Polizei Paderborn

POL-PB: Trickbetrüger erbeutet vierstellige Summe

Paderborn-Sennelager (ots) - (mb) Mit einer Variante des "Enkeltricks", dem so genannten "Schockanruf", haben russisch sprechende Betrüger am Dienstag Bargeld von einer 63-jährigen Frau erbeutet.

Die Frau aus Sennelager nahm um 10.00 Uhr ein Telefonat an. Auf Russisch meldete sich eine Person und gab an, der Sohn zu sein. Durch die geschickte Ablenkung mit einer schockierenden Legende gelang es dem Anrufer, das Opfer davon zu überzeugen. Er habe einen schweren Unfall verursacht, bei dem ein Kind schwer verletzt wurde. Er brauche jetzt dringend Bargeld und gab den Telefonhörer an einen anderen Mann weiter, der sich als Rechtsanwalt ausgab. Auch der Mann sprach russisch und entlockte der Frau, wieviel Geld sie zuhause aufbewahrte. Sogleich kündigte der Anwalt einen Boten an, der das Geld abhole. Um 10.20 Uhr stand ein junger Mann vor der Haustür und nahm die vierstellige Summe in Empfang. Nachdem der Bote in unbekannte Richtung verschwunden war, kamen der Frau Zweifel. Sie rief ihren Sohn unter dessen Telefonnummer an. Der gab an, von einem Unfall nichts zu wissen und auch nicht angerufen zu haben. So flog der Betrug auf. Später meldete sich die Geschädigte bei der Polizei.

Der Geldbote soll 19 bis 20 Jahre alt und 175 cm groß sein. Er hatte kurze dunkelblonde Haare und trug eine Jeanshose sowie ein grünes Sweatshirt. Die Polizei geht davon aus, dass der Täter ein Fahrzeug in der Nähe abgestellt hatte. Möglicherweise waren mit dem Auto auch noch Komplizen unterwegs. Deswegen sucht die Polizei Zeugen, die im Wohngebiet zwischen Kavallerieweg und Heideweg zwischen 10.00 Uhr und 10.30 Uhr verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben. Sachdienliche Hinweise unter Telefon 05251/3060.

Meistens suchen die Täter mit ihren "Schockanrufen" weitere russisch sprechende Opfer in einer Stadt. Sie geben sich als Verwandte aus und schildern ein schlimmes Unglück. Die Anrufe kommen zwar aus dem Ausland aber die Boten sind vor Ort, weil sie in kürzester Zeit an den Adressen der Opfer auftauchen müssen. Bislang hat sich noch kein weiteres Betrugsopfer bei der Polizei gemeldet.

Die Polizei rät zur Vorsicht und bittet darum, das Wissen um diese Betrugsmasche im Verwandten- und Bekanntenkreis weiter zu verbreiten. Infoblätter in Russisch und Deutsch können über die Polizeidienststellen angefordert werden.

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