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POL-IZ: Kreis Dithmarschen: Versuch der Geldwäsche - Unbekannte wollte Hebamme übers Ohr hauen

Kreis Dithmarschen (ots) - Sie versuchen es immer wieder, andere Menschen übers Ohr zu hauen, doch in diesem Fall war das vermeintliche Opfer klüger und ging nicht auf die Masche der Täter ein. Stattdessen wandte sich die 42-Jährige Hebamme aus dem Großraum Marne an die Polizei und erstattete Anzeige wegen des Versuchs einer Straftat im Zusammenhang mit "Geldwäsche" .

Was war geschehen? Zu Beginn des Jahres erhielt die Dithmarscherin eine E-Mail von einer angeblich Schwangeren aus England. Die wollte im Zeitraum Januar/Februar eine vierwöchige Wochenbettbetreuung und hatte angekündigt, sich eine Urlauberwohnung in Friedrichskoog zu nehmen. Um ihren Willen zu bekräftigen, bot sie der 42-Jährigen Vorauszahlung an.

Und tatsächlich landete in den letzten Tagen ein mit englischer Briefmarke frankierter aber ungestempelter Brief, der zudem ohne Absender war, im Postkasten der Hebamme. Darin befand sich ein Scheck, der vom Wert her höher war als die Summe, die beide Frauen für die Zeit der Wochenbettbetreuung ausgemacht hatten.

Die 42-Jährige nahm Kontakt per E-Mail mit der Engländerin auf, bestätigte den Eingang und dass der Scheck zu hoch ausgestellt worden war. Daraufhin schrieb die angeblich Schwangere zurück, die Hebamme möge den Scheck einlösen und die Differenz abzüglich der Gebühren per Geldtransfer zurücksenden. Doch gerade das tat die Dithmarscherin richtigerweise nicht: Sie löste den Reisescheck nicht ein, sondern wandte sich vertrauensvoll an die Polizei in Marne - und die ermittelt nun gegen die angeblich Schwangere wegen des Versuchs der "Geldwäsche" (Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte) gemäß Paragraph 261 StGB.

"Diese Briefe aus England kursieren schon seit geraumer Zeit in Deutschland" sagt ein Beamter der Kripo Brunsbüttel. Dahinter stecke mit Sicherheit kriminelle Energie und allgemein bekannte Betrugsmasche "Überzahlter Scheck aus England". Der Beamte weiter: "Die Täter gehen die Menschen gezielt an und versuchen, die potentiellen Opfer zum Ausgleich / zur Rückerstattung der angeblich versehentlich überzahlten Summe zu bewegen. In der Regel handelt es sich um Scheckformulare englischer Bankinstitute - bei Einlösung 'platzen' diese Schecks regelmäßig mangels Deckung. Ratsam sei es, wie die 42-jährige Dithmarscherin zu handeln und sich nicht auf das einzulassen, was die Absenderin ihr andienen wollte."

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