Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1288) Raub aus Antiquitätengeschäft geklärt

    Nürnberg (ots) - Der Raub aus dem Antiquitätengeschäft in der Oberen Wörthstraße in Nürnberg vom 29.08.2005 (OTS-Nr. 1269 vom 29.08.2005) konnte sehr schnell geklärt werden. Unter dringendem Tatverdacht wurde am 31.08.2005 ein 18-jähriger Berufsloser aus Nürnberg festgenommen. Dieser hat zwischenzeitlich beim Fachkommissariat auf Grund der drückenden Beweislage ein Geständnis abgelegt.

    Auf die Spur des Räubers kamen die Ermittler, weil dieser am 31.08.2005 beim Amtsgericht in Nürnberg eine Gerichtsverhandlung besuchte. Dort unterzogen ihn die Justizwachmeister beim Betreten des Gerichtssaals einer routinemäßigen Taschenkontrolle. In einem mitgeführten Rucksack fanden sie rund drei Dutzend Schmuckstücke und verständigten daraufhin eine Streife der Polizeiinspektion Nürnberg-West. Als der 18-Jährige zur Herkunft der Schmuckstücke sehr widersprüchliche Angaben machte, schaltete die Streife das Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei ein. Dort stellten die Ermittler fest, dass der 18-Jährige der Spurenverursacher am Tatort gewesen ist. Zudem stammte ein Teil der aus dem Rucksack gesicherten Schmuckstücke aus dem Raubüberfall aus dem Antiquitätengeschäft.

    Wie berichtet, hatte der Räuber gegen 10.30 Uhr das Geschäft betreten und zunächst Kaufinteresse für Ringe gezeigt. Er ließ sich von der allein im Geschäft anwesenden Seniorchefin Ringe, die in einer Schatulle in der Auslage lagen, zeigen. Plötzlich sprühte er unvermittelt der Frau, wie sich jetzt herausstellte mit Pfefferspray (so genanntes Hundeabwehrspray), direkt ins Auge, nahm die gesamte Ringschatulle und flüchtete aus dem Laden. Zeugen aus einem Nachbargeschäft, die die Hilferufe der Frau gehört hatten, verfolgten den Räuber. In der Mühlgasse warf dieser die Ringschatulle mit einem Teil der Ringe weg. Das Opfer musste wegen der erlittenen Augenverletzung einen Tag in der Klinik verbringen.

    Ursprünglich hatte die Schmuckbeute einen Wert von mehreren Tausend Euro. Einen kleinen Teil dieser Beute hat der Tatverdächtige bereits an einen Juwelier weiter verkauft, der diese schon eingeschmolzen hat.

    Der 18-Jährige ist bereits wiederholt wegen Eigentumsdelikten angezeigt und auch verurteilt worden. Er wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter überstellt. Die Kriminalpolizei prüft nun, ob der Tatverdächtige für weitere Eigentumsdelikte in Frage kommen könnte.


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