Polizei Lahn-Dill

POL-LDK: Flüchtige Fahrerin nach tödlichem Unfall ermittelt

Dillenburg (ots) -

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Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Limburg und der Polizeidirektion Lahn-Dill

Herborn-Uckersdorf: Nach dem schweren Verkehrsunfall am 08.12.2015 auf der Landstraße zwischen Herborn-Burg und Herborn-Uckersdorf ermittelte die Polizei die flüchtige Unfallfahrerin. Die Staatsanwaltschaft in Limburg wirft der Rentnerin fahrlässige Tötung sowie unerlaubtes Entfernen vom Unfallort vor.

Gegen 13.10 Uhr nahm die Lenkerin einer A-Klasse an der Einmündung nach Donsbach einem aus Burg herannahenden Seat Ibiza vermutlich die Vorfahrt. Der Seat wich aus, schleuderte daraufhin in den Gegenverkehr und krachte mit einem Opel Corsa zusammen. Eine im Fond des Seat sitzende 18-Jährige verstarb im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen. Weitere vier Insassen im Seat sowie die 50-jährige Fahrerin des Opels erlitten zum Teil schwerste Verletzungen. Zu einer Berührung der A-Klasse und dem Seat kam es nicht.

Die aus Herborn stammende Unfallfahrerin flüchtete nach dem schweren Zusammenstoß. Im Rahmen der Fahrerermittlungen suchte die Polizei zunächst über zweihundert Halter der im Umkreis von Herborn zugelassenen Fahrzeuge gleicher Bauart und Farbe auf. Hierbei geriet die Herbornerin recht früh in den Fokus der Ermittler.

In einer ersten Befragung räumte sie gegenüber der Polizei ein, am Unfalltag die Unfallstelle passiert zu haben, allerdings zeitlich vor dem eigentlichen Unglück. Die Ermittler verglichen unter anderem die Fahrzeiten mit den von ihr gemachten Angaben und erkannten Widersprüche. Mit diesen konfrontiert, gab die Rentnerin in einer neuerlichen Vernehmung zu, zum Unfallzeitpunkt an der Einmündung abgebogen zu sein. Zuvor habe sie an der Haltelinie gehalten und sich vergewissert, dass die Fahrbahn frei sei. Als sie mit ihrem Wagen anfuhr, war plötzlich ein Fahrzeug vor ihr. Der dunkle Wagen kam aus Richtung Burg, wich ihr aus und fuhr weiter in Richtung Uckersdorf. Auch sie setzte ihre Fahrt in Richtung Burg fort. Den Unfall habe sie mitbekommen, sah aber ihr Verhalten zunächst nicht als Ursache für den Unfall. Später kamen ihr Zweifel, so dass sie sich letztlich zu ihrer Aussage entschied.

Hans-Joachim Herrchen, Oberstaatsanwalt

Guido Rehr, Polizeihauptkommissar

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