Polizeipräsidium Krefeld

POL-KR: Tag der Kriminalitätsopfer - Anlässlich des Tages der Kriminalitätsopfer findet am 18. März 2014 eine Lesung im Polizeipräsidium Krefeld statt

Krefeld (ots) - Am 22. März 2014 findet erneut der Tag der Kriminalitätsopfer statt. Der Aktionstag wurde im Jahr 1991 durch den Verein WEISSER RING eingeführt. Er erinnert am 22. März jeden Jahres an die Situation der durch Kriminalität und Gewalt geschädigten Menschen, die auf Schutz, praktische Hilfe und Solidarität der Gesellschaft angewiesen sind.

Anlässlich dieses Aktionstages findet am 18. März 2014 eine Lesung im Polizeipräsidium Krefeld statt. Polizeihauptkommissar Markus Kothen liest aus seinem Buch

"NEE, DAS WAR DOCH NOCH GELB! Wahre Geschichten aus dem Alltag eines Polizisten

vor.

Hauptkommissar Markus Kothen ist seit fast 25 Jahren bei der Polizei. Ob jugendliche Randalierer bei einem Eishockeyspiel, rasante Verfolgungsfahrten, komplexe Mordfälle, er hat viel erlebt. Den Beistand der Polizei braucht jeder, die Verantwortung ist groß, das Risiko ebenfalls. Die Tätigkeit als Polizist bringt es mit sich, dass man regelmäßig Ausnahmesituationen miterlebt. In spannenden und unterhaltsamen Episoden erzählt der Autor, wie das Leben als Polizist wirklich ist.

Die Lesung findet statt am 18. März 2014, 19:00 Uhr, Polizeipräsidium Krefeld, Nordwall 1 - 3, Wilhelm-Elfes-Saal.

Eine schriftliche Anmeldung unter der Mailanschrift weisserring.krefeld@yahoo.de ist erforderlich oder telefonische Anmeldung unter der Rufnummer 02151 - 3267431.

Eintrittsgelder für die Lesung werden nicht erhoben. Im Eingangsbereich wird eine Spendenbox aufgebaut. Die Gelder werden in vollem Umfang dem Verein WEISSER RING zur Verfügung gestellt. (239/Na.)

Vereinsvorstellung

Der Verein WEISSER RING e.V. ist eine bundesweite Hilfsorganisation ohne staatliche Mittelzuweisung, die Opfern von Straf- und Gewalttaten auf deren Wunsch hilfreich zur Seite steht. Eine Strafanzeige bei der Polizei ist keine Voraussetzung, um tätig zu werden! Gegründet wurde der Verein im Jahre 1976. Eduard Zimmermann, seinerzeit bekannt durch die Sendung "Aktenzeichen XY", war Mitgründer des Vereins. Man stellte fest, dass die Täter immer mehr Aufmerksamkeit erhielten und mehr Rechte hatten als die Opfer. Mittlerweile gibt es ca. 52.000 Mitglieder. Die Bundesgeschäftsstelle ist in Mainz, Vorsitzende ist die ehemalige Justizministerin aus NRW, Frau Roswitha Müller-Piepenkötter. Es gibt bundesweit 420 Außenstellen mit über 3000 ehrenamtlichen Mitarbeitern, die in stets aufeinander aufbauenden Seminaren fortgebildet werden. Vor Ort leisten die ehrenamtlichen Mitarbeiter praktische Unterstützung durch menschlichen Beistand und helfen in wirtschaftlichen Notlagen mit finanziellen Soforthilfen oder Vermittlung zur psychologischen Unterstützung, z. B. Krefelder Krisenhilfe oder Traumaklinik oder anderen Institutionen sowie Rechtsberatungsschecks für Anwälte im Strafrecht oder Sozialrecht, Begleitung zu Behörden, Gerichtsterminen etc. Die Netzwerkarbeit ist hier von besonderer Bedeutung, um möglichst unbürokratisch und schnellstmöglich Hilfe zu vermitteln. Die Hilfsmöglichkeiten sind sehr vielfältig und werden in jedem Einzelfall auf die besondere persönliche Situation des Opfers abgestimmt. Sehr wichtig ist die Unterstützung bei den sogenannten "OEG-Anträgen". Wer durch eine Gewalttat einen gesundheitlichen Schaden erlitten hat, kann Leistungen nach dem Gesetz über die Entschädigung für Opfer von Gewalttaten (OEG) erhalten. Leitgedanke des OEG (Opferentschädigungsgesetz) ist: Wenn es dem Staat nicht möglich ist, die Bürger ausreichend vor Straftaten zu schützen, so muss er sich wenigstens ausreichend um die Opfer kümmern. Hierzu ist jedoch eine Strafanzeige bei der Polizei sehr förderlich bei der Antragsstellung. Hier noch ein paar Zahlen der Krefelder Außenstelle, die deutlich machen sollen, in wie vielen Fällen und mit welchem finanziellen Aufwand den Opfern im vergangenen Jahr geholfen wurde: So wurden also im Jahr 2013 in 337 Opferfällen von den 13 Krefeldern Mitarbeitern Hilfe geleistet und knapp 27.400 Euro zur Verfügung gestellt für Rechtsberatungsschecks, Soforthilfen oder Opferhilfen, um aus Notlagen zu helfen. Hinzu kommt noch in einigen Fällen die Übernahme von Prozesskosten durch den Verein WEISSER RING für manche Opfer, die sonst neben ihrem widerfahrenen Leid auch noch selber die Gerichtskosten hätten tragen müssen. Das sind nur Beispiele für die Krefelder Opfer, in denen der bundesweite Verein für die hiesigen Opfer von Straftaten materielle Hilfe geleistet hat, - eine nicht unbeachtliche Summe , wenn man bedenkt, dass der Mitgliedsbeitrag bei 2,50 EUR pro Monat liegt und leider die Mitgliedszahlen immer mehr sinken - vermutlich durch den immer höher steigenden Altersdurchschnitt und dem fehlenden Nachwuchs. Eine Mitgliedschaft im WEISSEN RING ist keine Voraussetzung, um die Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Verein finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Stiftungen, Nachlässen sowie Zuweisungen von Geldbußen. Mit Ihrem Beitrag oder einer Spende fördern Sie unsere Arbeit und helfen Menschen, die in Krefeld als Opfer vorsätzlicher Straftaten unverschuldet aus ihrer Lebensbahn gerissen wurden!

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Krefeld
Pressestelle
Nordwall 1-3
47798 Krefeld
Telefon: 02151 634 1111   
www.polizei.nrw.de/krefeld
Besuchen Sie uns auch unsere facebook-Seite
https://www.facebook.com/PolizeiKrefeld

Original-Content von: Polizeipräsidium Krefeld, übermittelt durch news aktuell