Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: Pressemeldung BLKA: (1579) Falschgeldverbreiter in Gredinger Disco festgenommen

    Schwabach (ots) - Greding, Landkreis Roth/München: Der Aufmerksamkeit zweier Bedienungen einer Gredinger Diskothek ist es zu verdanken, dass am vergangenen Wochenende 77 falsche 50-Euro- Noten sichergestellt und zwei Täter festgenommen werden konnten.

    In der Nacht von Samstag, 11.12.04, auf Sonntag, 12.12.04, fiel einer Bedienung einer Diskothek in Greding auf, dass ein männlicher Gast (55) bereits zwei Mal ein einzelnes Getränk mit einer 50-Euro-Note bezahlt hatte. Als er ein drittes Mal mit einem 50er bezahlen wollte, lehnte sie dies ab, worauf er das Getränk mit vorher erhaltenem Wechselgeld bezahlte. Misstrauisch geworden überprüfte die Bedienung nun die Geldscheine, die sie von ihm erhalten hatte und stellte fest, dass es sich offensichtlich um falsche Banknoten handelte. Sie verständigte den Sicherheitsdienst der Disco, der sich bis zum Eintreffen der Hilpoltsteiner Polizei um den Verdächtigen und seinen 45-jährigen Begleiter, beides polnische Staatsangehörige, kümmerte.

    Die beiden Falschgeldverbreiter wurden anschließend an Beamte des für die Verfolgung von Falschgeldkriminalität zuständigen Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) übergeben.

    In der Geldbörse des 55-jährigen Haupttäters fanden sich weitere 59 falsche "Fünfziger". Er und sein Begleiter hatten allerdings auch 900 Euro echtes Wechselgeld einstecken, das vermutlich durch die vorherige Verausgabung der falschen Noten als "Gewinn" erzielt worden sein dürfte. In der Kasse der Diskothek fanden sich später 15 weitere Falschgeldnoten der selben Art.

    Bei einer ersten Vernehmung durch die LKA-Beamten räumten die beiden Polen den Tatvorwurf der Falschgeldverbreitung ein und gaben auch zu, das Falschgeld extra in Polen beschafft zu haben. Insgesamt hatte der 55-Jährige eine Falschgeldsumme von 4.000 Euro in Polen mit dem Ziel angekauft, es in Deutschland "an den Mann zu bringen". Vor dem Diskothekenbesuch hatte er seinem 45-jährigen Bekannten zehn Noten mit der Maßgabe überlassen, er könne sich davon Getränke kaufen, müsse aber das Wechselgeld an ihn zurückgeben. Von den insgesamt 80 Scheinen konnten bisher 77 sichergestellt werden. Das Falschgeld ist von durchschnittlicher Qualität und durchaus geeignet, im normalen Zahlungsverkehr nicht erkannt zu werden.

    Gegen den 55-jährigen Haupttäter erließ der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürnberg Haftbefehl, der 45-Jährige kam wieder auf freien Fuß.


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