Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (388) Verkehrsunfallstatistik Mittelfranken 2013 - Auszüge (Vorjahreszahlen in Klammern)

Mittelfranken (ots) - Die Zahl der Verkehrsunfälle in Mittelfranken ist 2013 leicht (2,86 %) auf nunmehr 49.093 (47.730) gestiegen. Allerdings sank die Zahl der Unfälle mit Personenschaden auf 6.987 (7.011).

Bedauerlicherweise wurden bei Verkehrsunfällen auf mittelfränkischen Straßen 77 (73) Personen getötet. Dies bedeutet nach dem historischen Tiefstand 2012 eine Steigerung um 5,48 %. Bei Unfällen außerorts kamen dabei 56 Personen und innerorts 21 Personen ums Leben.

Die Anzahl der Alkoholunfälle hat sich auf 549 (575) reduziert. Leider wurden dabei 6 (5) Personen getötet. Die Verletztenzahlen sanken auf 289 (303).

Es wurden 56 (29) Unfälle unter dem Einfluss von Drogen / Medikamenten registriert. Dies bedeutet eine Steigerung von 93,10 %. Im Jahr 2013 wurden bei Unfällen unter Drogen-/ Medikamenteneinfluss 25 (9) Personen verletzt und eine (0) Person getötet.

Die Unfallursache "überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit" steht in der Mittelfrankenstatistik nach

- Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, - ungenügender Sicherheitsabstand und - Vorfahrtsverletzung, nach wie vor an 4. Stelle. Bei den schweren Unfällen mit Getöteten und Schwerverletzten liegt sie allerdings an erster Stelle. Die Anzahl der Geschwindigkeitsunfälle stieg erneut, auf nunmehr 3.177 (3.044). Dabei kamen 15 (25) Personen ums Leben und es wurden 1.544 (1.361) Personen verletzt. Das Polizeipräsidium Mittelfranken wird deshalb auch in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk auf die Verkehrsüberwachung und Verkehrsaufklärung legen.

Der Anteil der Altersgruppe "Junge Erwachsene" (18 bis 24 Jahre) am Gesamtunfallgeschehen (ohne Kleinunfälle) beträgt 24,03 %, obwohl der Bevölkerungsanteil nur bei 8 % liegt. Die jungen Erwachsenen sind deshalb die am stärksten gefährdete Altersgruppe. Von den 4.683 Verkehrsunfällen mit Beteiligung von jungen Erwachsenen haben 2.666 (56,93%) Unfälle die jungen Erwachsenen (als Hauptunfallverursacher) selbst verursacht. Im Jahr 2013 kamen 10 (15) junge Erwachsene ums Leben. Es wurden 1.428 (1.445) junge Erwachsene verletzt.

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung der Radfahrer sank auf 1.701 (1.833). Zu 46,97 % verursachten die Radfahrer die Unfälle selbst. Es kamen 8 (7) Menschen bei Fahrradunfällen zu Tode. Besonders im innerstädtischen Bereich ignorieren Radfahrer häufig Verkehrszeichen und Verkehrsregeln. Durch das Nichtbeachten von roten Ampeln, Fahren auf Gehwegen und in Fußgängerzonen gefährden sie sich und andere Verkehrsteilnehmer.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich 751 (749) Unfälle mit Kradfahrern. Allerdings wurden dabei 19 (8) Kradbenutzer getötet und 668 (672) Personen verletzt.

Die Lkw-Unfälle sanken minimal auf 2.643 ( 2.648). Hierbei wurden 3 (4) Lkw-Insassen getötet und 216 (206) verletzt.

Bei 3.527 (3.380) Verkehrsunfällen waren Senioren ab 65 Jahre beteiligt, dabei wurden 18 (16) getötet und 868 (785) verletzt. Die Senioren, deren Anteil an der Gesamtbevölkerung 20 % im Regierungsbezirk Mittelfranken beträgt, sind nur mit 11,41 % als Hauptunfallverursacher am Gesamtunfallgeschehen (ohne Kleinunfälle) beteiligt. Allerdings mit gravierenden Folgen - 1/4 der Getöteten waren Senioren.

Die Verkehrssicherheitsaktion "Bayern mobil - sicher ans Ziel" des Bayerischen Staatsministeriums des Innern für Bau und Verkehr sieht eine weitere Reduzierung der Unfallzahlen und eine Senkung der Verkehrstoten bis zum Jahr 2020 vor. Neben verstärkter Öffentlichkeitsarbeit und präventiven Maßnahmen wie der Verkehrsaufklärung an Schulen und bei Senioren, wird die mittelfränkische Polizei auch weiterhin eine konsequente Verkehrsüberwachung durchführen.

Die komplette Verkehrsunfallstatistik Mittelfranken 2013 steht im Internet unter

http://www.polizei.bayern.de/mittelfranken

zur Verfügung.

Elke Schönwald/gh

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