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POL-SH: Verkehrssicherheitsarbeit der Landespolizei, TISPOL-Kontrollwoche Alkohol und Drogen: Ein erschreckendes Ergebnis!

Kiel (ots) - Die Landespolizei Schleswig-Holstein setzte in der vergangenen Woche einen Schwerpunkt bei der Überwachung von Alkohol- und Drogendelikten im Straßenverkehr. In allen Polizeidirektionen des Landes erfolgten vermehrte Kontrollen. Das Ergebnis dieser Kontrollen ist aus Sicht der Landespolizei erschreckend.

Zu den Ergebnissen im Einzelnen: -Knapp 7.000 Fahrzeugführer wurden kontrolliert -Dabei wurden 143 Fahrzeugführer aus dem Verkehr gezogen, die unter Alkohol- und Drogeneinfluss standen -In 124 Fällen erfolgte die Entnahme einer Blutprobe, 26 Führerscheine wurden an Ort und Stelle eingezogen -Der höchste Atemalkoholwert lag bei 3,21 Promille bei einem PKW-Fahrer im Bereich Ratzeburg. Es wurde sogar ein Motorradfahrer mit 2,5 Promille im Bereich Lübeck angehalten. -Insgesamt wurden 84 Strafverfahren und 734 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Neben den eigentlichen Maßnahmen aufgrund von Alkohol- und Drogendelikten wurden Verfahren wegen Urkundenfälschung, Kennzeichenmissbrauch, Zulassungsverstößen, waffenrechtlichen Verstößen und Steuerverstößen eingeleitet. -Ein PKW wurde eingezogen, weil der Fahrer fortgesetzt ohne Fahrerlaubnis unterwegs war -Eine Person wurde festgenommen, da ein Vollstreckungshaftbefehl vorlag.

Ein solches Ergebnis hat es in der jüngeren Vergangenheit nicht gegeben: Einer von fünfzig kontrollierten Fahrzeugführern war aufgrund von Alkohol- oder Drogeneinfluss nicht mehr verkehrstüchtig!

Ziel der Kontrollen ist es, die Hauptunfallursache Alkohol und Drogen im Straßenverkehr wirksam zu bekämpfen. Im vergangenen Jahr kamen bei Unfällen, in denen Alkohol und Drogen am Steuer eine Rolle spielten, 8 Menschen ums Leben. Es gab insgesamt 1489 Verkehrsunfälle, die durch Rauschmittelkonsum verursacht worden sind und es wurden dabei fast 900 Menschen verletzt. Unfälle, die unter Rauschmitteleinfluss verursacht werden, sind regelmäßig deutlich schwerwiegender als Unfälle, die aus anderem Fehlverhalten resultieren.

Die Landespolizei Schleswig-Holstein setzt daher zur Senkung der Unfallzahlen und Reduzierung der Unfallfolgen auf fortlaufende Überwachungs- und Aufklärungsarbeit, um Risiken und Folgen des Fehlverhaltens im Straßenverkehr deutlich zu machen und repressiv gegen Verstöße vorzugehen. Die erschreckende Bilanz der vergangenen Kontrollwoche bestärkt diesen Ansatz.

Rückfragen bitte an:
Torge Stelck
Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten Schleswig-Holstein
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