Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (58) Explosion in der Gaststätte Klösterle war vorsätzlich herbeigeführt - Zeugenaufruf

Nürnberg (ots) - Am Mittwoch, dem 04.01.2012 kam es in den frühen Morgenstunden im Nürnberger Stadtteil Pillenreuth zu einer Explosion, bei der die Gaststätte "Zum Klösterle" und angrenzende Gebäude zerstört bzw. stark beschädigt wurden (siehe Meldung 26 vom 04.01.2012). Nach dem nun vorliegenden Ermittlungsergebnis war die Explosion vorsätzlich herbeigeführt.

Gegen 04.20 Uhr hatte ein Zeuge der Integrierten Leitstelle der Feuerwehr über Notruf mitgeteilt, dass es in einem Gebäude im Bereich Zum Klöstere eine Explosion mit Rauchentwicklung gegeben habe. Beim Eintreffen von Polizei und Feuerwehr war bereits ein Teil des Hauptgebäudes, in dem sich die Gaststätte befand, stark beschädigt bzw. eingestürzt. Im Laufe des Tages (04.01.2012) mussten aufgrund akuter Einsturzgefahr Teile des Hauptgebäudes durch eine Spezialfirma abgetragen bzw. gegen Einsturz gesichert werden.

Mehrere zum Teil leerstehende Häuser im Umfeld wurden durch die Wucht der Explosion in Mitleidenschaft gezogen. Eine angrenzende Reithalle mit Pferdeställen wurde ebenfalls beschädigt. Die dort untergestellten Pferde erlitten leichte Verletzungen. Personen kamen entgegen ersten Befürchtungen zum Glück nicht zu Schaden.

Für die Sicherungs- und Absperrmaßnahmen waren die Polizei, die Berufsfeuerwehr Nürnberg und die Freiwillige Feuerwehr Worzeldorf sowie anfänglich mehrere Notärzte mit Rettungskräften eingesetzt.

Das Fachkommissariat der Nürnberger Kripo hat vor Ort die Ermittlungen zur Explosionsursache aufgenommen und Sachverständige der Bauordnungsbehörde und des Bayerischen Landeskriminalamtes hinzugezogen.

Inzwischen steht für die Ermittlungsbeamten zweifelsfrei fest, dass die Explosion vorsätzlich durch Manipulation an der Zuleitung des Flüssiggastankes zur Küche herbeigeführt wurde. Außerdem war ein Kühlschrank in der Küche nicht ordnungsgemäß an die Stromzufuhr angeschlossen. An dem Stromkabel wurden ebenfalls Veränderungen vorgenommen. Inwieweit diese Manipulation die Explosion mit ausgelöst hat, muss noch geklärt werden.

Da die Gaststätte in der Zeit vom 31.12.2011 bis 05.01.2012 geschlossen hatte und die Gebäude unbewohnt waren, bittet die Polizei Zeugen, die während der fraglichen Zeit verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich bei der Polizei unter der Nummer 0911/2112-3333 zu melden.

Elke Schönwald/n

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