Polizeipräsidium Frankfurt am Main

POL-F: Pressebericht PP Frankfurt am Main vom 22.3.2005

POL-F: Pressebericht PP Frankfurt am Main vom 22.3.2005
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    Frankfurt (ots) - 050322 ¬Ė 284 Fechenheim/Bergen-Enkheim: F√ľnf illegal kupierte Dobermannwelpen sichergestellt

    In einer gemeinsamen Aktion der Staatsanwaltschaft Frankfurt, des Kommissariats f√ľr Umweltdelikte des Polizeipr√§sidiums Frankfurt und dem Amt f√ľr Verbraucherschutz und Veterin√§rwesen wurden in der vergangenen Woche zwei Wohnungen in Frankfurt-Fechenheim und Bergen- Enkheim durchsucht und f√ľnf Dobermannwelpen mit dem Ziel der Einziehung sichergestellt.

    Eine neunzehnj√§hrige Sozialhilfeempf√§ngerin hatte bereits mehrfach im Internet und in Zeitungen vollkupierte Dobermannwelpen aus angeblich ¬Ąliebevoller Familienzucht¬ď angeboten und verkauft. Die H√§ufigkeit der Inserate und die Menge der angebotenen Tiere widerlegten recht bald die angepriesene Herkunft der Welpen. Weil sich die H√§ndlerin von der Untersagung des gewerbsm√§√üigen Handelns durch das Amt f√ľr Verbraucherschutz nicht von weiteren Verk√§ufen abbringen lie√ü, wurden Polizei und Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

    Das Kupieren ist seit 18 Jahre nach dem Tierschutzgesetz verboten. Unfachm√§nnisches Beschneiden der Ohren und K√ľrzen der Ruten ist mit erheblichen Schmerzen f√ľr die Tiere verbunden und geschieht ohne vern√ľnftigen Grund. Das ¬ĄZurechtstutzen¬ď von Hunden nach den Vorstellungen des Menschen rechtfertigt die Schmerzen nicht, die den Tieren zugef√ľgt werden. Unter Fachleuten ist ferner bekannt, dass den Hunden durch das Kupieren der Ruten auch lebenslanges Leiden zugef√ľgt wird. Die Hunde k√∂nnen nicht mehr mit Artgenossen oder Menschen kommunizieren. Signale, die sie durch die Haltung der Rute geben k√∂nnten, sind nicht mehr oder nur noch eingeschr√§nkt m√∂glich. Es entstehen Missverst√§ndnisse, die letztlich auch zu gef√§hrlichen Angriffen auf Menschen f√ľhren k√∂nnen.

    Die sichergestellten Welpen waren erst vor zwei oder drei Tagen kupiert worden ¬Ė nach Angaben der Beschuldigten in Polen, wo auch die angebotenen Tiere angeblich herkommen sollen. Ihre Ohren mit den noch blutenden Wunden waren mit Klebeband umwickelt, um ihnen die gew√ľnschte Form zu geben.

    Ein Welpe war zum Zeitpunkt der Sicherstellung bereits schwer erkrankt und verstarb trotz intensiver tiermedizinischer Betreuung in einer Tierklinik. Bei zwei weiteren Welpen besteht der Verdacht von Atemwegs- und Verdauungstrakterkrankungen.

    Weil die H√§ndlerin in ihren Anzeigen das Alter der Welpen bis zu zwei Wochen √§lter angab, ist auch davon auszugehen, dass der Hundenachwuchs zu fr√ľh von dem Muttertier getrennt wurde. Dadurch kann es zu M√§ngeln in der Sozialisierungsphase und in der Folge zu Verhaltensst√∂rungen der Tiere kommen.

    Der Sozialhilfeempf√§ngerin sind durch die beh√∂rdliche Einziehung 3500,00 Euro an Nebeneink√ľnften entgangen. Nach ihrem Eingest√§ndnis hat die Beschuldigte in den letzten Monaten 8 bis 10 teil- oder vollkupierte Dobermannwelpen angeboten und zum Teil verkauft. Die Polizei geht von einer h√∂heren Zahl aus. Das Sozialamt erhielt Kenntnis √ľber die nicht unerheblichen Nebeneink√ľnfte.

    Ratschl√§ge der Landestierschutzbeauftragten zum Hundekauf:

