Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1860) Neue Spuren im Prostituiertenmordfall Gabriela Nagorni aus dem Jahr 1992 hier: Bildveröffentlichung

Phantombild

    Nürnberg (ots) - Im Fall der getöteten Prostituierten Gabriela Nagorni im Jahre 1992 hat die Mordkommission der Nürnberger Kriminalpolizei eine neue Spur. Die 23-Jährige war am 11. Juli 1992 kurz nach 18.00 Uhr in ihrem Zwei-Zimmer-Appartement in der Forsthofstraße im Nürnberger Stadtteil Bleiweiß durch mehrere Messerstiche getötet worden.

    Die tödlich verletzte Frau hatte sich über einen Hintereingang des Anwesens noch auf den angrenzenden Gehweg geschleppt, war dort zusammengebrochen und verstorben. Anwohner, die die Frau liegen sahen, verständigten umgehend über Notruf die Polizei. Trotz einer sofort eingeleiteten Großfahndung und umfangreicher Ermittlungen gelang es bislang nicht, den letzten Besucher der Frau und damit höchstwahrscheinlich ihren Mörder zu ermitteln. Dieser hatte unmittelbar nach dem Tatgeschehen das Haus über den Vordereingang verlassen.

    Nachdem die zuständige Mordkommission der Kriminalpolizei Nürnberg auch nach mehr als 14 Jahren diesen Fall noch nicht zu den Akten gelegt hat, ist man jetzt auf eine Zeugin gestoßen, die sich noch sehr gut an den Tattag erinnern konnte. Mit ihrer Aussage lieferte sie den Ermittlern jetzt eine detaillierte Beschreibung des Flüchtenden, so dass ein entsprechendes Phantombild angefertigt werden konnte. Dieser Mann war auch von anderen Zeugen dabei beobachtet worden, wie er ruhigen Schrittes die Tatwohnung über den Vordereingang verließ und zunächst in Richtung Grenzstraße ging. An der Ecke Wilhelm-Spaeth-Straße/Holzgartenstraße fiel der Mann erneut einem Zeugen auf. Von dort begann er dann, in die Wilhelm-Spaeth-Straße zu rennen und weiter in Richtung Platz der Opfer des Faschismus. In diesem zeitlichen Zusammenhang machte ein weiterer Zeuge die Beobachtung, dass ein schwarzer Renault 5 im Tatortbereich mit hoher Geschwindigkeit fuhr und an der Ecke Hagenstraße/Wodanstraße beinahe einen Passanten erfasste. Der Renault wurde von einem Mann gesteuert, der ein weißes Oberteil trug. Dabei könnte es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den Flüchtenden gehandelt haben.

    Ob der Flüchtende auch ein Freier des Opfers gewesen ist, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden.

    Mit neuen Analysemethoden gelang es jetzt auch, eine aussagekräftige DNA des letzten Besuchers der Getöteten zu erstellen. Bei der Tatwaffe könnte es sich um ein beidseitig geschliffenes Messer ähnlich einem sog. "Wurfmesser" gehandelt haben.

    Beschreibung:

    Ca. 25 bis 30 Jahre alt, etwa 180 - 190 cm groß, kräftiger Oberkörper mit breiten Schultern, schulterlange dunkle Haare, Oberlippenbart, trug Jeans und ein weißes T-Shirt mit Blutanhaftungen im Brustbereich, insgesamt gepflegter Eindruck.

    Im Zusammenhang mit der neuen Spur hat die Mordkommmission folgende Fragen:

    - Wer kennt eine Person aus dem Jahr 1992, die dem jetzt gefertigten Phantombild damals ähnlich gesehen hat? Eventuell hatte die Person auch einen Bezug in den Stadtteil Bleiweiß bzw. in die Wilhelm-Spaeth-Straße. - Wer kann Hinweise zu dem abgebildeten schwarzen Renault 5 geben? - Wem ist damals eine Person mit blutigem weißen T-Shirt aufgefallen? - Wer kann Hinweise auf eine Person geben, die 1992 dem Phantombild ähnlich gesehen hat und die im Besitz eines solchen "Wurfmessers" gewesen ist?

    Sachdienliche Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst in Nürnberg, Telefonnummer 0911/2112-3333, entgegen. Zur Aufklärung der Tat hatte das Landeskriminalamt eine Belohnung in Höhe von 2500 Euro ausgelobt, die von privater Seite auf 5000 Euro erhöht wurde. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Peter Schnellinger


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