Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1704) Schüler in Untersuchungshaft geschickt

    Erlangen (ots) - Mit der Einlieferung in die Jugendhaftanstalt Laufen-Lebenau endete gestern für einen 15-jährigen Schüler aus Erlangen vorläufig die Bedrohung eines Klassenkameraden und seiner Lehrerin.

    Der 15-jährige Schüler war im Zuge anderweitiger Ermittlungen von einem Klassenkameraden beschuldigt worden, mit ihm zusammen in den vergangenen Wochen ca. 100 g Haschisch erworben und anschließend in Teilmengen wieder verkauft zu haben. Nachdem er die Festnahme seines Kumpels in der Schule mitbekommen hatte, drohte der 15-Jährige schließlich damit, seinen Mitschüler "platt" machen zu wollen. Weiterhin hat er gegenüber einer Referendarin geäußert, seine Lehrerin umzubringen. Nachdem er diese Drohung einer weiteren Lehrkraft gegenüber nochmals wiederholt hatte und anschließend unentschuldigt dem Unterricht fernblieb, wurde am Dienstagvormittag die Kripo Erlangen von dem Vorfall verständigt. Der schnellen und richtigen Reaktion der Schulleitung sowie deren uneingeschränkte Unterstützung trugen dazu bei, die Situation schnellstmöglich wieder zu bereinigen.

    Die sofortigen Recherchen der Kripo ergaben, dass der 15-Jährige bereits im letzten Jahr einmal geäußert hatte, sehr leicht an scharfe Waffen zu kommen. Er hatte damals in der Schule auch eine Soft-Air- Pistole dabei. Diese Schule hat er nach diesem Vorfall sowie einer Körperverletzung an einem Mitschüler verlassen. Seine Mutter ist im Besitz mehrerer Lang- und Kurzwaffen, für die sie auch eine gültige Waffenbesitzkarte hat. Auf Grund der jetzigen konkreten Gefährdungslage des Mitschülers sowie der Lehrerin wurden beide am Dienstag von der Polizei aufgesucht und bis zur Festnahme des Schülers geschützt. Der 15-Jährige konnte zu Hause, unter Mitwirkung des Spezialeinsatzkommandos Nordbayern, ohne Gegenwehr festgenommen werden. Die Durchsuchung des Wohnanwesen ergab, dass die Waffen nach wie vor im Tresor der Mutter verwahrt waren. Ein unmittelbarer Zugriff war für den 15-Jährigen offensichtlich nicht möglich. Für die Waffen war im gesamten Anwesen keinerlei Munition vorhanden. Die Waffen wurden sichergestellt. Es handelt sich hierbei um 3 Jagdgewehre, 2 Vorderladerrevolver sowie mehrere Dekorations- und Gas-/Alarmpistolen.

    Der Schüler gab bei der Kripo an, die Bedrohung seiner Lehrerin nicht ernst gemeint zu haben. Seinem Kumpel wollte er jedoch durchaus einen Denkzettel verpassen. Nachdem der zuständige Staatsanwalt vom Sachverhalt informiert worden war, beantragte er den Erlass eines Haftbefehls gegen den 15-Jährigen. Diesem Antrag hat nun gestern der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Erlangen statt gegeben.

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