Polizeidirektion Oldenburg

POL-OLD: +++ Kontrolle von Lebendtiertransporten +++ Beanstandungsquote bei 64 Prozent +++

POL-OLD: +++ Kontrolle von Lebendtiertransporten +++ Beanstandungsquote bei 64 Prozent +++
Archivbild

Oldenburg (ots) -

18 Polizeibeamte der Regionalen Kontrollgruppe der Polizeidirektion 
Oldenburg führten am gestrigen Tage eine fachspezifische Kontrolle 
von Lebendtiertransporten durch. 

Themen wie z.B. Vogelgrippe, Schweinepest und der Dioxinskandal 2011 
machen deutlich, dass der Einhaltung der tiertransport- und 
lebensmitteltransportrechtlichen Vorschriften ein hohes Maß an 
Bedeutung zukommt.

Bei den Kontrollkräften handelte es sich um neu beschulte Beamtinnen 
und Beamte, die derzeit einen Lehrgang zu dem Thema 
Lebendtiertransporte besuchen.

Die Kontrollen konzentrierten sich örtlich auf die Bereiche Garrel, 
Emstek und Essen im Landkreis Cloppenburg. Dort ist die Anzahl der 
ansässigen Schlachthöfe besonders dicht, dementsprechend häufen sich 
dort Lebendtiertransporte.

Insgesamt kontrollierten die Beamten 25 Beförderungseinheiten, 
bei denen 16 Verstöße zu beanstanden waren. 

Im Bereich der tierrechtlichen Bestimmungen stellten die Kontrolleure
u.a. fehlerhaft ausgefüllte Desinfektions- und Kontrollbücher, 
Missachtung der Stellflächengröße sowie Überladungen fest.


Besonderheiten:

An der Spitze der Beanstandungen stand die Einhaltung des 
Stellflächenbedarfs für Tiere. Die Kontrolleure mussten die 
Missachtung des Flächenbedarfs bei 11 Transporten feststellen. So 
wurde bei einem Fahrzeugführer eines Sattelzuges, beladen mit 180 
Mastschweinen, auf dem Weg von Damme nach Emstek ein Gesamtgewicht 
von 44800 kg festgestellt. Dies entspricht einer Überladung um 12 
Prozent. Dadurch bedingt war für die Tiere zu wenig Stellfläche 
vorhanden.
Gegen den Fahrzeugführer wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Dem 
Transportunternehmen droht ein Gewinnabschöpfungsverfahren.

Bei einem mit Mastschweinen beladenen Transporter, der sich auf dem 
Weg nach Emstek zum Schlachthof befand, stellten die Beamten 
ebenfalls eine Überladung fest. Der Fahrzeugführer hatte zwar das 
zulässige Gesamtgewicht seines Fahrzeuges nicht überschritten, jedoch
18 Tiere mehr geladen als erlaubt. Zudem fehlten mehrere Eintragungen
in seinem Desinfektionskontrollbuch. Gegen den Fahrer wurde ein 
Bußgeldverfahren eingeleitet, zudem wird ein 
Gewinnabschöpfungsverfahren gegen das Unternehmen geprüft.

Auf dem Weg nach Lindern befand sich der Fahrer eines Lastzuges, der 
26 Rinder transportierte. Da der Fahrer nicht im Besitz eines 
Befähigungsnachweises war, den er für die Durchführung von 
Tiertransporten benötigt, droht ihm nun ein Bußgeld durch den 
Landkreis Cloppenburg. Gegen den Unternehmer wird ebenfalls ein 
Verfahren eingeleitet, da er seinen Fahrer ohne Befähigungsnachweis 
eingesetzt hatte. 

Ein 45-jähriger Fahrer eines Lastzuges wurde in Emstek kontrolliert. 
Die Kontrolleure stellten bei dem Fahrzeug erhebliche Mängel an der 
Bereifung fest, so dass die Weiterfahrt vor Ort untersagt und ein 
Bußgeldverfahren eingeleitet wurde.

Die hohe Anzahl an Verstößen gegen tierschutz- und seuchenrechtliche 
Bestimmungen überraschte die Teilnehmer, bestätigte sie aber 
gleichzeitig in ihrer Kontrollaktivität. Daher wird es auch in 
Zukunft gleichgelagerte Kontrollen geben.



 

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