Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (458) Verkehrsunfallstatistik 2002 des Polizeipräsidiums Mittelfranken - Auszüge (Vorjahreszahlen in Klammern)

    Nürnberg (ots) - Die Verkehrsunfallstatistik 2002 für Mittelfranken verzeichnet bei einem erneut gestiegenen Kfz-Bestand einen Rückgang bei der Zahl der Verkehrsunfälle. Die Anzahl der bei den Verkehrsunfällen verletzten Personen ist ebenfalls gesunken. Die Zahl der Verkehrstoten ist gegenüber dem Vorjahr allerdings gestiegen.

    Grundsätzliches Nicht angepasste Geschwindigkeit ist nach wie vor eine der Hauptunfallursachen. Etwa ein Drittel aller Verkehrsunfälle (bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren sogar die Hälfte aller Verkehrsunfälle) geht auf Raserei zurück.

    Die Polizei wird deshalb die Geschwindigkeitskontrollen erheblich verstärken. Ziel wird es sein, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit und auf allen Streckenabschnitten jederzeit mit Kontrollen gerechnet werden muss. Es werden deshalb vermehrt Handlasergeräte angeschafft und zum Einsatz kommen. Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinwirkung birgt erhebliche Risiken und ist deshalb ein weiterer Schwerpunkt bei der Verkehrsüberwachung. 158 Verkehrstote in Mittelfranken im Jahr 2002 bedeuten 158 Mal ein dahinter stehendes unendliches menschliches Leid. Die Polizei will alles tun, um diese Zahl zu senken. Nicht angepasste Geschwindigkeit, nicht angelegter Gurt, Alkohol, Drogen und Handy, all dies hat bei verantwortungsbewusstem Verhalten im Straßenverkehr nichts zu suchen.

Mittelfranken

    Die Verkehrsunfälle in Mittelfranken reduzierten sich auf 47.408 (49.275). Dies entspricht einem Rückgang von 3,78 Prozent. Dabei wurden insgesamt 11.601 (11.871) Personen verletzt. 158 (124) Verkehrsteilnehmer wurden getötet. Dies bedeutet eine Steigerung der Verkehrstoten um 27,41 Prozent. 39 der 158 Verkehrstoten kamen auf Autobahnen ums Leben. Im Vergleich zum Vorjahr starben dort 16 Menschen mehr an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Statistisch ereignete sich damit in Mittelfranken alle 11 Minuten ein Verkehrsunfall, wurde alle 45 Minuten ein Verkehrsteilnehmer verletzt und alle 55 Stunden ein Verkehrsteilnehmer getötet. Im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mittelfranken wurden 1.024 (993) Alkoholunfälle, 29 (33) Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss, 7.108 (7.248) Verkehrsunfälle mit Flucht, 1.562 (1.576) Radfahrerunfälle und 1.261 (1.307) Verkehrsunfälle mit motorisierten Zweiradfahrern registriert. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern (0 - 13 Jahre) nahm im Vergleich zum Vorjahr von 451 auf 444 nochmals ab. An diesen Verkehrsunfällen waren insgesamt 469 Kinder beteiligt. Die Zahl der getöteten Kinder stieg von 2 auf 6. Die Schulwegunfälle stiegen von 97 auf 104. Im vergangenen Jahr kam kein Schüler in Mittelfranken bei einem Schulwegunfall ums Leben. Bei der Gruppe der jungen Erwachsenen (18 - 24 Jahre) reduzierte sich die Anzahl der unfallbeteiligten Personen am Gesamtunfallaufkommen um 376 auf 6688. Obwohl diese Altersgruppe nur einen Anteil von 7,77 Prozent an der Gesamtbevölkerung hat, ist sie mit 17,55 Prozent am Unfallgeschehen beteiligt.

Nürnberg

    Im Schutzbereich Nürnberg sanken die Verkehrsunfälle um 5,03 Prozent auf 14.291 (15.049). Die Unfalltoten stiegen von 7 auf 14. Insgesamt wurden in Nürnberg 3.219 Personen (3.132) verletzt.

Hinweis: Der komplette Jahresbericht steht zum Download im Internet unter der Adresse


              www.polizei.bayern.de/ppmfr/statist/index.htm

    zur Verfügung.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken

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