Polizei Paderborn

POL-PB: Polizei in Paderborn warnt vor Anrufen angeblicher Microsoftmitarbeiter

Kreis Paderborn (ots) - (uk) Eine der Polizei seit Jahren bekannte Masche von Betrüger scheint aktuell auch wieder im Kreis Paderborn aufzuleben. Es handelt sich um Telefonanrufe von angeblichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des weltweit agierenden Softwareunternehmens Microsoft. Die Anrufer geben vor bei vermeintlichen Computerproblemen der Opfer helfen zu wollen und versuchen so an Kreditkarten- und/oder Kontodaten der Geschädigten zu gelangen. Erst in der vergangenen Woche (siehe Pressebericht vom 10.01.14) warnte das Landeskriminalamt in Düsseldorf vor einer Häufung dieser betrügerischen Anrufe. Allein im Kreis Paderborn hat die Polizei seit Weihnachten fünf derartige Betrugsversuche registriert. Die Opfer berichten darüber, dass sie von unbekannten Männern oder Frauen angerufen werden, die ihnen in zumeist schlechter englischer Sprache erklären, dass ihr Computer von Viren befallen sei, ein Versagen des Betriebssystems unmittelbar bevorsteht und daher bald nicht mehr zu benutzen ist. Die angeblichen Computerspezialisten bieten gegen Zahlung einer Gebühr an sich per Fernzugriff um das Problem zu kümmern und darüber hinaus für einen lebenslangen Virenschutz zu sorgen. Fällt der Geschädigte auf den Schwindel herein und gibt seine Kreditkarten- oder Kontodaten weiter, werden seitens der Täter unmittelbar, binnen weniger Minuten, Abbuchungen vom Konto des Opfers vorgenommen und über den Finanzdienst der Western Union Bank auf ein fremdes Konto weitergeleitet. Die Empfängerkonten sind weltweit verstreut. Sobald das überwiese Geld auf das unbekannte Empfängerkonto eingegangen ist, lassen es sich Mittäter Augenblicke später in bar auszahlen. Aus dem Kreis Paderborn berichtet die Polizei von einem Fall, wo auf diese Weise mehrere hundert Euro auf ein Konto in Nepal transferiert wurden und nur Minuten später durch einen Komplizen abgeholt wurden. Neben dem verlorenen Geld stellt sich für die Betroffenen noch ein weiteres Problem. Sobald diese dem Fernwartungszugriff der Täter zugestimmt haben, belegen die Betrüger den Computer mit einem geheimen Passwort, so dass weitere Manipulationen der Kriminellen am Computer des Opfers möglich sind. Somit geht dem Betrogenen nicht nur sein Geld verloren, er kann auch selber nicht mehr seinen Computer bedienen und hat keinen Zugriff mehr auf seine Dateien. Die Polizei rät eindringlich bei derartigen Anrufen misstrauisch zu sein und niemals persönliche und sensible Daten an fremde Menschen herauszugeben oder unbekannten Menschen die Möglichkeit einzuräumen per Ferneinwirkung Zugriff auf den eigenen Computer zu erlangen.

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