Polizeipräsidium Südhessen

PPSH-ERB: Erbach - Polizei und Rettungsdienst im Dauereinsatz

    Erbach (ots) - Von Mittwoch (16.) auf Donnerstag (17.) fand die Abi-Feier der Abiturienten des Gymnasiums Michelstadt in den Erbacher Bierhallen statt. Ab ein Uhr morgens bis zur Morgendämmerung beschäftige diese Feier auch die Erbacher Polizei und den Odenwälder Rettungsdienst. Gegen 01.10 Uhr kam zunächst ein Geschädigter zur Erbacher Polizeidienstelle und gab an von einer Gruppe Jugendlicher zusammengeschlagen worden zu sein. Er hatte eine Platzwund am Kopf, eine blutende Nase, eine Platzwunde unter der Nase und einen geprellten Daumen.  Aufgrund der Verletzungen wurde der Geschädigte durch  einen Rettungswagen ins Krankenhaus Erbach verbracht. Ein Zeuge, der den Verletzten auch zur Polizei brachte, beobachtete wie der Geschädigte von sieben bis acht Jugendlichen, die alle aus Richtung Bierhallen gerannt kamen, zusammengeschlagen und zusammengetreten wurde. Er half dem Geschädigten und brachte ihn in seinem Auto in Sicherheit. Der Erfolg: An seinem Auto wurden die Außenspiegel und die Heckscheibe eingeschlagen. Der Sachschaden beläuft sich auf 600 Euro. Zeitgleich musste der Rettungsdienst auch im Bereich der Bierhallen zwei weitere Verletzte behandeln und ins Krankenhaus verbringen. Zum Ende der Veranstaltung gab es erneut Probleme im Bereich der Bierhallen. Nach dem jetzigen Ermittlungsstand waren zu diesem Zeitpunkt noch ca. 40 bis 50 Personen da. Diese hielten sich aber überwiegend vor den Bierhallen auf. Die eingesetzten privaten Sicherheitskräfte stellten zu diesem Zeitpunkt fest, dass vor der Bierhalle eine Person ohnmächtig auf dem Boden lag. Kurz darauf traf ein Rettungswagen bei dem Bewusstlosen ein. Die Besatzung wollte sich um den Bewusstlosen kümmern, wurde aber von Herumstehenden behindert und konnte ihre Arbeit erst ordentlich machen, als die Gaffer vom Sicherheitsdienst zurückgedrängt wurden. Manche der Schaulustigen fotografierten mit ihren Handys den Ohnmächtigen. Vor den Augen des Rettungsdienstes wurden weitere zum Teil völlig unbeteiligte Personen zusammengeschlagen und verletzt. Durch den eingesetzten Brandschutz und zufällig vor Ort befindliche Sanitäter wurde der Rettungsdienst bei der Versorgung der Verletzten unterstützt und entlastet. Nach mehrfach gemeldeter Sachbeschädigung gegen 03.45 Uhr wurde erneut eine Polizeistreife zu den Bierhallen entsandt. Vor Ort konnte ermittelt werden, dass aus einer Gruppe von etwa 18 bis 20 überwiegend südländischen Personen plötzlich angefangen wurde Steine gegen die Sektionaltore der Bierhallen zu werfen.  Diese Personengruppe warf Steine vom geschotterten Vorplatz, wobei die große Plexiglasscheiben zu Bruch gingen. Gegen eine Scheibe sei einer dieser Jugendlichen mit den Füßen gesprungen, so dass diese komplett herausflog. Insgesamt wurden 20 Scheiben beschädigt. Allein hier beträgt der Sachschaden über 10.000 Euro. Personen, die sich in der Nähe der Steinewerfer befanden, mussten sich in Sicherheit bringen, um nicht von den Steinen getroffen zu werden.  Durch Steinwürfe wurde auch noch ein in den Bierhallen abgestellte Pkw beschädigt. Gegen 04.10 Uhr erschienen zwei der Steinewerfer erneut und bedrohten das Sicherheitspersonal massiv. Hierbei sollen die Beschuldigten gedroht haben, dass man sich hier nicht mehr blicken lassen solle, sonst werde man sie mit Freunden niedermachen. Einer der Beschuldigten drohte einen Geschädigten mit einer zerbrochenen Wodkaflasche abzustechen. Die Beschuldigten konnten vom Sicherheitsdienst überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizeistreifen festgehalten werden.  Anschließend wurden beide durch die Streife dem polizeilichen Gewahrsam zugeführt. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass gegen einen der Steinewerfer derzeit Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung besteht, der jetzt durchgesetzt wird. Allein die Rettungswagen aus Beerfelden und Erbach fuhren in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sieben Einsätze im Zusammenhang mit den Erbacher Bierhallen.


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