Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (861) Nächtliches Pegnitzbad erfordert umfangreichen Rettungs- einsatz

        Nürnberg (ots) - Gestern Nacht, 16.05.2002, gegen 23.30 Uhr,
teilten mehrere  Passanten und Anwohner aus der Sebalder Altstadt
der Nürnberger  Polizeieinsatzzentrale mit, dass sie aus der dunklen
und schlecht  einsehbaren Pegnitz zwischen dem Cinecitta und der
Heubrücke  Hilferufe eines im Wasser befindlichen Mannes gehört
hätten.  Polizeibeamte, die zusammen mit mehreren Passanten die  
Wasseroberfläche ableuchteten und absuchten, sichteten tatsächlich  
einen unbekleideten Mann, der kurz vor dem Stauwehr an der Heubrücke
im Wasser trieb. Da die Uferfläche dort durch eine mehrere
meterhohe  Mauer und angrenzende Häuser verbaut ist, konnte er
zunächst nur mit  einem zugeworfenen Seil durch die Polizei ans Ufer
gezogen und damit  gesichert werden. Die Berufsfeuerwehr Nürnberg
barg ihn anschließend  mit Leitern. Es handelt sich bei ihm um einen
39-jährigen Nürnberger.

  Noch aus dem Wasser heraus hatte der 39-Jährige den Rettungskräften  
zugerufen, dass er zusammen mit einer Bekannten in die Pegnitz  
gestiegen sei und diese nun nicht mehr sehen und hören würde. So  
musste die Pegnitz weiter abgesucht werden, bis die Frau, eine 45-
jährige Nürnbergerin, ca. 50 Meter entfernt entdeckt wurde. Ihre  
Rettung gestaltete sich aber weitaus schwieriger, da sie sich an  
einem Bereich des Ufers festhielt, der direkt mit Wohnhäusern beim  
Wespennest verbaut ist. Bevor die Feuerwehr zwei Schlauchboote zum  
gegenüber liegenden Ufer der Insel Schütt zu Wasser lassen konnte,  
begab sich ein risikobereiter Passant (29) in das 12 Grad kalte  
Wasser der Pegnitz und schwamm zu der Frau, die sich erschöpft am  
Ufer festhielt. Beide wurden dann von der Schlauchbootbesatzung der  
Feuerwehr aufgenommen und wieder sicher ans Ufer gebracht, wo  
bereits der Rettungswagen zur Erstversorgung wartete.

  Wie sich herausstellte, stand die 45-Jährige, die nur leicht  
bekleidet war, stark untere Alkoholeinwirkung.

  Die beiden nächtlichen Schwimmer sorgten durch ihr unüberlegtes Bad  
für den Einsatz von insgesamt fünf Feuerwehrfahrzeugen, drei  
Polizeistreifen, zwei Krankenwagen und einem Notarzt. Beide wurden  
nach einer kurzen ärztlichen Betreuung mit warmen Decken versorgt  
und nach der polizeilichen Befragung anschließend nach Hause  
gebracht. Zudem wurden sie wegen unerlaubten Badens in der Pegnitz  
angezeigt.



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