Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (1578) Rentner im Visier von Dieben und Betrügern

    Erlangen (ots) - Zwei Fälle beschäftigt derzeit die Erlanger Kriminalpolizei, bei welchen ältere Erlanger Bürger Opfer von Straftaten wurden.

    So wurde am Montagnachmittag (08.09.2008) gegen 14.00 Uhr eine Rentnerin in Erlangen in der Haydnstraße von einer ca. 45-jährigen Frau aufgesucht. Die unbekannte Dame gab an, den Lebensgefährten der Rentnerin zu kennen und da sich der ältere Herr jedoch momentan in einer Klinik befindet, bat die 86-jährige Seniorin die unbekannte Dame herein. Diese hatte einen Rucksack dabei, führte eine Tischdecke sowie Weihnachtsschmuck vor. Da die ältere Dame nichts kaufen wollte, wurde das Gespräch vertieft. Im Nachhinein musste die Seniorin feststellen, dass ihre EC-Karte sowie 40 Euro Bargeld fehlten. Sie verständigte umgehend ihren Sohn, der die Sperrung der EC-Karte veranlasste.

    Ein weiterer Fall ereignete sich gestern (09.09.2008) gegen 13.30 Uhr in der Kapellenstraße in Erlangen. Hier sprachen bei einem 85-jährigen Eigentümer eines Einfamilienhauses vier Handwerker vor, boten an, die Dachrinne für 20 Euro zu reinigen. Als diese Arbeiten erledigt waren, wurden noch weitere Dacharbeiten für 650 Euro angeboten. Da der ältere Herr gehbehindert ist und das Geld nicht zu Hause hatte, händigte er vertrauensvoll seine EC-Karte dem einen Handwerker aus und schrieb die persönliche Geheimzahl auf einen Zettel, damit der Handwerker seinen vereinbarten Lohn hätte selbst abheben können. Der ältere Herr vertraute auf die ordnungsgemäße Ausführung seines Auftrages und war kurz danach zu Hause etwas eingenickt. Er musste aber feststellen, dass plötzlich alle Handwerker verschwunden waren. Nach ca. zwei Stunden ließ er seine Scheckkarte sperren. Ob die Täter zwischenzeitlich von einer Bank abgehoben haben, muss noch ermittelt werden. Die vier Handwerker waren mit einem weißen Kastenwagen, möglicherweise mit Osnabrücker Kennzeichen, unterwegs.

    Beide Fälle zeigen, dass gezielt wieder ältere Mitbürger aus der Bevölkerung heimgesucht wurden. Nach wie vor rät Ihre Kriminalpolizei von Haustürgeschäften ab, insbesondere sollte man Unbekannte bereits an der Haustüre abweisen. Bei Handwerkerleistungen sollte man auf ortsansässige Firmen zurückgreifen, denn hier kann man nach Rechnungslegung die ausgeführten Arbeiten überprüfen und den fälligen Betrag von seinem Konto aus überweisen. Von der Weitergabe einer EC-Karte mit Geheimzahl wird dringend abgeraten, da hier größere Vermögensschäden entstehen können.

    Peter Grimm/n


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