Polizeidirektion Oldenburg

POL-OLD: +++ INTERNET erfahren statt Gefahren +++ Polizeidirektion Oldenburg und Präventionsräte im Nordwesten beenden einjährige Internetkampagne +++

Moritz Becker (Verein smiley e.V. zur Förderung von Medienkompetenz) im Gespräch mit Kerstin Koletschka (Wildwasser Oldenburg e.V.).

Oldenburg (ots) -

 "Während der einjährigen Kampagne haben der Präventionsrat 
Oldenburg, die Präventionsräte und die Polizei im Nordwesten die 
verschiedenen Facetten der Internetnutzung vorgestellt und 
diskutiert. 
Damit haben die Initiatoren gerade der Zielgruppe, den Erwachsenen 
und Eltern, neben Informationen auch Hilfestellung geboten. Für 
dieses außerordentliche Engagement möchte ich Ihnen allen danken!"

Mit diesen Worten eröffnete der Präsident der Polizeidirektion 
Oldenburg, Johann Kühme, die gestrige Abschlussveranstaltung zur 
Internetkampagne "INTERNET erfahren statt Gefahren" im Alten Landtag.
Er begrüßte dazu 140 Gäste aus Politik und Wirtschaft, private 
Interessierte sowie Mitglieder der kommunalen Präventionsräte und der
Polizei im Nordwesten.

"Es ist besonders wichtig, die Entwicklung der digitalen Welt stets 
im Blick zu haben und durch derartige Kooperationen die Stärkung der 
Medienkompetenz anzugehen", so Kühme weiter.

Den Worten des Präsidenten schloss sich der Vorsitzende des 
Präventionsrates Oldenburg (PRO), Eckhard Wache, an.

"Die Kampagne hat gezeigt, dass über die Entstehung von Netzwerken 
hinaus konkrete Kooperationen eingegangen werden müssen, von denen 
wir alle profitieren. Das große Interesse an den Inhalten dieser 
Kampagne verdeutlicht, dass weitere Kooperationen folgen müssen." 

Ziel der Kampagne war es, Erwachsenen - insbesondere Eltern und 
Pädagogen - Medienkompetenz zu vermitteln, die verschiedenen Facetten
der Internetnutzung vorzustellen und ihnen Hilfestellung bei der 
aktiven und gezielten Medienerziehung anzubieten. In vier Quartalen 
widmeten sich der Präventionsrat Oldenburg, der nordwestliche Verbund
der Kommunalen Präventionsräte und die Polizeidirektion Oldenburg den
Themen soziale Netzwerke, Handy und Internet sowie Computerspiele 
inkl. Spielsucht.

Melanie Blinzler, Vorstandsmitglied des Landespräventionsrates 
Niedersachsen, bedankte sich bei ihren Vorrednern für deren 
Engagement und hob insbesondere die herausragende Arbeit des 
Verbundes der Präventionsräte im Nordwesten hervor. Die Erwartungen 
an die Kampagne seien durch den Einsatz, das Engagement und die 
Umsetzung aller Beteiligten weit übertroffen worden, so Blinzler.

Der Moderator des Abends, Moritz Becker (Verein smiley e.V. zur 
Förderung von Medienkompetenz) nutzte die Abschlussveranstaltung um 
gemeinsam mit Expertinnen oder Experten die vier Quartale Revue 
passieren zu lassen. 

Gemeinsam mit Gundel Döhner (Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte
Oldenburg), Sebastian Nitsch (Polizeiinspektion Delmenhorst/ 
Oldenburg-Land/ Wesermarsch), Jan Krienke (Medienpädagoge und Prüfer 
der USK) und Kerstin Koletschka (Wildwasser Oldenburg e.V.) sprach 
Becker über Erfahrungen und Möglichkeiten. 

Diskutieren, Reden, Hinterfragen, realistisch und couragiert sein: 
dies seien Eigenschaften, mit denen wir den Gefahren des Internets 
begegnen können, so Becker.

