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POL-IZ: Eddelak: Unfall nach falschem Überholvorgang endete mit Führerscheinbeschlagnahme

Kreis Dithmarschen (ots) - Dieser Unfall, ausgelöst durch das Fehlverhalten eines 21-Jährigen aus St. Michaelisdonn, wäre mit etwas mehr Gelassenheit seitens des jungen Mannes zu vermeiden gewesen. So aber entstand Sachschaden in Höhe von rund 1.800 Euro, und den 21-jährigen Berufskraftfahrer erwartet nun ein Strafverfahren - den Führerschein ist er vorerst schon los. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs (durch fehlerhaftes Überholen) und Nötigung. Folgendes hatte sich gestern im Bereich von Süder- und Norderstraße (L 138) abgespielt:

Gegen 18.20 Uhr hielt ein 68-Jähriger aus Busenwurth - er war in Richtung St. Michel unterwegs - in der Süderstraße hinter einem geparkten Fahrzeug an, um den Gegenverkehr abzuwarten. Als die Fahrbahn wieder frei war, fuhr der Rentner los und wurde schon bald von einem nachkommenden Pkw überholt. Dessen Fahrer scherte nach mehrfachem Hupen ein, betätigte das Warnblinklicht und bremste das Fahrzeug für den 68-Jährigen im Bereich des Ortsausganges so unerwartet ab, dass der Ältere selbst nicht rechtzeitig bremsen konnte und folglich auffuhr.

Gegenüber der Polizei betonte der 21-Jährige später, er hätte sich über den Busenwurther geärgert: Der soll sich nach dem Halt in der Norderstraße beim Wiederanfahren nicht vorschriftsmäßig verhalten haben. Daraus resultierte dann der Akt der Selbstjustiz.

Im Zuge der polizeilichen Maßnahmen nahmen die Ordnungshüter Kontakt zu einer Staatsanwältin auf. Die entschied nach Sachvortrag und Würdigung des Sachverhalts die Beschlagnahme des Führerscheins, den der 21-Jährige dann auch prompt loswurde.

Nachdem der junge Mann registriert hatte, dass er vorerst kein führerscheinpflichtiges Fahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr führen darf, setzte er sich mit einer Bekannten in Verbindung, die dann auch für die Entfernung seines Autos von der Unfallstelle sorgte.

Beide Fahrzeuge blieben trotz ihrer Beschädigungen fahrbereit, Personenschäden entstanden nicht.

Ausgelöst wurde der Unfall deshalb, weil der 21-Jährige das Interesse hatte, den 68-Jährigen auf einen Fahrfehler hinzuweisen. Polizeisprecher Hermann Schwichtenberg: "Das hätte der junge Mann auf jeden Fall andersmachen müssen, so hat er sich nur folgenreich selbst geschädigt."

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