Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (535) Lkw-Fahrer zeigte sich selber an

        Erlangen (ots) - Mit einer Selbstanzeige bei der Erlanger
Verkehrspolizei wollte am Samstag, 23.03.2002, ein Lkw-Fahrer
erreichen, dass er seine nötige Tagesruhepause einbringen konnte.
Der 31-jährige Kraftfahrer hatte von seinem Arbeitgeber einen
Fahrtauftrag erhalten, der eine Nonstop-Fahrt von über 3.000 km
innerhalb von 2 Tagen erfordert hätte. Unter günstigsten Bedingungen
wären unter Einhaltung der gesetzlich festgelegten Mindestruhezeiten
und Maximalfahrleistungen jedoch nur 1.600 km möglich gewesen. Um die
eklatanten Verstöße  zu vertuschen hätte der Kraftfahrer, auf
Anweisung seines Arbeitgebers hin,  einen "Geisterkollegen" erfinden
sollen, der dann angeblich die restliche Fahrtstrecke bewältigt
hätte. Der sichtlich erschöpfte Mann erzählte den Beamten, dass er
unter diesen Bedingungen die gesamte Woche gearbeitet hätte und nun
"einfach nicht mehr könne". Dem Lkw-Fahrer konnte geholfen werden:
Die Polizei ordnete eine mindestens 8-stündige Pause an. Um die
Spedition wird sich das Bundesamt für den Güterverkehr kümmern, denn
diese Praktiken sind bereits bekannt, können jedoch leider nur
selten stichhaltig nachgewiesen werden.



ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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