Polizeiinspektion Celle

POL-CE: Polizeiliche Kriminalstatistik 2016 für die Polizeiinspektion Celle: Celler Bürger leben weiterhin sicher

Celle (ots) - Weniger Straftaten insgesamt Wohnungseinbruchdiebstähle leicht gesunken, bessere Aufklärung Kriminalität Minderjähriger so niedrig wie noch nie Zahl der Rohheitsdelikte gestiegen

Der Leiter der Polizeiinspektion ( PI ) Celle, Eckart Pfeiffer, hat am Mittwoch die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2016 vorgestellt und ein positives Resumee für die Bürgerinnen und Bürger gezogen: "Das Leben in Stadt und Landkreis Celle ist weiterhin sicher", stellte Pfeiffer als wichtigstes Ergebnis voran.

Die Gesamtzahl der erfassten Straftaten ist für das Berichtsjahr 2016 deutlich gesunken. Die Zahl verringerte sich von 13.276 (2015) auf 11.581 (2016). Damit sank auch die Aufklärungsquote auf 62,13% (2015: 66,50%). Sorgen müssen sich die Celler Bürger aber nicht, denn Celles Aufklärungsrate liegt immer noch über dem Landesschnitt von 61,41%.

Der Präsident der Polizeidirektion Lüneburg Robert Kruse dazu: "Die beharrliche und konsequente, ständig an neue Entwicklungen angepasste, Aufklärungsarbeit trägt Früchte. Dies ist auch Ausfluss der Strategie 2020, mit der wir die Polizei modernisieren und fit für die Zukunft machen. Die Polizei will damit sich abzeichnende Entwicklungen pro-aktiv angehen und nicht erst auf aktuelle Entwicklungen reagieren. Dies bedeutet einen echten Sicherheitsgewinn für die Bürgerinnen und Bürger."

Häufigkeitskennzahl

Insgesamt ist die Wahrscheinlichkeit, im Bereich der PI Celle Opfer einer Straftat zu werden, leicht zurück gegangen. Dieses entspricht auch dem landesweit zu verzeichnenden, erfreulichen Trend. "Am Beispiel der Wohnungseinbruchskriminalität lässt sich das besonders anschaulich für den Bereich Celle darstellen - während bundesweit alle drei Minuten ein Einbruch stattfindet, geschieht dies im Bereich der PI Celle alle 22 Stunden", so Eckart Pfeiffer.

Cybercrime/Internetkriminalität

Cybercrime ist eine spezielle Form der Internetkriminalität, unter der die Delikte Computerbetrug, Missbräuchliche Nutzung von Telekommunikationsanschlüssen, Fälschung beweiserheblicher Daten, Datenveränderung, Computersabotage sowie Ausspähen und Abfragen von Daten zusammengefasst werden. Die Anzahl bekanntgewordener Fälle hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 32 auf 67 Fälle zwar mehr als verdoppelt, nimmt damit allerdings lediglich einen kleinen Teil der Gesamtstraftaten ein.

Diebstahlsdelikte / Wohnungseinbruchdiebstähle

Bei der zahlenmäßig größten Deliktsgruppe, den Diebstahlsdelikten, ist ein deutlicher Rückgang um 276 Taten auf 4.198, bei annähernd gleicher Aufklärungsquote, zu verzeichnen. Die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle ist ebenfalls rückläufig. Aufgrund des bisherigen Höchstwertes von 393 Fällen aus 2015, hatte die PI Celle im Jahr 2016 einen besonderen Schwerpunkt ihrer Ermittlungen in diesem Bereich gelegt und so die Fallzahlen um 66 auf 327 senken können. Zudem konnte die Aufklärungsquote um 2,38% auf 26,30% gesteigert werden. "Mit dieser erfreulichen Entwicklung ist festzustellen, dass die PI Celle damit etwa 5 % über dem Landesschnitt liegt. Gründe für diese positive Bilanz liegen auch in der zentralisierten Sachbearbeitung und einer extra eingerichteten Koordinierungsstelle bei der Polizeidirektion Lüneburg, die eine Zusammenarbeit mit den angrenzenden Bundesländern fördert", sagte Jochen Rodenwald, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes bei der PI Celle.

Kriminalität im Kontext mit Flüchtlingen

Für das Jahr 2016 wurden im Bereich der PI Celle 418 Flüchtlinge als Tatverdächtige registriert, die für 525 Straftaten (davon 23 Verstöße gegen ausländerrechtliche Bestimmungen) verantwortlich waren. Die Zahl der Taten, begangen durch Flüchtlinge, macht damit nur einen Anteil von 4,53% an dem Gesamtaufkommen der Straftaten für den Celler Bereich aus. Festzustellen ist auch, dass die überwiegende Mehrheit der Flüchtlinge nicht straffällig wird.

Rohheitsdelikte

Durchaus bemerkenswert ist ein starker Anstieg der Rohheitsdelikte (von 1.763 auf 1.912 Fälle), wobei sich die PI dabei dem Landestrend anschließt. Gleichzeitig erhöhte sich allerdings auch die zuvor schon hohe Aufklärungsquote von 90,36% auf 91,37%. Unter Rohheitsdelikten werden Raub, Körperverletzung und Straftaten gegen die persönliche Freiheit zusammengefasst. Den größten Anteil stellen dabei die Körperverletzungsdelikte, welche für den auffälligen Anstieg in erster Linie mit einer deutlichen Zunahme von 1.249 auf 1.349 Fälle verantwortlich sind.

Gewalt gegen Polizeibeamte

Gewalt gegen Polizeibeamte ist ein Thema, dass derzeit auch auf der politischen Ebene für Gesprächsstoff sorgt. Im Zuständigkeitsbereich der PI Celle haben sich die Übergriffe auf Beamtinnen und Beamte im Jahr 2016 um 18 Taten auf 51 reduziert. "Diesen Bereich betrachten wir mit großer Aufmerksamkeit und Sorge", so Polizeipräsident Robert Kruse, "Aber auch der Gesetzgeber reagiert hier aktuell. Nach einem aktuellen Beschluss des Kabinetts der Großen Koalition sollen Polizisten, Rettungsdienstmitarbeiter und Feuerwehrleute künftig mit strengeren Strafen von bis zu fünf Jahren besser vor tätlichen Angriffen bei Diensthandlungen bewahrt werden. In Niedersachsen wird zudem der Einsatz von Bodycams erprobt, um die Eigensicherung zu erhöhen."

Jugenddelinquenz gesunken

Im Bereich der Kriminalität begangen durch Minderjährige sanken die Zahlen auf ein Rekordtief. 820 Taten, begangen durch 615 Minderjährige, wurden hierbei im Bereich der PI Celle registriert. Im Vergleich dazu waren es in 2015 noch 1.026 Fälle, die durch 638 Minderjährige begangen wurden.

Fazit des Inspektionsleiters Eckart Pfeiffer

"An den Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik ist zu erkennen, dass sich die Bewohner in Stadt und Landkreis auch weiterhin sicher fühlen können. Unsere gut ausgebildeten Beamtinnen und Beamten werden dafür Sorge tragen, das dieses auch so bleibt."

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