Polizeiinspektion Stade

POL-STD: Vatertag im Landkreis Stade - Résumé von Polizei und Rettungsdienst - Update

Stade (ots) - Am gestrigen Himmelfahrtstag waren neben Touristen und Familien viele junge Menschen überwiegend zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs. Dabei spielte Alkoholkonsum eine übergeordnete Rolle. Aufgrund des guten Wetters ist von einer deutlichen Steigerung der Anzahl der herumziehenden vorwiegend jungen Männer und Frauen im Vergleich zum letzten Jahr auszugehen.

Den größten Zulauf erlebte die Prahmfähre Gräpel, wo derzeit von einer geschätzten Besucherzahl von mindestens 2000 ausgegangen wird. Verkehrseinrichtungen (Leitpfosten, Verkehrszeichen und Ortstafeln) wurden beseitigt oder sonst verändert.

Im weiteren Verlauf des Nachmittags erhöhte sich das Aggressionspotential.

In Bliedersdorf fanden die diesjährigen Kreispokalendspiele statt. Hier gerieten am frühen Nachmittag und am frühen Abend stark alkoholisierte Fußballbesucher aneinander, was ein polizeiliches Einschreiten erforderte.

Auch am Lühe-Anleger wurde gegen Abend die Stimmung aggressiver und die Polizei musste hier verstärkt tätig werden. Ein 20-Jähriger wurde hier vom einen Faustschlag eines 17-Jährigen auf der Lühebrücke getroffen, der junge Mann verlor das Gelichgewicht, stürzte auf die Fahrbahn vor einen fahrenden PKW, wurde von diesem erfasst und dabei verletzt.

Auf Krautsand waren mehrere alkoholbedingte Auseinandersetzungen zu verzeichnen, hier mussten wie an anderen Stellen, Gruppen durch die Polizei getrennt werden. Ein volltrunkener Jugendlicher wurde nach Stade zur Polizeiwache transportiert und dort seinen Eltern übergeben.

Immer wieder kam es Polizeieinsätzen im Zusammenhang mit dem Zu- und Ablauf zu Vatertagsveranstaltungen, wobei z. B. Gruppen von Personen in durch Alkoholkonsum übermütigem Zustand Autofahrer und andere Personen anpöbelten oder behinderten. In mindestens einem Fall wurden vorbeifahrenden Fahrzeuge aus so einer Gruppe mit Steinen beworfen.

Insgesamt sind heute ca. 50 Polizistinnen und Polizisten aus den verschiedenen Dienststellen im Landkreis, von der Bereitschaftspolizei aus Lüneburg und Polizeihundeführer der Polizeidirektion Lüneburg eingesetzt, um die Lage unter Kontrolle zu behalten.

Insgesamt mussten die eingesetzten Beamten 48 mal die Identität von Personen feststellen und 21 mal einen Platzverweis erteilen, davon 15 mal unter Zwang, weil die Betroffenen aufgrund des Alkoholkonsums nicht mehr kooperativ ansprechbar waren. 7 Personen mussten durchsucht und 2 Personen vorübergehend in Gewahrsam genommen werden. Es wurden bisher 15 Anzeigen wegen Körperverletzung, Diebstahl, Beleidigung und Trunkenheit im Verkehr aufgenommen.

Einen Überblick über evtl. angerichtete Sachbeschädigungen liegt bisher noch nicht vor, hier werden die entsprechenden Anzeigen erfahrungsgemäß erst in den kommenden Tagen bei den örtlichen Dienststellen erstattet.

Die Notärzte und der Rettungsdienst im Landkreis mussten ab 16:00 h bis weit in die Nacht zu 35 vatertagsbedingten Einsätzen ausrücken. Hier galt es meistens betrunkene hilflose Personen zu versorgen und Verletzungen wie z. B. nach Schlägereien und Fahrradstürzen zu behandeln und die Betroffenen in die Krankenhäuser zu transportieren.

Herausragend war dabei der Einsatz des Rettungshubschraubers Christoph Hansa, der am Abend in Ruschwedel auf einem dortigen Wanderweg einen gestürzten Radfahrer aufnehmen und mit schweren Kopfverletzungen in eine Hamburger Klinik fliegen musste.

Hier konnten die Betroffenen zunächst keine genaue Ortsangabe machen, dann aber eine Notfallnummer von einer in der Nähe aufgestellten Ruhebank ablesen und so die Einsatzkräfte an die richtige Stelle dirigieren.

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