Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1338) Handys im Wert von über einer Million DM sichergestellt

      Nürnberg (ots) - Das Fachkommissariat für Sonderformen der
Eigentumskriminalität der Nürnberger Kriminalpolizei konnte
jetzt einen Fall klären, bei dem aus einem Speditionsgelände am
Nürnberger Hafen in der Nacht vom 04.07.2001 auf 05.07.2001
insgesamt 2.600 Handys im Wert von über einer Million DM
gestohlen worden waren.

    Sechs Tatverdächtige im Alter zwischen 25 und 37 Jahren wurden festgenommen. Gegen die drei Haupttäter hat der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürnberg auf Antrag der Staatsanwaltschaft zwischenzeitlich Haftbefehl erlassen.

    Die Handylieferung sollte ursprünglich über Nürnberg per Lkw nach Österreich transportiert werden. Deshalb hatte man bei der Nürnberger Firma zunächst eine Fehllieferung angenommen. Als sich diese Annahme als falsch erwies, erstatteten die Verantwortlichen Anzeige bei der Nürnberger Kriminalpolizei. Im Zuge der sofort durchgeführten Ermittlungen stießen die Fahnder bei ihren Überprüfungen in der Region schließlich auf einen Händler, dem ein Teil der gestohlenen Handys angeboten werden sollte. Der Abgleich der Individualnummern im Sachfahndungssystem der Polizei erwies sich als Treffer. Bei den weiteren Ermittlungen stießen die Fahnder schließlich auf einen 34-jährigen Algerier und einen 25-jährigen Türken. Bei diesen beiden konnten 50 der gestohlenen Handys sichergestellt werden. Die Folgeermittlungen führten zur Festnahme von weiteren drei Tatverdächtigen. Sie stammen aus Nürnberg und der Region. Unter diesen Festgenommenen befand sich auch ein Haupttatverdächtiger, ein 33-jähriger Kroate. Dieser war bei der geschädigten Spedition als Fahrer angestellt und hatte den Handytransport «umgeleitet».

    Am vergangenen Samstag, 14.07.2001, konnte schließlich eine Garage im Nürnberger Westen ausfindig gemacht werden. Dort stießen die Fahnder auf einen 33-jährigen Kroaten, der beim Eintreffen der Beamten gerade im Begriff war, einen Teil der Handys in den Kofferraum eines Alfa Romeos mit Zagreber Kennzeichen zu verladen. Dazu hatte er eigens die Styroporummantelungen herausgenommen, damit die Ladung handlicher wird. Wie sich herausstellte, sollten die Handys noch am gleichen Tag nach Zagreb/Jugoslawien gebracht werden.

    In dieser Garage konnte schließlich nahezu die gesamte Diebesbeute sichergestellt werden. Zum Abtransport stellte die geschädigte Firma eigens den Kriminalbeamten mehrere Mitarbeiter und einen Lkw mit Wechselbrücke zur Verfügung.

    Die Ermittlungen gegen die sechs Tatverdächtigen wegen des dringenden Tatverdachts des Bandendiebstahls und der Hehlerei dauern an. Zwei für den Transport der Handys benutzte Fahrzeuge wurden beschlagnahmt. Wie sich herausstellte, hätte die geschädigte Firma den Schaden selbst tragen müssen.

    Der Nürnberger Kriminalpolizei gelang mit der Fallaufklärung bereits der vierte Erfolg bei der Klärung von Speditionsdiebstählen dieser Größenordnung in den zurückliegenden Monaten.

    Die Nürnberger Polizei weist in diesem Zusammenhang nochmals eindringlich darauf hin, dubiose Angebote, wie in diesem Fall aufgezeigt, kritisch zu prüfen. Denn: «Die vermeintlich günstigsten Angebote können oftmals sehr teuer werden».

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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