Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (6) Verdacht der Kindesmisshandlung

      Schwabach (ots) - Am Donnerstag, 03.02.00, gegen 18.00 Uhr,
wurde die Polizeiinspektion Hersbruck von einem Kinderarzt aus
Hersbruck davon verständigt, dass ihm ein 3 ½ Monate alter
Säugling zur Behandlung gebracht wurde, der erhebliche Hämatome
an Kopf und Körper aufweist, die auf eine Misshandlung
hindeuten.

    Die 19-jährige Mutter des Kindes, wohnhaft in Amberg, gab an, dass sie gegen 14.00 Uhr mit ihrem Freund zum Einkaufen gefahren sei. Der 30-jährige Bruder ihres Freundes, wohnhaft in Vorra, Landkreis Nürnberger Land, erklärte sich bereit, während der Abwesenheit der beiden auf das Kind aufzupassen. Als sie gegen 17.00 Uhr nach Vorra zurückkehrten und die Mutter nach ihrem Kind sah, stellte sie fest, dass das Kind aus der Nase blutete. Daraufhin gab der 30-Jährige an, dass das Kind aus dem Bett gefallen sei. Der Arzt veranlasste eine sofortige Einlieferung in das Süd-Klinikum in Nürnberg.     Dort wurde festgestellt, dass das Kind Hämatome und Striemen aufwies, die unmöglich im Zusammenhang mit einem Sturz entstanden sein konnten. Die Verletzungen erwiesen sich als nicht lebensgefährlich.

    Der unter Alkohol stehende 30-jährige Arbeitslose wurde noch am selben Abend festgenommen. Bei seiner Vernehmung durch die Kripo Schwabach gestand er, das Kind geschüttelt und geschlagen zu haben. Als Grund gab er an, dass das Kind zu schreien anfing und sich nicht beruhigen ließ.

Der 30-Jährige wird dem Ermittlungsrichter überstellt.

    Er hat noch eine zehnmonatige Freiheitsstrafe wegen Trunkenheit im Verkehr zu verbüßen, die er demnächst anzutreten gehabt hätte.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken
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