Polizeiinspektion Rotenburg

POL-ROW: ++ Lug und Betrug - Lassen Sie sich keine Märchen auftischen! ++

Rotenburg (ots) - Lug und Betrug - Lassen Sie sich keine Märchen auftischen!

Rotenburg. Mit Besorgnis stellen die Ermittler in den Wirtschafts- und Betrugskommissariaten der Polizei im Landkreis die Kriminalitätsentwicklung bei Online-Straftaten und anderen Gaunereien fest. Mit immer neuen Maschen versuchen gerissene Betrüger an das Geld unbedarfter Menschen zu kommen. Den Kriminellen spielt in vielen Fällen Unvorsichtigkeit im Umgang mit modernen Medien und den persönlichen Daten aber auch Geldgier bei der Schnäppchenjagd im Netz in die Hände. So musste ein 50-jähriger Mann aus Brockel in dieser Woche feststellen, dass ihm plötzlich über 5.000 Euro auf seinem Konto fehlten. Der Mann hatte beim Online-Banking auf einer scheinbar sicheren Internetseite persönliche Daten und eine, für Bankgeschäfte erforderliche TAN-Nummer, eingegeben. Durch das sogenannte "Phishing" oder Angeln dieser Daten gelangten die Online-Täter an die geheimen Zahlen und konnten das Geld des Geschädigten für sich verwenden. Damit werden beispielsweise Waren gekauft und an Packstationen der Post verschickt. So kommen die Betrüger in den Besitz der Beute ohne ihre Identität zu verraten. Ähnlich erging es in dieser Woche einem 44-jährigen Geschädigten aus Fintel, mit dessen Kreditkartendaten bei einem Auktionsgeschäft im Internet ein teures Smartphone gekauft wurde. Wie die Täter an diese Daten gekommen sind, ist noch unklar. Der Mann entdeckte jedoch den drohenden Schaden und konnte das Geschäft stornieren. Ein 47-jähriger Geschädigter aus Gnarrenburg erlebte Ende Dezember einen anderen Schrecken. Er hatte eine Spielkonsole ersteigert und 240 Euro überwiesen. Als das Gerät nicht geliefert wurde, meldete sich der Mann bei dem Anbieter. Von dessen Mutter erfuhr der 47-Jährige, dass ihr Sohn seit mehreren Jahren im Ausland lebt und die Ware vermutlich niemals versenden wird. Ein ebenfalls weites Feld an Gaunereien nehmen Gewinnversprechen ein. Die plötzliche Mitteilung eines Gewinns veranlasst viele Menschen ihr gesundes Misstrauen auszuschalten. In der Hoffnung auf Bargeld oder ein schönes Auto überweisen die Betrogenen bis zu vierstellige Summen, die sie als Gebühren vorstrecken, ins Ausland und glauben lange an das vermeintliche Glück. Das böse Erwachen kommt spätestens dann, wenn der Kontakt zu den Betrügern abreißt. Am Mittwoch erhielt ein 71-jähriger Mann aus Ebersdorf telefonisch die Mitteilung, dass er bei einer Umfrage 56.000 Euro gewonnen habe. Die Gewinnübergabe wurde allerdings an die Überweisung von 900 Euro geknüpft. Dazu kam es jedoch nicht, weil der Mann die Polizei einschaltete. In diesem Zusammenhang weist Polizeisprecher Heiner van der Werp auf den Ratgeber Internetkriminalität der Polizei Niedersachsen unter www.polizei-praevention.de hin. " Dort können Sie sich über alle Formen von Internetkriminalität informieren und erhalten Tipps, wie Sie sich davor schützen können. Natürlich stehen Ihnen meine Kollegen zur Beratung immer gerne zur Verfügung oder wenn Sie bereits Opfer eines Betrugs geworden sind".

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