Polizeipräsidium Oberhausen

POL-OB: Das Polizeipräsidium Oberhausen veröffentlicht die Verkehrsunfallentwicklung 2013

POL-OB: Das Polizeipräsidium Oberhausen veröffentlicht die Verkehrsunfallentwicklung 2013
Leiter der Direktion Verkehr, Jürgen Fix

Ein Dokument

Oberhausen (ots) - Am Montag (17.02.) präsentierte Polizeipräsidentin Kerstin Wittmeier die Verkehrsunfallentwicklung 2013 der Öffentlichkeit.

Die Entwicklung in Schlagzeilen:

Zahl der Verunglückten auf dem niedrigsten Stand seit 10 Jahren Das Risiko zu verunglücken ist so gering wie seit 10 Jahren nicht mehr Oberhausen gehört mit zu den sichersten Städten in NRW

Nach 2011 auch in 2013 kein Todesopfer auf den städtischen Straßen Geschwindigkeit entscheidet über Leben und Tod Raser im Stadtgebiet bleiben weiter im Fokus der Polizei

Mehr verletzte Kinder Richtige Sicherung verhindert schwere Verletzungen Schulwegunfälle rückläufig

Günstige Entwicklung bei Radfahrern und Kradfahrern Etwa 10 % weniger verunglückte Radfahrer und 30 % weniger Kradfahrer Sicherheit von Kindern ein Schwerpunkt polizeilicher Präventionsarbeit

Zahl der verunglückten jungen Erwachsenen leicht ansteigend Weniger Senioren verunglückt

Weniger "Alkoholunfälle" - niedrigster Stand seit 10 Jahren Entdeckungsrisiko bei Verkehrsunfallfluchten gestiegen - Etwa 70 % aller Unfallfluchten mit Verletzten werden geklärt

Text:

"Die Zahl der Verunglückten ist auf dem niedrigsten Stand seit 10 Jahren. Nach 2011 gibt es auch in 2013 kein Todesopfer auf Oberhausener Straßen zu beklagen. Das Risiko, bei einem Verkehrsunfall beteiligt zu sein, ist so gering wie seit 10 Jahren nicht mehr. Oberhausen gehört somit zu den sichersten Städten in NRW. Das ist auch auf die Arbeit der Polizei zurück zu führen. Erfreulich ist zudem, dass sich die Verkehrsteilnehmer offensichtlich mehr an Geschwindigkeitsbeschränkungen halten. So zusammengefasst brachte Polizeipräsidentin Kerstin Wittmeier die Jahresentwicklung auf den Punkt.

"Neben der Arbeit der Polizei kann jeder einen Beitrag dazu leisten, die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr zu verbessern. Fahren Sie immer mit angemessener Geschwindigkeit und vermeiden Sie so Verkehrsunfälle mit schweren Folgen! Seien Sie Vorbild auch für die schwächsten Teilnehmer - die Kinder!", richtete die Präsidentin den Appell an die Bürgerinnen und Bürger.

Die Entwicklung in den einzelnen Bereichen

Zahl der Verunglückten auf dem niedrigsten Stand seit 10 Jahren Das Risiko zu verunglücken ist so gering wie seit 10 Jahren nicht mehr Oberhausen gehört mit zu den sichersten Städten in NRW

Wesentliches Ziel der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit ist die Reduzierung der Zahl der Verkehrsunfälle mit verletzten oder getöteten Menschen. So verunglückten auf Oberhausener Straßen im letzten Jahr 685 Personen, 28 weniger (- 3,9%) als noch im Vorjahr (2012: 713). Dies ist der niedrigste Stand seit 10 Jahren. Im Jahr 2003 gab es mit 822 verunglückten Personen den höchsten Stand in diesem Zeitraum. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit verletzten oder getöteten Personen sank um 4,6% von 591 auf 564.

Das Risiko einer Unfallbeteiligung wird mit den Unfall- bzw. Verunglücktenhäufigkeitszahlen ermittelt, bei denen die absoluten Zahlen auf jeweils 100.000 Einwohner bezogen werden. In der Stadt verunglückten im Jahr 2013 bezogen auf 100.000 Einwohner 321 Verkehrsteilnehmer. Das Risiko zu verunglücken ist so gering wie seit 10 Jahren nicht mehr. Oberhausen gehört somit zu den sichersten Städten in NRW.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle stieg von 7.252 auf 7.421 (+ 169 oder +2,2%). Fehler beim Abbiegen und Wenden sind mit einem Anteil von etwa 45% die häufigste Hauptunfallursache. Bei etwa jedem 5. Unfall waren Vorfahrtsverstöße und Missachtungen des Vorranges ausschlaggebend.