Zwischen den Gesprächen sorgte die Jugendgruppe des Staatstheaters 
Oldenburg unter der Leitung von Theaterpädagogin Hanna Puka für 
unterhaltsame Übergänge.

Für die Initiatoren war die Kampagne ein voller Erfolg:

An über 100 Veranstaltungen nahmen im gesamten Nordwesten rund 4000 
Interessierte teil. Alleine in Oldenburg suchten über 1000 Erwachsene
36 Veranstaltungen auf. Gerade W-Lan Partys oder die angebotenen 
Facebookabende, bei denen die Teilnehmer aktiv gefordert waren, 
führten bei dem ein oder anderen zu einem positiven "Aha-Erlebnis"!


Hintergrundinformationen:

Während sich Kinder und Jugendliche mittlerweile eine ganz eigene 
Welt im Cyberspace geschaffen haben, tappen Erwachsene und Eltern in 
dieser medialen Umgebung oftmals im Dunkeln.

Medienkompetenz ist zur Schlüsselkompetenz geworden. Sie ist für 
Kinder und Jugendliche angesichts des technologischen Fortschritts so
selbstverständlich wie Lesen, Schreiben und Rechnen.

Die Begriffe "Facebook, twittern, mailen, simsen, LAN-Partys, 
Cyberbulling" sind mittlerweile feste Bestandteile des jugendlichen 
Sprachgebrauches, für Erwachsene hingegen klingen sie häufig wie 
Fremdwörter.

Polizei und Präventionsräte beobachten diese Entwicklung bereits seit
den Anfängen und begegnen dem Phänomen permanent mit verschiedensten 
Präventionsmaßnahmen und Veranstaltungen.

Anlässlich des Deutschen Präventionstags 2011 in Oldenburg entstand 
im Nordwesten ein Verbund der kommunalen Präventionsräte, die sich 
und ihre Projekte gemeinsam mit der Polizeidirektion Oldenburg unter 
dem Motto "Eine Region macht Prävention" dem Publikum präsentieren. 

Aus diesem Verbund entwickelte sich die Idee einer Kampagne, die sich
einem gemeinsamen Schwerpunktthema widmet. 

Nach interner Abstimmung entschied sich der Verbund für das Thema 
Medienkompetenz mit der Zielgruppe Erwachsene, das auch im Konsens 
mit dem Ziel der Stärkung der Medienkompetenz der niedersächsischen 
Landesregierung steht. 

Die Polizeidirektion Oldenburg, der Präventionsrat Oldenburg (PRO), 
der Präventionsrat Emden und weitere Präventionsräte aus dem 
Nordwesten, haben diese Entwicklung zum Anlass genommen, um im Jahr 
2013 die Internetkampagne "INTERNET erfahren statt Gefahren" ins 
Leben zu rufen. 

Die einjährige Kampagne widmete sich quartalsweise vier 
unterschiedlichen Themen.

Im Fokus standen:

-	1. Quartal (Februar bis April 2013) "soziale Netzwerke", 
-	2. Quartal (Mai bis Juli 2013) "Handy und Internet",
-	3. Quartal (August bis Oktober 2013) "Computerspiele inkl. 
Spielsucht"

sowie im 4. Quartal (November bis Januar 2014) der Bereich 
"Cybermobbing" im Netz.

Der Startschuss für den Auftakt der einjährigen Kampagne fiel am 
Safer Internet Day, an dem seit 2004 auf Initiative der Europäischen 
Kommission weltweit Veranstaltungen und Aktionen zum Thema 
"Sicherheit im Netz" im Mittelpunkt stehen.

 

Rückfragen bitte an:

Janina Schäfer
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Polizeidirektion Oldenburg
Theodor-Tantzen-Platz 8
26122 Oldenburg
Tel.: 0441/799-1042
E-Mail: pressestelle@pd-ol.polizei.niedersachsen.de
Homepage: www.polizei-oldenburg.de


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