Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: 363) Großeinsatz wegen Suche nach angeblichem Fahrer

    Nürnberg (ots) - Heute Morgen, 13.03.2003 gegen 05.00 Uhr, kam es in Nürnberg, A 73, an der Ausfahrt Zollhaus, zum Zusammenstoß zwischen einem Sattelzug (40-Tonner) und einem Pkw Peugeot. Der Fahrer des Sattelzuges, ein 47-jähriger Grieche, war an der Ausfahrt Zollhaus nach links in die Schwanstetter Straße abgebogen und hatte dem die Münchener Straße stadtauswärts fahrenden Pkw Peugeot die Vorfahrtsberechtigung genommen. Durch den Zusammenprall überschlug sich der Peugeot und blieb nach ca. 50 Meter auf dem Dach liegen. Die fünf Insassen (zwei Frauen und drei Männer) konnten sich aus dem Unfallwrack selbst befreien.

    Nach Eintreffen der Polizei teilten die fünf zunächst mit, dass das Fahrzeug ursprünglich von einer sechsten Person, die sie nicht näher kannten und die sie nach einem Diskothekenbesuch aus der Innenstadt mitgenommen hatte, gesteuert worden war. Diese sechste Person hätte sich von der Unfallstelle entfernt. Da zu diesem Zeitpunkt nicht auszuschließen war, dass der vermeintliche Fahrzeugführer verletzt bzw. im Schockzustand herumirren würde, forderten die Einsatzkräfte zur Suche einen Polizeihubschrauber und zur Ausleuchtung des Geländes eine Lichtgiraffe der Berufsfeuerwehr Nürnberg an. Von den fünf Insassen aus dem Unfallwrack erlitten drei Personen leichte Verletzungen und mussten vom Rettungsdienst ambulant behandelt werden. Eine Frau verblieb zur stationären Behandlung in einer Nürnberger Klinik.

    Bei den weiteren Ermittlungen stellten die Beamten der Verkehrspolizei schließlich fest, dass es die ominöse sechste Person nicht gegeben hatte. Fahrerin des Peugeot war eine 19-jährige Frau. Gegen 07.15 Uhr konnte deshalb die Absuche nach dem vermeintlichen Fahrer eingestellt werden.

    Bei dem Verkehrsunfall wurde der Peugeot total beschädigt. Der Gesamtsachschaden beträgt ca. 10.000 Euro. Die Polizei prüft nun, ob gegen die Insassen des Peugeot im Alter zwischen 19 und 38 Jahren ein Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat eingeleitet werden kann und ob der Rettungseinsatz in Rechnung gestellt wird.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Mittelfranken

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