Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (86) Unsicheres "Wireless-LAN" kann zur Kostenfalle werden

Nürnberg (ots) - Leichtfertiger Umgang mit kabellosen Netzwerken kann für Internetnutzer zur Kostenfalle werden. Ein aktuelles Beispiel ist deshalb für die Nürnberger Kriminalpolizei Anlass, auf die Gefahren des "Wireless LAN" hinzuweisen. Ein Nürnberger Bürger erhielt von seinem Telefonanbieter eine Rechnung über mehrere Hundert Euro. Angeblich hätte er über 30.000 Minuten im Internet gesurft. Da der Mann aber nur sehr selten das Internet nutzt und zu den angegebenen Zeiten nicht anwesend war, erstattete er Anzeige. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen führten zu einer unbeteiligten Frau, die in ihrer Wohnung ein kabelloses Netzwerk, ein sog. "Wireless LAN", eingerichtet hatte. Über diesen Zugang wählte sich ein Unbekannter mit den Daten des Anzeigeerstatters ein. Wie er an diese Daten gelangte, ist nicht bekannt. Wie sich herausstellte, war das Netzwerk nicht optimal eingerichtet worden. Es wurden die Werkseinstellungen des Herstellers verwendet, was die "Arbeit" von sog. "Wardrivern" erleichtert. Da die Funksignale der Funkübertragung nicht an den Wohnungswänden enden, nutzen diese Personen die Reichweite der kabellosen Übertragung vom Empfänger zum PC/Laptop aus und wählen sich mit zuvor ausspionierten Daten von völlig unbeteiligten Personen in das Internet ein. Anschließend surfen sie auf deren Kosten im World Wide Web. Nachfolgende Ratschläge sollen deshalb die Anwendung eines "Wireless-LAN" sicherer machen: 1. Bewahren Sie Ihre Zugangsdaten ins Internet sicher auf, so dass sie für Unbefugte nicht einsehbar sind. 2. Ändern Sie die Werkseinstellungen des "Routers" und geben Sie Ihre persönlichen Kennwörter ein. 3. Nutzen Sie unbedingt die eingebaute Firewall Ihres Routers. 4. Schalten Sie nach dem Surfen nicht nur den PC, sondern auch den Router aus. So vermeiden Sie die Manipulation des Gerätes. Weitere Tipps und Hinweise sind aus der Bedienungsanleitung Ihres Routers ersichtlich. Außerdem können Sie sich zusätzliche Sicherheitsinformationen auf der Seite des Bundesamtes für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unter www.bsi.bund.de/literat/doc/wlan/wlan.pdf abrufen. ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=6013 Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Mittelfranken Pressestelle Telefon: 0911/211-2011/-2012 Fax: 0911/211-2010 http://www.polizei.bayern.de/ppmfr/welcome.htm Original-Content von: Polizeipräsidium Mittelfranken, übermittelt durch news aktuell

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