Bundespolizeiinspektion Flensburg

BPOL-FL: Eggebek- Geschlossener Bahnübergang -15-jährigen Beifahrer soll gucken, ob Zug kommt

Eggebek (ots) - Am Freitagabend wurde die Bundespolizei zu einem Einsatz an einem Bahnübergang bei Eggebek gerufen. Ein Autofahrer, der vor einer geschlossenen Bahnschranke an einem Bahnübergang zwischen Eggebek und Tarp wartete, hatte beobachtet wie ein entgegenkommender Autofahrer um die geschlossenen Schranken gefahren war. Er rief daraufhin die Bundespolizei an, die auch über das abgelesene Autokennzeichen den Autofahrer ermitteln konnte. Die Streife fuhr zum Wohnsitz des Fahrers des Peugeots.

Aufgrund der Zeugenbeschreibung konnte der Fahrer auch identifiziert werden. Ihm wurde der Tatvorwurf eröffnet. Er gab an, tatsächlich an dem besagten Bahnübergang vor den geschlossenen Halbschanken gestanden zu haben. Da es in den letzten Tagen vermehrt zu technischen Störungen am Bahnübergang in Eggebek gekommen war, meinte er auch dieser Bahnübergang wäre gestört gewesen.

Was jedoch viel schlimmer war, er schickte seinen 15-jährigen Mitfahrer auf den Bahnübergang um zu schauen ob ein Zug käme. Der Junge winkte den Fahrer rüber und stieg wieder in das Fahrzeug. Kurz darauf kam ein Zug aus Hamburg. Der Lokführer musste eine Schnellbremsung einleiten, um eine Kollision zu vermeiden.

Den 29-jährigen Fahrer erwartet jetzt ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor den Gefahren im Bahnbereich. Schienenfahrzeuge haben immer Vorrang. Auch das Rotlicht am Bahnübergang heißt STOPP. Sind die Schranken geschlossen ist ein Queren des Bahnübergangs untersagt und lebensgefährlich.

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