Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1089) Gemeinsame Pressekonferenz der Polizei und der Staatsanwaltschaft Ansbach - Familiendrama in Großenried

    Ansbach (ots) - Am Donnerstag, 03.07.2006, fanden Polizeibeamte 5 tote Personen in einem Anwesen in Großenried. Ein 37-jähriger Familienvater hatte seine Ehefrau, seine beiden Kinder, seine Mutter und anschließend sich selbst mit einem Messer getötet.

    Die Getöteten weisen eine unterschiedliche Anzahl von Schnitt- und Stichverletzungen auf. Zur Tat wurden 2 Fleischmesser mit einer Klingenlänge von 11 cm und 15 cm verwendet.

    Aufgrund der bisher ausgewerteten Spurenlage am Tatort und ersten Erkenntnissen aus der Obduktion steht die Täterschaft des 37-jährigen Familienvaters fest. Die Tat geschah in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Der genaue Tatablauf ist noch nicht bis in alle Einzelheiten geklärt; möglicherweise kann er auch nie mehr exakt ermittelt werden. Schlüssig ist, dass die gleichaltrige Ehefrau das erste Opfer im Schlafzimmer war. Anschließend wurden die beiden Kinder in ihren Kinderzimmern getötet, bevor der Täter seine Mutter im Erdgeschoss erstochen hat. Danach tötete er sich im Bad selbst. Die Mutter und der Sohn wiesen an den Händen Schnittverletzungen auf, die von der Rechtsmedizin als  Abwehrspuren eingestuft werden. Eine chemisch-toxikologische Untersuchung soll klären, ob körperfremde Substanzen den Opfern vorher beigebracht wurden, was aber aufgrund der Spurenlage als eher unwahrscheinlich erscheint.

    Die genauen Gründe, die den Familienvater zu dieser schrecklichen Tat veranlassten, können nicht abschließend ermittelt werden. Er war von Mai bis Juli diesen Jahres freiwillig in ambulanter psychischer Behandlung. Anzeichen für eine Selbst- bzw. Gemeingefährlichkeit lagen nach Auskunft der behandelnden Ärzte nicht vor. Polizeilich ist der 37-Jährige ein unbeschriebenes Blatt.

    Bei der detaillierten Spurensicherung wurde ein Zettel gefunden, auf den der Verfasser draufgeschrieben hat, dass er nicht mehr kann. Bei dem Verfasser dürfte es sich wohl um den Ehemann handeln. Der Sinn des kurzen Schreibens ist nicht mehr nachvollziehbar.


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