Polizei Dortmund

POL-DO: Großkontrolle auf den Rastanlagen "Westerfilde" und "Kirchlinde" - Polizeiführungskräfte aus Europa schauten den Dortmunder Kollegen über die Schulter

Mobiles Röntgengerät 1

Dortmund (ots) - Lfd. Nr.:0827

Am Mittwoch, dem 15. Juni 2016, führten an die neunzig Einsatzkräfte, unter Federführung der Autobahnpolizeiwache Bochum, eine kooperative Großkontrolle bei Dortmund auf der BAB 45 durch. Auf den Rastanlagen Westerfilde (km 5,5 Richtungsfahrbahn Oberhausen) und Kirchlinde (km 5,5 Richtungsfahrbahn Frankfurt) kontrollierten Einsatzkräfte verschiedener Behörden zeitgleich verdächtige Fahrzeuge. Unter Kooperation von Einsatzkräften von Zoll, des Bundesamtes für den Güterverkehr, der Bezirksregierung Arnsberg, dem Landesbetrieb für Mess- und Eichwesen NRW, einer technischen Prüforganisation aus Dortmund und Straßen NRW, der Technischen Einsatzeinheit Bochum sowie verschiedenster Dienststellen der Direktion Verkehr des Polizeipräsidiums Dortmund wurden insgesamt 98 Fahrzeuge ganzheitlich kontrolliert.

Dem teilweise schlechten Wetters trotzend, registrierten die Kontrollkräfte eine Vielzahl von Verstößen, insbesondere in den Bereichen Ladungssicherheit, Einhaltung der Sozialvorschriften und Verkehrssicherheit von Schwerlastfahrzeugen. So mussten die Ladungsspezialisten des Verkehrsdienstes bei einem Sattelzug, beladen mit schweren Stahlplatten (Größe: 2x6 Meter), eine unzureichende Ladungssicherung feststellen. Obendrein war der Fahrzeugaufbau des Schwergewichts verzogen und dessen Lenkung wies eine Links-Rechtsabweichung auf. Auf der Waage zeigte die Antriebsachse eine Überladung von nahezu 24%. Die Weiterfahrt des mangelhaften LKW wurde bis zur Behebung der Mängel untersagt. Die Ladung musste nachgesichert, bzw. umgeladen werden. Der Fahrer, ein 31-jähriger aus Polen, der Halter des Fahrzeuges, sowie der Verlader der Stahlplatten müssen nun mit einer entsprechenden Ordnungswidrigkeitenanzeige rechnen.

In einem weiteren Fall entdeckten die Beamten einen Gefahrguttransport der mit rund 20 Tonnen umweltgefährdenden Stoffen, in 50-Liter-Fassgebinden, auf Paletten beladen wurde. Auch die Ladung dieses LKW wurde nicht ausreichend gesichert. Im Falle eines Unfalls, oder Brems,- oder Ausweichmanövern mit entsprechenden Ladungsverlust, hätten sich schwerwiegende Folgen für die Umwelt ergeben können. Zu allem Überfluss offenbarten sich bei dem betreffenden LKW diverse Beschädigungen, die einem einwandfreien technischen Zustand widersprachen. Auch in diesem Fall wurde die Weiterfahrt bis zur ordnungsgemäßen Sicherung der Ladung untersagt. Der Fahrer, ein 39-Jähriger aus Polen, der Halter und der Verlader müssen auch in diesem Fall mit entsprechenden Ordnungswidrigkeitenanzeigen rechnen. Bei dem LKW einer Gerüstbaufirma erwies sich der Ladeboden als defekt. Das Fahrzeug war mit schwerem Gerüstteilen beladen, so dass der Ladeboden durchzubrechen drohte. Auch hier musste die Weiterfahrt untersagt werden. Entsprechende Ordnungswidrigkeitenanzeigen für den Fahrer, einem 61-Jährigen aus Dortmund, und dem Halter des LKW sind die Folge.

Insgesamt wurden zehn Straf- und 69 Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt sowie 13 Verwarnungsgelder erhoben. Zehn Fahrern/-innen musste die Weiterfahrt untersagt werden. Zudem wurden Sicherheitsleistungen erhoben und verschiedene Berichte gefertigt sowie sechs Sachverständigengutachten erstellt. Unter anderem kam es zum Einsatz der sogenannten VMR, eine vollmobile Röntgenkontrollanlage des Zolls. Bundesweit gibt es nur drei dieser Anlagen, am gestrigen Kontrolltag wurden damit insgesamt zehn Schwerlastfahrzeuge im Hinblick auf illegale Güter "gescannt". Das futuristisch anmutende Einsatzmittel stieß auf das Interesse von 20 Polizeiführungskräften aus verschiedenen europäischen TiSPol-Staaten, die die Kontrollstelle am Mittag besuchten. So verschafften sie sich vor Ort einen fachlichen Eindruck zur kooperativen und behördenübergreifenden Zusammenarbeit bei Verkehrskontrollen an den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Dortmund.

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