transporter, der Tiefkühlware beförderte, hatte am 
Außenthermometer des Fahrzeuges lediglich eine Temperatur von + 2 
Grad angezeigt.
Daraufhin wurden die zuständigen Lebensmittelkontrolleure des 
Landkreises Cloppenburg angefordert, die zwar feststellten, dass die 
mitgeführten Lebensmittel nicht die geforderten -15 bis -18 Grad 
aufwiesen. Auch hier wurde eine Anzeige gefertigt.

Ein Viehtransporter fuhr von Schüttorf nach Garrel und war mit 180 
Schweinen soweit überladen, dass auch hier eine Anzeige gefertigt 
wurde. Zudem hatte er seine Auslaufstutzen nicht geschlossen, so dass
Urin und Kot der Tiere auf die Straße gelangten.

Ein 31-jähriger Fahrer eines Viehtransporters fuhr von Geeste 
(Emsland) nach Garrel und war mit 200 Mastschweinen beladen. Neben 
der Überladung von mehr als 10 Prozent (40 Tonnen waren erlaubt, 
tatsächlich brachte er 45.580 kg auf die Waage) wurde festgestellt, 
dass die Tiere viel zu eng beladen waren, der Fahrzeugführer keinen 
Befähigungsnachweis und keine Genehmigungspapiere mit sich führte. 
Gegen den Halter wird ein Vermögensabschöpfungsverfahren eingeleitet.

Ein 63-jähriger Fahrer eines Trecker-Anhängergespannes war mit 
Abbruchholz auf dem Weg von Höltinghausen nach Lastrup. Hier wurde 
festgestellt, dass der Anhänger nicht zugelassen war und er keine 
Haftpflichtversicherung besaß. Zudem war die Bremsanlage defekt und 
ein Reifen vom Anhänger wies keine Mindestprofiltiefe auf.
Hierzu erwarten Fahrer und Halter jeweils eine Strafanzeige wegen 
fehlender Pflichtversicherung. Die Weiterfahrt wurde untersagt.

Bei einem Tiertransporter im Landkreis Vechta wurde ein gebrochener 
Stabilisator festgestellt. Bei der Kurvenfahrt neigte sich das 
Fahrzeug so stark, dass die äußeren Reifen der Doppelachse teilweise 
den Bodenkontakt verloren. Es bestand akute Umkippgefahr. Die 
Weiterfahrt wurde nach Vorstellung beim TÜV untersagt.

Besondere Sorge bereiteten im Landkreis Diepholz verschiedene 
Fahrzeuge, die landwirtschaftlich genutzt wurden bzw. 
landwirtschaftliche Produkte transportierten:

Ein landwirtschaftlicher Zug bestehend aus einem Ackerschlepper und 
zwei Anhängern war um annähernd zehn Prozent überladen. Statt der 
erlaubten 40 Tonnen brachte er 43.800 kg auf die Waage. 
Der 53-jährige Fahrer eines Viehtransportes wurde auf seiner Fahrt 
von Twistringen zum Schlachthof im LK Cloppenburg mit einer 
Überladung von 12 Prozent gestoppt. 
Beiden Fahrern erwartete ein empfindliches Bußgeld.

Bei einem sehr betagten landwirtschaftlichen Anhänger hatte der 
68-jährige Fahrer die Bremse des Anhängers eigenhändig außer Betrieb 
gesetzt, um das Rangieren zu erleichtern. Auf öffentlichen Straßen 
muss diese Sperre aber wieder entfernt werden. Der mit Mist beladene 
Anhänger mit einem Gewicht von etwa drei Tonnen wird sonst ebenfalls 
nicht gebremst. Dieser Mangel konnte unverzüglich behoben werden, mit
einem Bußgeldverfahren muss der Fahrer aber trotzdem rechnen.

Mit einem Autokran von 24 Tonnen Gewicht war ein 58-Jähriger von 
Barnstorf nach Bremen unterwegs. Bei der Kontrolle wurde 
festgestellt, dass die Fahrerlaubnis des Fahrzeugführers seit 8 
Jahren erloschen war. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

 

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Bastian Wollering
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