Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (581) "Enkeltrickbetrüger" aktiv - Warnhinweise

Nürnberg (ots) - Am vergangenen Wochenende (30.03. - 01.04.2012) wurden im Großraum Nürnberg rund ein Dutzend sog. "Enkeltricks" gemeldet. Anlass für die Polizei, vor der Masche dieser Gauner zu warnen.

Im Stadtgebiet Nürnberg sowie in Lauf/Pegnitz (Lkr. Nürnberger Land) traten die bisher noch unbekannten Täter auf. Dabei erbeuteten sie Bargeldbeträge in Höhe von insgesamt rund 10.000 Euro.

Die Vorgehensweise in Lauf/Pegnitz entsprach auch den Vorfällen im Stadtgebiet Nürnberg:

Ein älteres Ehepaar erhielt am Nachmittag den Anruf seines angeblichen Sohnes aus Kasachstan. Der Anrufer schilderte eine Notlage (in diesem Fall eine dringend durchzuführende Operation nach einem Unfall) und bat das Paar, einen größeren Geldbetrag an einen Boten zu übergeben.

Wenig später kam tatsächlich ein unbekannter Mann und holte mehrere Tausend Euro ab. Erst später bemerkten die Senioren, dass sie betrogen worden waren.

Auffallend in allen Fällen ist, dass die Anrufer stets russisch sprechende Senioren kontaktiert hatten und das Gespräch ebenfalls in russisch geführt wurde.

Die Kriminalpolizei gibt deshalb nachfolgende Ratschläge, um nicht Opfer dieser perfiden Methoden zu werden:

1.	Bei Anrufen angeblicher Verwandter ("Enkel", "Sohn" etc.) in 
finanzieller Notlage unter deren bekannter - nicht vom Anrufer 
genannter - Telefon- oder Handynummer zurückrufen.
2.	Nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei 
Familienangehörigen Rücksprache halten.
3.	Bei nicht zu klärendem Sachverhalt sofort die Polizei (Notruf 110)
informieren und weiteres Vorgehen absprechen.
4.	Keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen 
preisgeben.
5.	Fremden, die als "Vertrauensperson" angeblicher Verwandter kommen,
niemals Bargeld aushändigen. 

Sollten Sie trotz aller Vorsicht Opfer solcher Gauner geworden sein, rufen Sie sofort die Polizei an und zögern Sie nicht, Anzeige zu erstatten.

Wer Hinweise zum geschilderten Fall geben kann, wendet sich bitte an den Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer (0911) 2112 - 3333.

Bert Rauenbusch/nn

Rückfragen bitte an:

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