Polizeiinspektion Hildesheim

POL-HI: Enkeltrickbetrügereien gelingen nicht

Hildesheim (ots) - Algermissen (clk.) Gestern Vormittag, Do., 16.2.2012, hat ein bislang unbekannter Anrufer versucht, Bürger aus Algermissen mit dem sogenannten Enkeltrick um ihr Geld zu bringen. Der erste Fall ereignete sich gegen 09.30 Uhr, als bei einer 83-Jährigen Seniorin das Telefon klingelte. Der Anrufer meldete sich mit "Hallo Oma" was die Angerufene veranlasste nachzufragen : "Franz (Name geändert) bist Du es?". Als der Anrufer nun fragte, ob sie ihn denn gar nicht erkenne, hatte er die Frau verunsichert. Nun erklärte er, dringend ein neues Auto kaufen zu müssen. Hierfür würde er sofort 29.000 EUR brauchen. Weiter kam der Betrüger aber nicht. Zufällig hielt sich der 32 Jahre alte Enkel in der Wohnung der Rentnerin auf. Er hatte das Telefonat teils mitgehört und war misstrauisch geworden. Er ließ sich den Telefonhörer geben und fragte den Anrufer, wer er sei und was denn wolle. Das Telefonat wurde daraufhin abgebrochen. Mit der gleichen Masche versuchte es der Täter etwa 15 Minuten später bei einem Ehepaar aus Algermissen, er 85-Jährig, sie 80-Jährig. Beide waren aber auf "Zack" und erkannten sofort, dass es sich bei dem Anrufer nicht um den Enkelsohn handelte, der mal eben und sofort 27.000 EUR für ein neues Auto brauche. Nachdem man den Anrufer erklärt hatte, "dass die ganze Geschichte doch nicht stimmen würde und man jetzt die Polizei rufen werde", beendete der unbekannte Anrufer das Telefonat. Dann scheint der Betrüger noch einen dritten Anlauf unternommen zu haben. Um 10:10 Uhr klingelte das Telefon bei einer 81-Jährigen Algermissenerin. Diese Frau erwartete just zu diesem Zeitpunkt den Anruf eines Bekannten und dachte, dass dieser jetzt anruft. Da sich zunächst niemand meldete, eröffnete sie das Gespräch mit: "Jochen (Name geändert) bist Du es ?" , was dann bejaht wurde. Die 81-Jährige bat den Anrufer, doch bei ihr vorbeizukommen, um persönlich miteinander sprechen zu können. Der Anrufer zeigte nun ein nur zögerliches verhalten, was der Rentnerin merkwürdig vorkam. Sie beendete das Gespräch und rief nun ihrerseits bei der Person an, deren Anruf sie eigentlich erwartet hatte. Dabei bestätigte sich der Verdacht der 81-Jährigen, vorher nicht mit ihrem Bekannten telefoniert zu haben.

"Wichtig ist, dass die Betroffenen sich gemeldet haben", sagt die Polizei. "Somit können wir nicht nur die Ermittlungen aufnehmen sondern auch einen Warnhinweis an die Bevölkerung geben". Für die Polizei ist es zum Beispiel wichtig zu wissen, ob auf dem Telefondisplay eine Rufnummer erscheint. Diese wäre unbedingt zu notieren. Eine Art Kontrolle könnte auch im Geldinstitut stattfinden. Hebt der sonst eher sparsame ältere Kunde plötzlich eine größere Summe ab, könnte eine diskrete Nachfrage eine mögliche Straftat verhindern. Die Polizei Hildesheim hat in zurückliegender Zeit durch dieses Konzept schon Erfolge verzeichnen können.

Hinweise über verdächtige Beobachtungen nimmt die Polizei unter Telefon 05121-939115 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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