Polizeiinspektion Celle

POL-CE: TAN ergaunert und Geld abgebucht

Celle (ots) - Um an Kontodaten von Bankkunden zu gelangen, versuchen sich Betrüger immer wieder mit neuen Methoden. Eine davon ist die Umstellung auf Sepa-Kontonummern. Die sollen den Zahlungsverkehr in Europa zwar vereinfachen, doch die Umstellung bietet ein Einfallstor für Betrüger.

So auch gestern in Celle, als die Mitarbeiterin eines Betriebes einen Anruf einer vermeintlichen Bankmitarbeiterin erhielt. Im Rahmen einer angeblichen "Sepa-Synchronisation ihres TAN-Generators" teilte die Mitarbeiterin der Anruferin dann auf Anweisung eine TAN-Nummer mit. Mit dieser Nummer überwiesen die Täter umgehend einen vierstelligen Betrag auf ein fremdes Konto.

Nach dem Gespräch wurde die Mitarbeiterin dann aber doch misstrauisch und sie nahm Kontakt zum Geldinstitut auf.Ihr wurde gesagt, dass eine Bank oder Sparkasse Kunden in solchen Angelegenheiten niemals telefonisch kontaktieren würde. Glücklicherweise konnten die letzten Umsätze dann noch angehalten werden.

Die Polizei warnt: Die Kriminellen plündern auf diese Weise nicht nur das Guthaben, sondern strapazieren auch den verfügbaren Überziehungsrahmen.

Zurück buchen lässt sich das Geld in den allerwenigsten Fällen - das ist bei Überweisungen allenfalls für wenige Stunden möglich.

Und auch von der Bank dürfte es keine Rückerstattung geben: Der Bundesgerichtshof entschied erst kürzlich, dass Banken nicht haften müssen, wenn Kunden leichtfertig mit ihren Onlinebanking-Daten umgehen.

Viele Kunden wissen offenbar nicht, dass Kreditinstitute grundsätzlich keine vertraulichen Daten per E-Mail, Telefon oder per Post von ihnen anfordern. Es wird empfohlen, unaufgeforderte E-Mails umgehend zu löschen, Anrufer abzublocken und das Gespräch zu beenden.

Für die Betroffenen sind die Folgen bitter. Grund zur Panik besteht beim Online-Banking aber nicht, solange man grundsätzliche Regeln beachtet. Eine Firewall und ein aktueller Virenschutz sollten selbstverständlich sein, um den Rechner vor Angriffen von außen zu schützen. Und wenn man beim Onlinebanking zu angeblichen Sicherheitsupdates oder Muster-Überweisungen aufgefordert wird oder an ungewöhnlicher Stelle PIN und TANs angeben muss, ist grundsätzlich Skepsis angebracht. Im Zweifel sollte man sich lieber bei der Bank rückversichern.

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