Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (270) Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth
Polizeipräsidium Mittelfranken: Raubmord an Anneliese Morchutt (85) -DNA-Reihenuntersuchung in Nürnberg

Mittelfranken (ots) - Rund 1000 Männer, größtenteils aus dem Raum Nürnberg, im Alter zwischen 20 und 40 Jahren sind aufgerufen, im Zeitraum zwischen Samstag, 22.02.2014, und Dienstag, 25.02.2014, eine DNA-Speichelprobe abzugeben. Die Entnahme erfolgt in den Räumlichkeiten einer Kirchengemeinde in der Schillingstraße im Stadtteil Steinbühl.

Hintergrund der Maßnahme ist der Raubmord an der 85-jährigen Anneliese Morchutt, die in der Nacht von Samstag (22.06.2013) auf Sonntag (23.06.2013) von unbekannten Tätern in ihrer Wohnung in der Elsässer Straße überfallen und getötet wurde (Meldungen Nr. 1076, 1077, 1084, 1085, 1102, 1129 und 1412 aus 2013, Nr. 216 und 233 aus 2014).

Die zur Aufklärung dieses Verbrechens eigens bei der Nürnberger Kriminalpolizei gegründete "Sonderkommission Elsass" hat im Rahmen ihrer akribischen Ermittlungen auch das seinerzeit am Tatort gesicherte Beweismaterial mit kriminaltechnischen Methoden durch das Institut für Rechtsmedizin in Erlangen untersuchen lassen. Dabei konnten bislang zwei unterschiedliche, tatrelevante männliche DNA-Spuren nachgewiesen werden. Daher können nunmehr im Rahmen der Reihenuntersuchung gewonnene Vergleichsproben mit der gesicherten DNA abgeglichen werden.

Sowohl die aktuellen Ermittlungen, in die auch die Operative Fallanalyse des Polizeipräsidiums München zur Erstellung eines Täterprofils eingebunden war, als auch zwei Fahndungsaufrufe mit Auslobung und ein Filmbeitrag in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" erbrachten bislang keine Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führten.

Daher beschloss das Amtsgericht Nürnberg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth die Durchführung einer DNA-Reihenuntersuchung. Rund 1000 Männer erhalten in den nächsten Tagen eine schriftliche Einladung der "Sonderkommission Elsass" mit der Bitte, an der Aufklärung mitzuwirken.

Betroffen sind Männer im Alter zwischen 20 und 40 Jahren, die in einem bestimmten Zeitraum einen Bezug zur näheren Umgebung des Tatortes hatten. Sei es, dass sie dort wohnhaft sind oder waren bzw. sich aufgrund festgestellter Kommunikationsdaten dort aufgehalten hatten.

Die Abgabe der Speichelprobe ist freiwillig. Die Ergebnisse dürfen nur zur Aufklärung der Tat in der Elsässer Straße verwendet werden. Die DNA-Proben werden auch nicht zur Identifizierung in anderen Ermittlungsverfahren gespeichert.

Für Presseauskünfte zu weiteren Hintergründen und Modalitäten der Reihenuntersuchung steht für Fragen zu rechtlichen Voraussetzungen und Inhalt des richterlichen Beschlusses die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth (Tel. 0911 321 2780) und für Fragen zum Ablauf der Reihenuntersuchung die Pressestelle des Polizeipräsidiums Mittelfranken (Tel. 0911 2112 1030) zur Verfügung.

Das Hinweistelefon der "SOKO Elsass" ist weiterhin unter der Rufnummer 0800 7766320 erreichbar.

Robert Sandmann/n

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