Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden

POL-HM: Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser - Einbrecher machen fette Beute - Präventionshinweise

Hameln (ots) - In der Nacht von Freitag (08.07.2016) auf Samstag (09.07.2016) drangen Unbekannte in ein Haus an der Straße "Großes Osterfeld" ein. Während der Abwesenheit der Bewohner wurde die Terrassentür des Einfamilienhauses aufgehebelt. Im Haus wurden Schränke durchwühlt und ein Tresor geöffnet. Entwendet wurden Bargeld, Sparbücher und Schmuckstücke. Der Schaden soll mindestens 15.000 Euro betragen.

Am Samstagabend gegen 23.30 Uhr wurde versucht, in ein Haus am Finkenborner Weg einzubrechen. Eine Nachbarin hörte zu diesem Zeitpunkt Einbruchgeräusche vom Nachbargrundstück und machte lautstark auf sich aufmerksam. Daraufhin flüchteten mindestens zwei Personen vom Grundstück und fuhren mit einem Kleinwagen in Richtung Klütstraße davon. Die alarmierte Polizei stellte später fest, dass versuchte wurde, über die Kellertür in das Haus einzudringen. Es blieb jedoch beim Versuch.

Ein weiterer Einbruch wurde aus der Scharnhorststraße gemeldet. Hier wurde in der Zeit zwischen Samstag (09.07.2016) und Sonntag (10.07.2016) gewaltsam ein Fenster zu einem Wohnhaus geöffnet. Die unbekannten Täter durchsuchten die Räumlichkeiten nach Wertsachen. Zudem wurde von den Tätern ein Tresor geöffnet. Hieraus wurden Schreckschusswaffen und Messer sowie Schmuck entwendet. Der Schaden wird auf mindestens 2500 Euro geschätzt.

Bereits zwischen Mittwoch, 06.07.2016, und Freitag, 08.07.2016, wurde Schmuck und Bargeld aus einem Einfamilienhaus am Laaker Weg entwendet. Auch hier drangen die unbekannten Täter über eine aufgehebelte Kellertür in das Haus ein. Der Schaden wird auf mindestens 6000 Euro geschätzt.

In diesem Zusammenhang wird daraufhin hingewiesen, dass während der Urlaubszeit auch Einbrecher Hochsaison haben. Daher hier wiederholt einige Präventionshinweise der Polizei:

Einbruchsschutz und Nachbarschaftshilfe sind auch im Urlaub wichtig: Ein Einbruch in das Zuhause zerstört das Gefühl der Sicherheit. Es sind nicht allein die materiellen Schäden. Beim Wohnungseinbruch wird in den Raum eingebrochen, der wie kaum ein anderer für Sicherheit und Intimität steht. Es sind das verloren gegangene Sicherheitsgefühl und die Verletzung der absoluten Privatsphäre, die Spuren hinterlassen.

In Niedersachsen und auch im Landkreis Hameln-Pyrmont ist die Zahl der Wohnungseinbrüche wieder angestiegen. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der Versuche erhöht. Jede dritte Tat bleibt ohne Beute. Das liegt daran, dass die Täter bei ihrem Vorhaben gestört wurden oder sie sind nicht ins Haus oder die Wohnung hineingekommen.

Die Erkenntnisse, die man daraus gewinnen kann, sind:

1. Sicherungstechnik wirkt, insbesondere an Fenstern und Türen,

2. Eine aufmerksame Nachbarschaft verhindert Straftaten

Gleichzeitig war ein Einbruch noch nie so unrentabel wie heute. Warum steigen dann aber die Wohnungseinbrüche trotzdem?

Dank Kredit- und Bankkarten sind die Bargeldbestände in den Haushalten gering und die Zahlungskarten sind durch PIN und weitere Sicherungsmechanismen für Einbrecher wenig lukrativ. Aufgrund des rapiden Preisverfalls von gebrauchten elektronischen Geräten wie Fernsehern, Computern, Smartphones, Musikanlagen und Fotokameras erzielt auch ein Einbrecher immer weniger Gewinn für entsprechendes Diebesgut. Wer also vom Einbruch seinen Lebensunterhalt bestreiten will, muss - genau wie im legalen Wirtschaftsleben - mehr "Umsatz" machen, d.h. in diesem Fall mehr Einbrüche begehen, erklärt das Präventionsteam der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden .

Tipps für mehr Sicherheit vom Präventionsteam der Polizei - Unsere Urlaubscheckliste für Haus und Wohnung:

Quillt der Briefkasten während Ihrer Abwesenheit vor Post über? Ihr Briefkasten sollte generell regelmäßig geleert werden. Das Zeitungsabonnement können Sie bei den Verlagen für die Urlaubszeit abbestellen. Die regelmäßige Leerung des Briefkastens könnte Ihr Nachbar übernehmen.

Sind die Rollläden permanent heruntergezogen? Lassen Sie diese über eine Zeitschaltuhr oder von einem Nachbarn regelmäßig auf- und zufahren. Falls Ihr Haus beobachtet wird, erweckt dies den Eindruck, dass das Haus bewohnt ist.

Sind Fenster und Terrassentüren den ganzen Tag verschlossen? Auch hier gilt: Lassen Sie Ihren Nachbarn ab und zu lüften - ganz nebenbei hat dies den Nebeneffekt, dass nach Ihrem Urlaub frische Luft auf Sie wartet.

Ist das Haus zu keiner Zeit - weder innen noch außen - beleuchtet? Hier schaffen Zeitschaltuhren oder Sensoren, die auf Lichtstärke reagieren, Abhilfe - denn schwere Jungs scheuen oft nichts mehr als Licht. Sie sollten jedoch Ihre Nachbarn informieren, zu welchen Zeiten Lampen oder Radio automatisch angehen - so lösen sie keinen falschen Alarm aus!

Haben Sie vergessen, alle Zusatzsicherungen extra zu verriegeln? Die besten mechanischen Zusatzsicherungen nutzen nichts, wenn sie nicht genutzt werden!

Verweist Ihr Anrufbeantworter oder Ihr E-Mail-Beantworter auf den Urlaub? Ein Anruf/eine Nachricht genügt und schon wissen die Täter, wie viel Zeit bleibt. Deshalb neutrale Texte wählen.

Was haben Sie alles bei Facebook über Ihre Planungen veröffentlicht? Auch dieses lesen Einbrecher möglicherweise mit.

Ist für den Postboten auf dem Briefkasten ein Verweis an den Nachbarn? Auch das sollten Sie vermeiden. Der Postbote wird sowieso nebenan fragen, ob dort jemand das Paket entgegennimmt. Schreiben Sie die Einladung zum Einbruch nicht auf den Briefkasten.

Weitere wertvolle Hinweise erhalten Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de und www.k-einbruch.de .

Rückfragen bitte an:

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