Nach 2011 auch in 2013 kein Todesopfer auf den städtischen Straßen Geschwindigkeit entscheidet über Leben und Tod Raser im Stadtgebiet bleiben weiter im Fokus der Polizei

Wie bereits in 2011 gab es im letzten Jahr erneut kein Todesopfer auf den städtischen Straßen. (2012: 2) Auch die Zahl der Unfälle, bei denen die Geschwindigkeit eine Rolle spielte, ging von 101 auf 82 deutlich zurück (-23,20%). "Auch wenn dies der niedrigste Stand seit etlichen Jahren ist, werden Raser weiter im Fokus der Polizei bleiben", betonte der Leiter der Direktion Verkehr, Jürgen Fix. "Die gefahrene Geschwindigkeit entscheidet über Leben und Tod. Überhöhte Geschwindigkeit ist der Killer Nr. 1. Jeder Tote ist einer zu viel. Unsere Strategie aus mehr Geschwindigkeitskontrollen und mehr Transparenz werden wir auch weiter verfolgen", so Fix weiter. Die Polizei verfolgt mit ihrem Vorgehen ein klares Ziel: Nicht mehr Sanktionen, sondern weniger Opfer im Straßenverkehr bedeuten Erfolg. Die Messstellen wurden und werden auch zukünftig im voraus angekündigt. Es konnte belegt werden, dass dadurch langsamer gefahren wird und das generelle Geschwindigkeitsniveau im Umfeld der Kontrollstelle sinkt.

Bei den Hauptunfallursachen spielt die Geschwindigkeit in etwa 8% der Unfälle eine Rolle. "Jeder Kilometer pro Stunde zählt: Bereits zwei km/h weniger können bereits zu einem Rückgang der Unfälle mit Verletzten und Toten um 15% führen", erklärte Jürgen Fix.

"Jeder Fahrer, der sich nicht an die Geschwindigkeit hält, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch Dritte: andere Autofahrer und Insassen, Fußgänger oder Radfahrer", so die Polizeipräsidentin Kerstin Wittmeier weiter. Regelmäßige und flächendeckende Geschwindigkeitskontrollen, aber auch die Präventionsarbeit (z.B. im Rahmen von Crash Kurs) sind dabei wesentliche Elemente der polizeilichen Arbeit.

Weitere Informationen zu der Strategie "Brems dich - rette Leben" sowie zum Projekt "Crash Kurs" finden Sie im Verkehrsbericht 2013, der im Internet auf folgender Internetseite eingestellt ist: http://www.polizei.nrw.de/oberhausen

Mehr verletzte Kinder Richtige Sicherung verhindert schwere Verletzungen Schulwegunfälle rückläufig

Nach dem deutlichen Rückgang der Zahl der verletzten Kinder von 2011 auf 2012 (von 89 auf 68) ist für das letzte Jahr nun ein Anstieg zu verzeichnen. In 2013 verunglückten 78 Kinder und damit 10 mehr als 2012.

28 Kinder (2012: 21) verletzten sich bei passiver Teilnahme im Straßenverkehr. Hierzu gehören insbesondere Kinder, die als Mitfahrer im Auto verunglücken. Auch wenn die Zahl der verletzten Kinder hier angestiegen ist - eine richtige und kindgerechte Sicherung verursacht bei einem Unfall evt. eine leichte Prellung, hilft aber schwerwiegende Verletzungen zu vermeiden.

"Auch bei der Sicherheit von Rad fahrenden Kindern sehen wir noch einen großen Handlungsbedarf", führte Polizeioberrat Jürgen Fix weiter aus. Zwar ging die Zahl der verunglückten Kinder, die mit einem Rad unterwegs waren, von 24 auf 19 zurück (- 20,8%). Bei Kontrollen stellen Polizeibeamte allerdings immer wieder fest, dass Kinder oder Jugendliche mit mangelhaften Rädern unterwegs sind. Defekte Bremsen und Beleuchtungen werden häufig beanstandet. Außerdem werden Regeln nicht beachtet, die dazu dienen, Unfälle zu vermeiden. Dazu gehört insbesondere das Fahren auf Gehwegen oder das Benutzen der Radwege entgegen der Fahrtrichtung. Hier sind auch die Erwachsenen aufgefordert, mit gutem Beispiel voran zu gehen.

