Polizeidirektion Itzehoe

POL-IZ: 140312.2 Kreis Dithmarschen: Kriminalität auf Tiefstand

Itzehoe (ots) - Die Zahl der bekannt gewordenen Straftaten im Kreis Dithmarschen ist im Jahr 2013 erfreulicherweise erneut gesunken und erreicht damit zum wiederholten Male den niedrigsten Stand seit 1980. Im Vergleich zu 2012 erfolgte ein deutlicher Rückgang der Straftaten um 7,7 Prozent, der damit weit über dem des Landes (- 5,6 Prozent) liegt. Der Kreis rangiert in der Betrachtung der regionalen Verteilung innerhalb Schleswig-Holsteins mit 7.248 bekannt gewordenen Straftaten im unteren Drittel und besitzt einen Anteil von 3,6 Prozent an der Gesamtkriminalität.

Mit den Zahlen zeigte sich der Behördenleiter Norbert Trabs zufrieden. Offensichtlich scheint das Sicherheitskonzept der Polizeidirektion in Verbindung mit auf die Kriminalitätslage abgestimmten Bekämpfungskonzepten zu greifen. Dass die Aufklärungsquote mit 47,9 Prozent unter der des Landes liegt (50,5), soll dazu führen, in bestimmten Bereichen der polizeilichen Arbeit noch besser zu werden. Herr Trabs wies jedoch darauf hin, dass die positive Entwicklung der Fallzahlen keine Arbeitsreduzierung für die Polizei im Kreis Dithmarschen bedeutet. Denn außerhalb des täglichen Reaktionsdienstes leisteten die Beamten im vergangenen Jahr zahlreiche Einsatzstunden bei spontan zu bewältigenden Einsatzlagen, aber auch bei planbaren Events wie dem Wacken Open Air, dem Marner Karneval und der Albersdorfer Pfingstfete. Des Weiteren steigen die Anforderungen an die Sachbearbeitung der Kriminal- und Schutzpolizei stetig mit immer komplexer werdenden und mehr und mehr Spezialwissen voraussetzenden Ermittlungsverfahren sowie den zunehmenden Ansprüchen der Gerichte an die Beweisführung.

Diebstahlsdelikte machen erneut den größten Anteil an den bekannt gewordenen Straftaten aus. Sie umfassen mit 46,9 Prozent knapp die Hälfte der registrierten Fälle. Während die Zahlen im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls nahezu stagnieren (354 Fälle in 2013, 357 in 2012), sanken sie beim schweren (1.654 Taten in 2013, 1.851 in 2012) und einfachen Diebstahl (1.757 Taten in 2013, 1.872 in 2012) im Vergleich zum Vorjahr. Die Fallzahlen beim Ladendiebstahl sind mit einem Minus von 47 Fällen auf 388 rückläufig. Die Fahrraddiebstähle gingen sehr deutlich zurück, sie schlugen mit 388 Taten zu Buche und erfuhren damit ein Minus von 19,2 Prozent.

Im Bereich der Rohheitsdelikte werden mit 1.030 Fällen neun mehr als 2012 notiert - damit nahmen die Zahlen erstmals wieder leicht zu. Die Anzahl der Raubtaten (58) blieb nahezu auf dem Level des Vorjahres. 777 Körperverletzungen gelangten der Polizei zur Kenntnis, elf weniger als im vergangenen Jahr.

Die Zahl der erfassten Straftaten bei den Vermögens- und Fälschungsdelikte stagniert (933). Den Hauptanteil daran hat der Betrug mit 672 Taten. 312 Mal (2012: 299) war das Internet das Tatmittel, was sicherlich eine Vision für die Zukunft zulässt.

2013 wurden 2.826 Tatverdächtige ermittelt, 745 davon (- 98) waren jünger als 21 Jahre. Jugendtypische Taten sind Raubdelikte, Sachbeschädigungen, Diebstahl und Körperverletzungen. Im Kreis Dithmarschen gingen knapp 59,3 Prozent der Raubtaten auf das Konto von Menschen unter 21 Jahren.

Damit wird, so der Itzehoer Polizeichef, neben dem Einbruchdiebstahl aus Wohnungen die Bekämpfung der Jugendkriminalität ein weiterer Schwerpunkt der polizeilichen Aufgabenwahrnehmung bleiben. An den rückläufigen Zahlen der jungen Tatverdächtigen zeigt sich, dass die Arbeit der Ermittlungsgruppe Jugend bei der Kriminalpolizeistelle Itzehoe durchaus Früchte trägt. Um rund 30 Personen, die als jugendliche Intensivtäter gelten, kümmern sich die Beamten gesondert, um schnelle und abgestimmte Reaktionen von Justiz, Polizei und Jugendhilfe zu ermöglichen.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2013 ist ab sofort als Gesamtwerk im Internet abrufbar.

https://www.polizei.schleswig-holstein.de/internet/DE/Organisation/PDItzehoe/pditzehoe_node.html

Merle Neufeld

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