Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1689) "Autobahngold" - Warnhinweis und Tipps der Polizei

Feucht (ots) - Aufmerksame Verkehrsteilnehmer teilten gestern (19.09.2013) der Verkehrspolizeiinspektion in Feucht hilfsbedürftige Personen mit, welche Schmuck im Tausch für Geld anboten. Aus gegebenem Anlass möchte die Polizei Hinweise zum so genannten "Autobahngold" oder "Trompetengold" geben.

Gegen 17:30 Uhr befand sich die fünfköpfige Personengruppe im Alter zwischen 25 und 45 Jahren auf der Zufahrt (Anschlussstelle Allersberg/Pendlerparkplatz) zur BAB 9. Sie gaben sich als hilfsbedürftig aus und boten für die Hilfeleistung der Verkehrsteilnehmer Schmuck an. Glücklicherweise verständigten die aufmerksamen Zeugen die Polizei und ließen sich nicht auf den Tausch ein. Nach ersten Feststellungen handelte es sich bei dem angebotenen Schmuck um wertlose Messingringe.

Die Methoden der zumeist nicht deutschen "Bettelgruppen" sind gar vielfältig. So werden Autopannen vorgetäuscht oder aus dem fließenden Verkehr zeigen Pkw-Insassen ein Schild mit der Aufschrift "Hilfe". In vielen Fällen wird der Verkehrsteilnehmer gestenreich dazu aufgefordert, anzuhalten. Oft sehen sich die Helfer dazu genötigt, aufgrund der geschilderten Sachverhalte, auf die Tauschgeschäfte einzugehen. Erst später merken sie, dass sie auf geschickte "Betrüger" hereingefallen sind. Anstatt eines Ausgleichs für ihr geleistetes Bargeld, erhalten sie minderwertigen Schmuck.

In vorangegangenen Fällen stellte die Verkehrspolizei Feucht sogar Punziereisen sicher. Mit diesen wurden die wertlosen Blechringe geprägt, so dass für den arglosen Helfer der Anschein entsteht, dass es sich um ein wertvolles Schmuckstück handelt, was einem Verstoß nach dem Feingehaltsgesetz entspricht.

Des Weiteren können bei solch einem Feilbieten von Schmuckstücken weitere Straftatbestände in Betracht kommen, unter anderem Betrug, Nötigung und unter Umständen auch der gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr.

In solchen Fällen rät die Polizei:

· Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und verständigen Sie, auch über Notruf, Ihre Polizei.

· Gehen Sie nicht auf die angebotenen Tauschoptionen ein.

Sollten Sie selbst Opfer geworden sein, dann wenden Sie sich an Ihre nächstgelegene Polizeidienststelle.

Simone Wiesenberg/n

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