Bundespolizeiinspektion Flensburg

BPOL-FL: Sechs lebensgefährliche Verstöße an Bahnübergängen - Jogger mit Kopfhörer missachtet gestern geschlossen Bahnübergang

Sörup (ots) - Gestern Abend gegen 17.30 Uhr wurde die Bundespolizei zu einem Einsatz am Bahnübergang in Sörup (Kreis Schleswig-Flensburg) gerufen. Die Streife stellt vor Ort fest, dass die Schranken geschlossen waren und das Lichtzeichen rot anzeigte. Eigentlich hätten die Schranken nach Zugdurchfahrt hoch gehen müssen. Ein Techniker der Bahn wurde informiert.

Während die Bundespolizisten am Bahnübergang standen, lief ein Jogger über den geschlossenen Bahnübergang und ignorierte das Rotlicht. Auf den Ruf der Beamten reagierte der Läufer nicht, da er Kopfhörer trug. Auch Kinder mit ihren entsetzten Eltern standen hinter der Schranke und bekamen dieses Fehlverhalten mit.

Erst nach Durchfahrt des Zuges von Flensburg nach Kiel öffneten sich die Bahnschranken und die Beamten konnten den Jogger anhalten.

Er wurde eindringlich auf die Lebensgefahr hingewiesen, die beim Überschreiten eines geschlossenen Bahnübergangs bestehen. Gegen den 26-Jährigen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Ihn erwarten jetzt eine Geldbuße von 350,- Euro sowie vier Punkte in Flensburg.

Die Bundespolizeiinspektion Flensburg hat in den letzten 14 Tagen insgesamt sechs Verstöße an geschlossenen Bahnübergängen feststellen müssen. In allen Fällen wurden das Rotlicht am Bahnübergang missachtet und Halbschranken umgangen oder umfahren. Die Bundespolizei und die Deutsche Bahn AG weisen erneut auf die besonderen Gefahren am Bahnübergang hin. Rotlicht und geschlossenen Schranken weisen auf eine Zugdurchfahrt hin. Das Missachten ist lebensgefährlich. Schon das Andreaskreuz bedeutet: Halt Schienenfahrzeuge haben Vorrang. Güterzüge stehen nicht im Fahrplan!

Verstöße können mit bis zu 700,- Euro Bußgeld, vier Punkte im Verkehrszentralregister und drei Monaten Fahrverbot geahndet werden. Kommt es zur Schnellbremsung eines Zuges aufgrund von Fehlverhalten von Verkehrsteilnehmer oder Fünfgängern am Bahnübergang so haben wir einen Straftatbestand (§ 315 StGB Gefährliche Eingriff in den Bahnverkehr) erfüllt.

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