Polizeipräsidium Oberhausen

POL-OB: Achtung - Taschendiebe unterwegs So gehen Taschendiebe vor - So schützen sie sich

Vorsicht Taschendiebe

Oberhausen (ots) - Am Donnerstag (13.02.) meldeten sich mehrere Bürgerinnen bei der Polizei, die Opfer von Taschendieben geworden waren. Tatorte waren Geschäfte an der Concordiastraße sowie auf der Rolandstraße. Betroffen in den vier Fällen waren Seniorinnen aus Oberhausen, denen die Geldbörse aus der Handtasche entwendet wurde. Bei zwei Taten liegt eine Beschreibung von Tatverdächtigen vor: 1. Zwei junge Frauen, etwa 20 Jahre alt, ca. 165 cm groß, schlanke Statur, eine hatte blonde schulterlange Haare.

2. weiblich, etwa 22 Jahre alt, ca. 145 cm groß, südländisches Aussehen, schlanke Statur, schulterlange gelockte dunkle Haare, bekleidet mit einer dunklen Jacke, einer Jeans und einer Strickmütze.

Hinweise erbittet die Polizei Oberhausen unter Tel. 826-0.

Die Polizei bittet die Bürgerinnen und Bürger besonders auf ihre Wertsachen zu achten und verdächtige Beobachtungen sofort über 110 zu melden.

Die Tricks der Taschendiebe:

Zumeist gehen Taschendiebe in Teams von mehreren Tätern arbeitsteilig vor. Das Repertoire der Taschendiebe ist äußert umfangreich, es werden immer wieder neue Finessen bekannt.

Hier einige Beispiele:

Der Rempel-Trick: Das Opfer wird im Gedränge angerempelt oder "in die Zange" genommen. Der Komplize bleibt plötzlich stehen. Während das Opfer auf den Komplizen aufläuft und dadurch abgelenkt wird, entwendet der "Zieher" die Wertsachen der ahnungslosen Opfer. Bevorzugte Tatorte sind die öffentlichen Verkehrsmittel im Nah- und Fernverkehr. Auch Rolltreppen, Drehtüren, Fahrstühle oder andere Ein- und Ausgangsbereiche zählen zu den gefährdeten Bereichen.

Der Drängel-Trick: In stark frequentierten Bussen oder Bahnen rückt der Taschendieb unangenehm dicht an das Opfer heran. Der Dieb drängelt so lange bis das Opfer ärgerlich seinen Rücken zuwendet und sich die mitgeführte Hand- oder Umhängetasche "griffbereit" darbietet.

Der Beschmutzer-Trick: Insbesondere nach Geldabhebungen wird die Oberbekleidung vom Opfer unbemerkt mit einer Flüssigkeit wie Senf oder Ketchup beschmutzt. Der Täter und seine Komplizen zeigen sich "hilfsbereit". Beim wortreichen Reinigungsversuch verschwindet das zuvor abgehobene Geld.

Der Bettel-Trick: Dieser Trick wird vorwiegend von Kindern angewendet. Dabei wird dem Opfer ein Pappschild mit der Bitte um eine Spende vorgehalten. Während das Opfer bereitwillig nach Kleingeld im Münzfach der Geldbörse sucht, zieht der Täter abgedeckt durch das Pappschild die Banknoten aus dem Scheinfach. Auch der Griff in die offene Handtasche ist denkbar.

Der Stadtplan-Trick: Der Taschendieb spricht sein potentielles Opfer an, zeigt sich ortsunkundig und fragt unter Vorhaltung eines Stadtplans nach dem Weg. Während das Opfer die Karte in die Hand nimmt und sich orientiert öffnet der Taschendieb unbemerkt die Hand- oder Bauchtasche.

Der Geldwechsel-Trick: Der Taschendieb bittet das Opfer eine bestimmte Münze zu wechseln. Sobald das Opfer nach dem passenden Geldstück im Münzfach sucht, lenkt der Taschendieb das Opfer ab, indem er sein Geldstück in das Münzfach wirft. Beim wortreichen Gespräch wechseln die Banknoten ihren Besitzer.

Der Hochhebe-Trick: In einer Gaststätte oder Bar behauptet der Taschendieb das Gewicht des Opfers genau schätzen zu können. Während der Taschendieb sein Opfer umklammert und es hochhebt, entwendet der Komplize die Geldbörse. Leichtes Spiel haben die Täter bei alkoholisierten Personen.

Der Restaurant-Trick: In einem Restaurant oder Gaststätte setzt sich der Taschendieb an den Nebentisch des Opfers. Während das Opfer seine Speisen einnimmt, entwendet der Taschendieb Wertsachen aus der über der Stuhllehne abgehängten Jacke.

Der Supermarkt-Trick: Im Supermarkt fragen Fremde das Opfer nach einer bestimmten Ware. Während es danach sucht, wird die Tasche am Einkaufswagen ausgeräumt.

Der Blumen-Trick: Der Blumen oder auch Nelkenverkäufer-Trick findet überwiegend in Tourismusgebieten Anwendung. Dem Opfer wird eine Blume angesteckt. Auf drängen der Täter holt das Opfer seine Geldbörse hervor. Der Täter zeigt auf verschiedene Geldstücke im Münzfach. Während das Opfer nach den Münzen schaut, verschwinden abgedeckt durch einen Gegenstand die Geldscheine aus dem Portemonnaie.

Der Taschenträger-Trick: Taschendiebe spähen Personen z.B. vor Warenhäusern oder auf Bahnhöfen aus. Ein Täter zeigt sich hilfsbereit und bietet seine Hilfe an, indem er die Reisetasche in den Zug trägt. Während der Taschenträger voraus eilt oder im Einstiegsbereich eines Zuges einen künstlichen Stau provoziert, stielt der Mittäter die mitgeführten Wertgegenstände aus der Umhänge- oder Handtasche des Opfers.

So schützen sie sich vor Taschendieben:

Nehmen Sie nur soviel Bargeld mit, wie Sie benötigen. Bewahren Sie niemals ECKarte und persönliche Pin-Nummer zusammen auf! Führen Sie Geld, Papiere, Kreditkarten und andere Wertsachen dicht am Körper. Benutzen Sie dazu verschlossene Innentaschen! Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körperinnenseite oder klemmen Sie sich diese unter dem Arm! Lassen Sie ihr Gepäck und sonstige Wertgegenstände nie unbeaufsichtigt, und legen Sie Handtaschen oder Jacken mit Geldbörsen achtsam beiseite! Seien Sie misstrauisch, wenn Sie angerempelt werden, ihre Kleidung scheinbar unbeabsichtigt beschmutzt wird!

Speziell beim Einkauf oder Restaurants Lassen Sie ihre Handtasche bei einem Einkauf nicht im Warenkorb liegen. Die Handtasche möglichst körpernah tragen! Hängen Sie Hand- oder Umhängetaschen in einem Restaurant nicht an Stuhllehnen. Achten Sie bei der Anprobe von Bekleidungsgegenständen auf ihre Sachen und legen Sie diese nie achtlos ab! Gewähren Sie keine Einblicke in ihre Brieftasche, z.B. beim Bezahlen an einer Kasse! Tragen Sie Rucksäcke im Gedränge vorne. Keinesfalls gehören Geldbörsen oder Wertsachen wie Mobilfunktelefone in Außentaschen!

Rückfragen bitte an:

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