Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1) Geladene Schreckschusswaffe im Hosenbund; - Nach Verkehrskontrolle Waffenlager entdeckt

    Nürnberg (ots) -     Polizeibeamte der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd kontrollierten am Sonntag, 22.10.2000, gegen 22.00 Uhr, auf einem Tankstellengelände in der Gartenstadt in Nürnberg einen 25-jährigen Pkw-Fahrer. Als der 25-Jährige seinen Kofferraum öffnete, um den Verbandskasten vorzuzeigen, entdeckten die Beamten im Kofferraum mehrere Messer, zwei Baseballschläger, einen Schlagstock und eine verbotene Präzisionsschleuder. Bei der Durchsuchung des Mannes, der aus Nürnberg stammt und von Beruf Kraftfahrer ist, stellten die Beamten im Hosenbund des Mannes versteckt einen geladenen Schreckschussrevolver fest. Im Fahrzeuginneren fanden sie zudem eine verbotene Stahlrute.

    Auch in der Wohnung des 25-Jährigen wurden die Beamten fündig. Sie entdeckten dort zahlreiche Messer (u. a. so genannte Rambomesser), ein Samurai-Schwert und einen Sportbogen mit Pfeilen. Überrascht waren die Beamten aber, als sie den Kleiderschrank des Mannes öffneten. Darin standen eine abgesägte Schrotflinte, ein Kleinkalibergewehr, ein Vorderlader, eine Miniarmbrust sowie eine Druckluftpistole. Die Munition zu diesen Gewehren, insgesamt mehrere hundert Schuss, sowie Bundeswehrübungsmunition und Hülsen lagen im Zimmer offen herum. Auch verschiedene Zubehörteile, wie zum Beispiel Magazine eines Sturmgewehres und Zielfernrohre, konnten die Polizeibeamten sicherstellen.

    Der 25-Jährige, der sich selbst als Waffennarr bezeichnet, konnte keinerlei waffenrechtliche Erlaubnis vorweisen. Gegen ihn wird daher Anzeige wegen Verstoßes nach dem Waffengesetz erstattet. Der Großteil der aufgefundenen Gegenstände bleibt sichergestellt, nur die Messer, der Bogen sowie das Samurai-Schwert werden dem Mann wieder ausgehändigt. Beim Ordnungsamt der Stadt Nürnberg wird ein Waffenbesitzverbot, welches sich auch auf erlaubnisfreie Waffen bezieht, beantragt.

    Die Waffen können heute um 14.00 Uhr beim Polizeipräsidium Mittelfranken fotografiert werden.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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