Polizeipräsidium Frankfurt am Main

POL-F: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main, Pressestelle

    Frankfurt (ots) - 030812 – 0811 Westend: Kleiner Junge durch Mini-Bahn verletzt

    Die Begeisterung für den Palmengartenexpress, eine Mini-Dampflok mit fünf Wagons, hatte wohl einen kleinen Jungen aus dem Stadtteil Eschersheim veranlasst, auf einen der angekoppelten Wagen aufspringen zu wollen. Dabei stürzte er unglücklich und zog sich verschiedene Verletzungen zu. Der Unfall geschah am gestrigen Montag, dem 11.8., gegen 17.55 Uhr in unmittelbarer Nähe des Wasserspielplatzes im Palmengartengelände. Hier hatte der Vierjährige die mit maximal sechs km/h fahrende Dampflok ankommen sehen. Begeistert von dem Gefährt rannte er neben den Wagen her, die teilweise mit Personen besetzt waren. Dabei stürzte der Junge und fiel – so die Zeugenaussagen - zwischen die beiden letzten Wagen. Als der 63-jährige „Mini-Lokfahrer“ dies bemerkte, stoppte er seinen Zug sofort. Allerdings bereits zu spät für den Jungen, der durch den Unfall Fleischwunden am rechten Arm und eine Kopfplatzwunde erlitt. Mit seiner 36-jährigen Mutter ging es im Rettungswagen zur ärztlichen Versorgung. Lebensgefahr bestand zu keinem Zeitpunkt, jedoch bleibt er vorsorglich zur stationären Beobachtung im Krankenhaus. Die Polizei hat zwischenzeitlich zur weiteren Überprüfung des Geschehens auch das Amt für Arbeitsschutz mit in die Ursachenermittlung einbezogen. Bisher haben sich keine Hinweise auf ein Fremdverschulden ergeben. (Jürgen Linker/ -82111).

030812 – 0812 Fechenheim:  Mülltonnenbrand

    Heute Morgen, gegen 02.30 Uhr, bemerkten Bewohner des Hochhauses Hanauer Landstraße 497 einen Brand im Hinterhof und informierten sofort die Polizei. Wenig später traf auch die Feuerwehr ein, die innerhalb weniger Minuten die Brandstelle abgelöscht hatte. Verschiedene Mülltonnen und die Überdachung des Abstellplatzes wurden ein Raub der Flammen. Der entstandene Schaden wird auf rund 5.000.- Euro geschätzt. Die Brandursache ist noch nicht geklärt. (Jürgen Linker/ -82111).

030813 – 0813 Innenstadt: Polizist rettet lebensmüdes Mädchen

    Durch einen beherzten Sprung in den Main und sofortige, durch seinen Kollegen koordinierte, Bergungsmaßnahmen rettete am Dienstagmorgen der 29jährige Polizeioberkommissar Gernot Sangmeister einer 16jährigen aus dem Raum Marburg das Leben. Die junge Frau, so die späteren Ermittlungen, war kurz zuvor offenbar in Freitodabsicht in den Fluss gesprungen.

    Gegen 02.50 Uhr ging beim Polizeinotruf die Meldung ein, dass im Bereich Eiserner Steg mehrere Personen im Main schwimmen, nachdem zuvor eine Person von der Fußgängerbrücke aus ins Wasser gesprungen sei. Eine Funkstreife des 1. Revieres wurde durch Passanten an der nördlichen Mainseite auf eine im Fluss treibende Person aufmerksam gemacht. Der Körper verschwand mehrmals unter der Wasseroberfläche, so dass sofortiges Handeln angesagt war.

    POK Sangmeister, ein ausgebildeter Rettungsschwimmer, entledigte sich seiner Dienstkleidung und schwamm in Richtung der im Wasser treibenden Person, während sein Kollege Polizeikommissar Thomas Schweikert (24) ihn vom Ufer aus an die hilflose Person herandirigierte. Der 29jährige konnte wenig später die Person erreichen und mit einem Transportgriff sicher ans Ufer retten. Bei der Bergung der nicht mehr ansprechbaren 16jährigen halfen auch drei Jugendliche, die zuvor ergebnislos versucht hatten, die junge Frau aus dem Wasser zu holen.

    Die Gerettete wurde nach ihrer Bergung sofort notfallmedizinisch versorgt. Sie konnte identifiziert werden. Bei der Überprüfung ihrer Personalien stellte sich heraus, dass sie als „vermisst“ gemeldet war. In ihrer Kleidung fanden sich mehrere von ihr verfasste Schreiben, denen zu entnehmen war, dass sie aus dem Leben scheiden wollte. Hintergrund dürften „Beziehungsprobleme“ gewesen sein.

    Die Jugendliche wurde nach ihrer Erstversorgung in einem Frankfurter Krankenhaus in eine Psychiatrische Klinik eingewiesen.

(Manfred Feist/-82117)

Bereitschaftsdienst: Manfred Vonhausen, Tel. 0173/6597905


ots-Originaltext: Pressestelle Polizei Frankfurt

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