Im Jahr 2013 ging die Anzahl der Schulwegunfälle erneut, nämlich um 2 von 7 auf 5, zurück. Noch im Jahr 2011 wurden 14 Schulwegunfälle registriert.

Günstige Entwicklung bei Radfahrer und Kradfahrer Etwa 10 % weniger verunglückte Radfahrer und 30 % weniger verunglückte Kradfahrer Sicherheit von Kindern - ein Schwerpunkt polizeilicher Präventionsarbeit

Von 2011 auf 2012 hatte es bei den Rad- und Kradfahrern noch einen Anstieg der Verunglückten gegeben. Im letzten Jahr sank die Zahl der verunglückten Radfahrer um etwa 10% (2012:132 /2013:119) bzw. bei den Kradfahrern um etwa 30% (2012:37 / 2013:26 Kradfahrer). Bei den motorisierten Zweiradfahrern (z.B. Mofafahrer) ging die Zahl der Verunglückten ebenfalls deutlich um -15,40% von 91 auf 77 zurück. Dies bedeutet den niedrigsten Stand seit etlichen Jahren.

19 verunglückte Rad fahrende Kinder bedeuten nicht nur einen Rückgang gegenüber 2012 (24) von über 20% Prozent. Dies bedeutet auch den niedrigsten Stand seit vielen Jahren.

Ein Schwerpunkt der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit setzt bereits im Kindergarten an und wird in der Grundschule fortgesetzt. Richtiges Verhalten im Straßenverkehr, Fußgängertraining und eine Radfahrausbildung sind hier wesentliche Kernbereiche.

Einzelheiten zur zielgruppenorientierten Verkehrssicherheitsarbeit des Polizeipräsidiums Oberhausen finden Sie im Verkehrsbericht 2013, der im Internet auf folgender Internetseite eingestellt ist: http://www.polizei.nrw.de/oberhausen

Zahl der verunglückten jungen Erwachsenen leicht ansteigend Weniger Senioren verunglückt

Während bei den verunglückten jungen Erwachsenen (18-24 Jahren) ein Anstieg um 3,60% von 111 auf 115 zu verzeichnen ist, sank die Zahl der verunglückten Senioren (ab 65 Jahren) von 85 auf 82 (-3,50%). Auch wenn die Geschwindigkeitsunfälle von jungen Erwachsenen um 50% zurück gegangen sind (von 48 auf 24), die Altersklasse bleibt eine wichtige Zielgruppe in der polizeilichen Präventionsarbeit.

Weniger "Alkoholunfälle" - niedrigster Stand seit 10 Jahren Entdeckungsrisiko bei Verkehrsunfallfluchten gestiegen - Etwa 70 % aller Unfallfluchten mit Verletzten werden geklärt

Die Anzahl der für das Polizeipräsidium Oberhausen registrierten Verkehrsunfälle mit mindestens einem unter Alkoholeinfluss stehenden Beteiligten geht in 2013 gegenüber 2012 von 83 auf 78 zurück. Das ist der niedrigste Stand seit 10 Jahren. Im Jahre 2003 ereigneten sich noch 138 Unfälle unter Alkoholeinfluss.

Die Zahl der angezeigten Verkehrsunfallfluchten stieg im Jahr 2013 um 93 (+6,90%) von 1.356 auf 1.449. Dabei konnte das Entdeckungsrisiko, als Unfallflüchtiger ermittelt zu werden, erhöht werden. So wurden 41,10 % aller Unfallfluchten geklärt (+1,2%). Bei den Unfallfluchten mit verletzten oder getöteten Personen konnte die Aufklärungsquote um +1,0% auf fast 70% gesteigert werden. (2012: 68,20 % / 2013: 69,20 %)

Anmerkung: Weitere Fragen zur Verkehrsunfallentwicklung können an die Pressestelle unter der Tel. 0208/826-2222 gerichtet werden.

Anlagen: -1- Verkehrsbericht 2013 -1- Foto von Polizeipräsidentin Kerstin Wittmeier -1- Foto vom Leiter der Direktion Verkehr, Jürgen Fix

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Oberhausen
Pressestelle
Andreas Wilming-Weber
Telefon: 0208 / 826 2224
E-Mail: pressestelle.oberhausen@polizei.nrw.de
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