Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (520) Kripo Ansbach hob internationalen Drogenring aus - 7 Tatverdächtige in Haft - Ein Kilogramm hochwertiges Heroin sichergestellt

    Ansbach / Neustadt/Aisch (ots) - Nach kräfteintensiven Ermittlungen konnten die Rauschgiftfahnder der Kripo Ansbach ein umfangreiches Verfahren gegen einen international agierenden Drogenring an die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth abgeben. Die Sicherstellung von etwa einem Kilogramm Heroin sowie die Festnahme von sieben hochkarätigen Rauschgifthändlern ist die Bilanz der Nachforschungen im Milieu.

    Auslöser der Ermittlungen war der Rauschgifttod eines 29-jährigen Mannes, der am 20.02.05 leblos in einem Pkw in Emskirchen aufgefunden wurde (wir berichteten). Im privaten Umfeld des ersten Drogentoten in Westmittelfranken in diesem Jahr stießen die Beamten auf einen schwunghaften Handel mit harten Drogen.

    Anfang März konnten die Fahnder bei einer Kurierfahrt erstmals zugreifen. Auf einem Tankstellengelände in Neustadt/Aisch gelang mittelfränkischen Spezialeinheiten weit nach Mitternacht die Festnahme dreier aus dem Kaukasus stammender Männer im Alter von 28, 37 und 44 Jahren. In ihrem Pkw wurden auf mehrere Portionen aufgeteilt knapp 500 Gramm Heroin sichergestellt, welches kurz zuvor aus Osteuropa eingeführt worden war. Noch am frühen Morgen kam es in der Kreisstadt zu einer weiteren Festnahme eines 44-jährigen Ortsansässigen. Bei ihm handelt es sich - so das Ergebnis der polizeilichen Ermittlungen - um einen in der Region federführenden Drogenhändler. In seiner Wohnung bzw. im Keller wurde ebenfalls Heroin und Marihuana aufgefunden.

    Bei Folgemaßnahmen in anderen Bundesländern konnten mittlerweile drei weitere Männer im Alter von 33, 38 und 43 Jahren durch Spezialkräfte dingfest gemacht und Rauschgift sichergestellt werden. So kam es zu Festnahmeaktionen in Fulda/Hessen, Bersenbrück/Niedersachsen und Dessau/Sachsen-Anhalt. Auch hier waren Sondereinheiten eingesetzt. In einem Kellerabteil konnten weitere 300 g Heroin in einem Versteck aufgefunden werden.

    Neben der Sicherstellung der Drogen gelang es den Ermittlern, über 3.000 Euro und 1.500 Dollar abzuschöpfen. Das Geld stammt aus den Rauschgiftgeschäften. Die Fahnder bekamen zudem heraus, dass Gewinne aus dem Drogenhandel sofort in den Kauf unauffälliger Gebrauchtwagen investiert wurden. Die Fahrzeuge wurden umgehend in osteuropäische Länder wie Litauen und Kasachstan ausgeführt.

    Gegen alle Beteiligten wurden Haftbefehle erlassen. Einer der drei in der Tankstelle festgenommenen Männer wurde bereits wegen Drogenhandels per Haftbefehl gesucht. Er muss noch eine langjährige Haftstrafe verbüßen. Der Tatverdächtige hatte nach seiner Abschiebung in seinem osteuropäischen Heimatland unter noch nicht näher geklärten Umständen rechtmäßig neue Personaldokumente erhalten und konnte so mehrfach unbehelligt nach Deutschland einreisen. Seine tatsächliche Identität brachten erkennungsdienstliche Maßnahmen an den Tag.

    Das laut Gutachten der Rechtsmedizin Erlangen hochwertige Rauschgift war hauptsächlich für den Verkauf in Nordbayern bestimmt. Es hätte für rund 5.000 Verbrauchsportionen ausgereicht. Mittlerweile wurden durch das Rauschgiftkommissariat der Ansbacher Kripo 27 weitere Zwischenhändler ermittelt, die vorwiegend aus Mittelfranken stammen.


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