Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1041) Internationale Kfz-Verschiebung aufgedeckt

    Nürnberg (ots) - Seit Ende letzten Jahres ermittelte die Arbeitsgruppe "TIGRIS" der Nürnberger Kriminalpolizei in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg gegen 26 Beschuldigte, die unter dringendem Tatverdacht stehen, hochwertige Fahrzeuge betrügerisch erlangt und ins Ausland verschoben zu haben. Dabei entstand ein Schaden im Wert von ca. 600.000,-- Euro.

    Drei 21, 44 und 46jährige Tatverdächtige organisierten in 26 Fällen den Erwerb und Transport von Fahrzeugen ins Ausland. In einem Nürnberger Innenstadtcafé warben sie ausreisewillige Asylbewerber an, die dann zusammen mit dem 44jährigen Hauptbeschuldigten bei verschiedenen Autohäusern im Bundesgebiet - in Bayern sind Händler in Nürnberg, Fürth, Schwabach, Ingolstadt und Wangen im Allgäu geschädigt - vorsprachen. Der 44jährige fungierte hierbei als Dolmetscher. Mit gefälschten Verdienstbescheinigungen schloss man anschließend Leasing- bzw. Kreditverträge ab.

    Die Anzahlungen für die Verträge leisteten die 21, 44 und 46jährigen Haupttatverdächtigen, die falschen Verdienstbescheinigungen stellte ein 36jähriger Mitarbeiter eines Steuerbüros in Fürth aus.

    Hochwertige Fahrzeuge der Marke BMW gelangten auf diese Art und Weise in den Besitz der 3 Männer. Über Österreich wurden die teuren Autos dann in den Nahen Osten verbracht und dort verkauft. Lediglich 2 Pkw konnten bisher sichergestellt und an die geschädigten Autohäuser zurückgegeben werden.

    Bei den 3 teilgeständigen Hauptbeschuldigten handelt es sich um irakische Staatsbürger, gegen die vom Ermittlungsrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl erlassen wurde. Ebenso wurde gegen zwei 48- und 56jährige Asylbewerber Haftbefehl erlassen. Gegen weitere 6 Tatverdächtige erging ebenfalls Haftbefehl; sie sind allerdings noch flüchtig. Ein Ermittlungsverfahren wegen bandenmäßigen Betruges wurde eingeleitet.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken

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