RATSCHL√ĄGE F√úR TIERFREUNDINNEN/TIERFREUNDE, DIE SICH EINEN HUND ANSCHAFFEN WOLLEN

    - Lassen Sie sich immer zeigen, wie und wo der Hund untergebracht war! - Achten Sie darauf, wie viele verschiedene Rassen der Z√ľchter evtl. auch in unterschiedlichen Anzeigen anbietet. Seri√∂se Z√ľchterinnen/Z√ľchter haben in der Regel nur eine h√∂chstens zwei Rassen! - Seien Sie nicht ungeduldig. Seri√∂se Z√ľchter und Tierheime liefern keine Hunde auf Bestellung f√ľr den n√§chsten Tag! - Kaufen Sie niemals einen Hund ¬Ąan der Haust√ľr¬ď oder gar ¬Ąauf dem Parkplatz¬ď oder √ľbers Internet! - Der Begriff ¬Ąaus Hobbyzucht¬ď ist nicht aussagekr√§ftig und wird auch von H√§ndlerinnen/H√§ndlern benutzt! - Lassen Sie sich den Impfpass und ggf. Papiere sofort aush√§ndigen und kontrollieren Sie diese an Ort und Stelle. Ver√§nderungen oder herausgeschnittene Seiten sind verd√§chtig. Auch die fehlende Beschreibung des Hundes l√§sst Zweifel an der Seriosit√§t des Verk√§ufers zu! - Fragen Sie immer nach der Herkunft bzw. evtl. Vorbesitzern des Hundes. Lassen Sie sich Angaben √ľber Alter, Wesensart, Herkunftsland und evtl. Ausbildung schriftlich geben! - Schauen Sie sich den Gesundheits- und Pflegezustand des Hundes kritisch an. Es sollte Sie unbedingt ein/e fachkundige/r Freundin/Freund beim Hundeerwerb begleiten! - Seien Sie besonders kritisch beim Kauf solcher Rassen, die oft in der Werbung erscheinen! - Kaufen Sie niemals aus Mitleid einen Welpen im gewerblichen Hundehandel! - Eine Haltung von Welpen nur in Zwingern oder kahlen Abteilen, wie im gewerblichen Hundehandel oft anzutreffen, f√ľhrt zu schwerwiegenden Entwicklungs- und Verhaltensst√∂rung bei den Tieren, die Sie h√§ufig erst sp√§ter merken werden! - √úberschlafen Sie in jedem Fall Ihre Kaufentscheidung eine Nacht!!! - Wenn Ihnen ein Verkaufsangebot zweifelhaft oder eine/ein Z√ľchterin/Z√ľchter bzw. H√§ndlerin/H√§ndler verd√§chtig vorkommt, k√∂nnen Sie sich wenden an:

Das f√ľr Sie zust√§ndige Amt f√ľr Verbraucherschutz und Veterin√§rwesen oder: Die Landestierschutzbeauftragte Frau Dr. Madeleine Martin Hessisches Ministerium f√ľr Umwelt, l√§ndlichen Raum und Verbraucherschutz H√∂lderlinstrasse 1¬Ė3 65187 Wiesbaden TEL.: (06 11) 8 17-34 74 FAX: (06 11) 44 78 97 73 E-Mail: tierschutz@hmulv.hessen.de Internet: www.tierschutz.hessen.de

(Karlheinz Wagner/ -82115)

050322 ¬Ė 285 Frankfurt-Stadtgebiet: Festnahme nach Stra√üenraubserie

    In den Monaten August und September 2004 ereigneten sich in Frankfurt-Sachsenhausen, Oberrad und in Offenbach f√ľnf Stra√üenraube zum Nachteil von Frauen, denen dabei Bargeld und Mobiltelefone entwendet wurden. Der T√§ter benutzte zur Tatbegehung ein Messer, um seine Opfer nachhaltig einzusch√ľchtern. In allen F√§llen wurde der T√§ter √§hnlich beschrieben, so dass der Verdacht nahe lag, dass es sich um jeweils den gleichen T√§ter handeln k√∂nnte. Die Ermittlungen in der Sache f√ľhrten jetzt zur Festnahme eines Tatverd√§chtigen. Dabei konnte ein geraubtes Handy zur√ľckverfolgt werden. Die aktuelle Nutzerin gab an, das Ger√§t von einem Bekannten zum Geburtstag geschenkt bekommen zu haben. Bei dem Bekannten handelte es sich um einen 23-j√§hrigen Frankfurter, der erst in seiner zweiten Vernehmung vier der f√ľnf Raubstraftaten zugab. Lediglich jene Tat, bei der das Handy erbeutet wurde, will er nicht begangen haben. Das Handy habe er von einem Bekannten gekauft. Die Ermittlungen dauern an.

(Manfred F√ľllhardt/-82116)

050322 ¬Ė 286 Frankfurt-Gallusviertel: Festnahme auf der Drogenszene

    Polizeibeamte beobachteten am Montag, den 21. M√§rz 2005, gegen 21.45 Uhr zwei Personen im Hinterhof eines Hauses in der Mainzer Landstra√üe, die offensichtlich ein Drogengesch√§ft abwickelten. Dabei handelte es sich um einen 25-j√§hrigen Frankfurter, der in der Vergangenheit bereits mehrfach bei Drogengesch√§ften in Erscheinung trat. Eine Durchsuchung des Mannes verlief negativ. Bei der zweiten Person handelte es sich um einen 28-J√§hrigen aus Obertshausen, in dessen Auto dann 5,3 Gramm Kokain aufgefunden und sichergestellt wurden. In der Wohnung des 25-J√§hrigen konnten sp√§ter noch 3,5 Gramm Haschisch, 0,04 Gramm Kokain sowie Verpackungsreste aufgefunden werden. W√§hrend der 28-J√§hrige angab, bereits mehrfach bei dem 25- J√§hrigen geringe Mengen Kokain (jeweils etwa 1-2 Gramm) gekauft zu haben, machte dieser keine Angaben zum Sachverhalt. Die Ermittlungen dauern an.

(Manfred F√ľllhardt/-82116)

Bereitschaft: Manfred Feist


ots-Originaltext: Pressestelle Polizei Frankfurt

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