Polizeiinspektion Rotenburg

POL-ROW: ++ Unfallkommission im Landkreis Rotenburg: Brennpunkte entschärfen - schwere Unfälle verhindern ++

Lkw-Unfall auf der A1

Rotenburg (ots) - Unfallkommission im Landkreis Rotenburg: Brennpunkte entschärfen - schwere Unfälle verhindern

## Fotos der Unfallkommission in der digitalen Pressemappe ##

Rotenburg. Mit den aktuellen Unfallschwerpunkten des vergangenen Jahres im Landkreis Rotenburg haben sich die Experten der Unfallkommission am Mittwochvormittag im Hause der Polizeiinspektion beschäftigt. Rund 20 Vertreter von Polizei, Landkreis, Kommunen, Fachbehörden, Verkehrswacht und ADAC berieten darüber, mit welchen Maßnahmen besonders gefährliche Knotenpunkte und Streckenabschnitte künftig sicherer werden können.

Bevor sich der Kreis mit einzelnen Unfallstellen auseinandersetzte, stellte Polizeihauptkommissar Rüdiger Radtke, Leiter des Sachgebiets Verkehr der Rotenburger Polizei, das Unfallgeschehen des vergangenen Jahres vor. Mit 5911 Verkehrsunfällen im Landkreis Rotenburg verzeichnete die Polizei den höchsten Stand der vergangenen 10 Jahre. Davon ereigneten sich 659 Unfälle auf der Hansalinie A1 im Zuständigkeitsbereich der Autobahnpolizei Sittensen. Dieser Anstieg entspräche der Entwicklung in benachbarten Landkreisen. Vergleichbar sei auch, dass sich nur wenig kritische Unfallstellen im Landkreis herauskristallisiert haben. Zu weit seien sie auf die gesamte Fläche verteilt.

Brennpunkte im Straßenverkehr, die im Fachjargon als Unfallhäufungsstellen bezeichnet werden, ergeben sich, wenn es dort in einem Jahr zu fünf Unfällen gleicher Ursache gekommen ist. Sollten dabei Menschen verletzt werden, spricht die Kommission bereits bei drei Unfällen mit Schwerverletzten von einem Unfallschwerpunkt.

Unter diesen Kriterien wurden für das zurückliegende Jahr 2015 elf Punkte ermittelt, die als Unfallhäufungsstellen gelten:

Im Nordkreis stellte sich die Kreuzung Alter Kirchweg/Westumgehung (K125) in Bremervörde als Brennpunkt heraus. Dort sollen neue Fahrbahnmarkierungen für mehr Sicherheit sorgen. Auf der Landesstraße 122 bei Rhade sollen ebenfalls bessere Fahrbahnmarkierungen an der Einmündung zur K 119 (Zevener Straße) Unfälle vermeiden. In einem Kurvenbereich auf der L122 zwischen Rhade und Rhadereistedt wurde eine Überprüfung der Griffigkeit der Fahrbahn und die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 km/h bei Nässe als Vorbeugung beschlossen. Auch auf der innerörtlichen Kreisstraße 119 (Selsingen Straße) in Rhade wird die Fahrbahnbeschaffenheit in einem Kurvenbereich überprüft.

Unfallhäufungsstellen in der Mitte des Landkreises: Aus der unfallträchtigen Kreuzung Marktstraße/Kirchstraße/Offensener Weg in Heeslingen wird voraussichtlich 2017 ein Kreisverkehr werden. In einem Kurvenbereich der Kreisstraße 112 bei Nartum sollen zunächst ein Gefahrenhinweis und besondere Leittafeln in der Kurve und später eine Oberflächenbehandlung der Fahrbahn die Unfallsituation verbessern.

Im südlichen Landkreis war es vor allem der Kreisverkehr an der Verdener Straße in Rotenburg, den die Experten unter die Lupe nahmen. Dort kam es im vergangenen Jahr zu sieben Unfälle. Fünf Mal waren Radfahrer beteiligt - vier von ihnen wurden verletzt. Ein Ortstermin soll klären, wie man dort künftig Radfahrerunfälle verhindern kann.

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