Polizei Paderborn

POL-PB: Präventionsrat sucht "Helden des Alltags"

Von niemandem kann verlangt werden, sich selbst in Gefahr zu begeben, um anderen zu helfen. Aber Hilfe kann meistens schnell organisiert werden, wenn man eben nicht wegsieht und andere aufmerksam macht oder per Handy die Polizei alarmiert.

Paderborn (ots) - (mb) Alle zwei Jahre ehrt der Präventionsrat gegen Gewalt im Kreis Paderborn couragierte Menschen. Diese besondere Anerkennung erhielten 35 mutige Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer zuletzt im Jahr 2012. Im Mai dieses Jahres steht wieder eine Auszeichnung unserer "Helden des Alltags" an. "Oft genügt schon eine Kleinigkeit, um eine große Wirkung zu erzeugen", beschreibt Landrat Manfred Müller den kleinen Schritt zu mehr Courage, die der Gesellschaft zu Gute kommt. Der Vorsitzende des Präventionsrats ruft dazu auf, dem Gremium im Vorfeld der Courage-Ehrungen Menschen aus dem Kreis Paderborn zu benennen, die in den letzten zwei Jahren mit mutigen Taten vorbildhafte Zeichen gesetzt haben.

Müller: "Wir suchen Menschen, die nicht weggesehen haben, die mutig, entschlossen, selbstlos hingesehen, gehandelt und geholfen haben. Menschen, die nicht an ihr eigenes Risiko gedacht oder gar überlegt haben, dass sie sich selbst Unannehmlichkeiten bereiten oder in Lebensgefahr bringen, sondern sich schnell, umsichtig und kompetent für andere Menschen eingesetzt haben."

Bei der letzten Ehrungen haben 23 Lebensretter und 12 Zeugen die Auszeichnungen des Präventionsrat erhalten. Landrat Müller ist davon überzeugt, dass sich in der Zwischenzeit mindestens genau so viele Menschen anerkennenswert für andere eingesetzt haben. Müller: "Der Präventionsrat hat immer ein Auge auf vorbildliche Helfer und sammelt deren gute Taten über die Jahre. Längst nicht alle couragierten Hilfeleistungen dringen an die Öffentlichkeit oder kommen uns zu Ohren, weil die handelnden Personen 'kein Aufhebens' machen wollen. Das ist um so ehrenwerter und verdient es besonders, von uns geehrt werden. Bitte erzählen Sie uns von solchen Menschen, die Ihnen oder anderen geholfen haben."

Die Anlässe für couragiertes Verhalten sind vielfältig. So wurde bei der letzten Ehrung ein Junge ausgezeichnet, der als Zehnjähriger ein eineinhalb Jahre altes Kind aus einem Bach in Paderborn gerettet hatte. Beispielhaft hatte sich auch ein Mann in Schloß Neuhaus verhalten, der Zeuge eines schlimmen Verkehrsunfalls war und sich aus der großen Runde der Schaulustigen als Einziger löste, um einem schwerstverletzten Unfallopfer Hilfe zu leisten. Ebenso zwei Männer, die einen Verunglückten bei Schwaney aus seinem brennenden Auto retteten.

Nicht nur als Lebensretter sind mutige Menschen anderen zur Hilfe geeilt. Geehrt wurde 2012 auch ein Mann, der zwei Taschendiebe, die eine Seniorin in Elsen bestohlen hatten, auf der Flucht gestellt und festgehalten hatte. Man muss sich aber nicht immer selbst einmischen. Aufmerksames beobachten und eine schnelle Meldung an die Polizei ist ebenso hilfreich. Zum Beispiel hatten zwei Frauen in Altenbeken Diebe beobachtet, die zig hundert Meter Kabel im Wert von mehreren tausend Euro stehlen wollten. Durch den schnellen Notruf und weitere Informationen konnten die Täter festgenommen werden.

Wer einen couragierten Menschen aus dem Kreis Paderborn benennen möchte, wendet sich bis zum 06.04.2014 direkt an die Geschäftsführung des Präventionsrats: Erste Polizeihauptkommissarin Irmgard Kurek, Telefon: 05251/ 3031300 oder Email: praeventionsrat.paderborn@polizei.nrw.de.

"ZE!G MUT, SCHAU HIN & TU WAS" - lautet des Motto des Präventionsrats gegen Gewalt. Von niemandem kann verlangt werden, sich selbst in Gefahr zu begeben, um anderen zu helfen. Aber Hilfe kann meistens schnell organisiert werden, wenn man eben nicht wegsieht und andere aufmerksam macht oder per Handy die Polizei alarmiert. Insbesondere für den Fall, dass eine Straftat beobachtet wird, gibt es sechs goldene Regeln, die zum Gelingen beitragen:

   -	Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen. 
   -	Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf. 
   -	Ich beobachte genau, präge mir Tätermerkmale ein. 
   -	Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110. 
   -	Ich kümmere mich um das Opfer. 
   -	Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung." 

www.praeventionsrat-paderborn.de

Foto: Von niemandem kann verlangt werden, sich selbst in Gefahr zu begeben, um anderen zu helfen. Aber Hilfe kann meistens schnell organisiert werden, wenn man eben nicht wegsieht und andere aufmerksam macht oder per Handy die Polizei alarmiert.

Rückfragen bitte an:

Der Landrat als
Kreispolizeibehörde Paderborn
- Presse- und Öffentlichkeitsarbeit -
Riemekestraße 60- 62
33102 Paderborn

Telefon: 05251/306-1320
Fax: 05251/306-1095
E-Mail: pressestelle.paderborn@polizei.nrw.de
Web: www.polizei.nrw.de/paderborn

Außerhalb der Bürozeiten:


Leitstelle Polizei Paderborn

Telefon: 05251/ 306-1222

Original-Content von: Polizei Paderborn, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Polizei Paderborn

Das könnte Sie auch interessieren: